Erfolgreiche Saison für die Festspiele „Arena di Verona“

Szenenbild aus "Der Barbier von Sevilla"  bei den Festspielen  "Arena di Verona" 2011

Szenenbild aus "Der Barbier von Sevilla" bei den Festspielen "Arena di Verona" 2011

Der Besuch einer Aufführung bei den Festspielen von Verona, die alljährlich im Juli und August stattfinden, ist nach wie vor ein (Freiluft)Erlebnis erster Klasse.  Trotz der staatlichen Kürzungen im kulturellen Bereich zieht das Management der Arena di Verona eine positive Bilanz für die Saison 2011.

Insgesamt wurden 465.500 Eintrittskarten für die 49 Aufführungen vom 17. Juni bis 3. September 2011 verkauft. Das bedeutet ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Jeder Aufführung wohnten durchschnittlich 9.500 Zuschauer bei. Mit durchschnittlich 11.076 Zuschauern pro Aufführung war La Traviata die beliebteste Oper in 2011. Auch im nächsten Jahr stehen wieder große Opern auf dem Programm, die die Herzen von Klassik-Fans höher schlagen lassen: u.a. Verdis „Aida“, Mozarts „Don Giovanni“, Bizets „Carmen“, Gounods „Roméo et Juliette“ und Puccinis „Turandot“ und „Tosca“.

Und wie sind diese Festspiele entstanden?
Als 1913 überall in Italien der hundertste Geburtstag Giuseppe Verdis gefeiert wurde, hatten drei Veroneser eine Idee.  Sie glaubten alle anderen italienische Städte schlagen zu können, wenn es ihnen gelänge, in der berühmten römischen Arena von Verona Aida aufzuführen. Diese Oper ist nämlich die prunkvollste der italienischen Opern.

Diese drei Veroneser waren ein bekannte Tenor, Giovanni Zenatello, ein tüchtiger Komponist, Ferruccio Cusinati, und ein bewährter Impressario, Ottone Rovato. Jedoch regten sich Bedenken wegen der Akustik. Die Arena war ursprünglich Schauplatz von Gladiatorenspielen später wurden Turniere, Jagden, ja sogar Stierkämpfe und Windhundrennen veranstaltet. Ende des vergangenen Jahrhunderts fanden dort Jahrmärkte, Karnevalsvorstellungen und Sportkämpfe statt. Also, keine guten Voraussetzungen für Opern. Es blieb den dreien nur der Versuch.

Und am 10. August 1913 ging dann die erste Aufführung in der Arena in Szene.

Noch heute ist eine Aufführung in diesem riesigen elliptischen Krater von 138 zu 109 Metern ein besonderes Erlebnis. Wenn der Wind es gestattet, zünden die Besucher kleine Kerzen an, um sich und die Darsteller auf den Abend einzustimmen. Denn die Oper ist nun einmal ein Fest in jedem Sinne, und Emotionen gehören dazu gerade in Italien!

Szenenbild „Aida“ 2011 in der „Arena di Verona“

aus „Carmen“, 2010 in der „Arena di Verona“

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