UNESCO-Weltkulturerbe Reggia di Venaria Reale, königlich-savoyisches Schloss

La Venaria Reale - Reggia di Venaria, umgeben von einem weitläufigen Park; im Hintergrund die Stadt Turin (Blick nach Osten)

La Venaria Reale - Reggia di Venaria, das Schloss, umgeben von einem weitläufigen Park; im Hintergrund die Stadt Turin (Blick nach Osten)

Sie waren zunächst „nur“ Könige des Königreichs Sardinien-Piemonts. Durch die Einigung Italiens 1861 zum Königreich Italien wurden die savoyischen Herrscher aus dem westlichsten Teil Italiens auch zum König Italiens. Doch ihr Stammland blieb das Piemont, in dem sich auch 15 königliche Schlösser befinden.  Und allesamt wurden in den 1990er Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Reggia di Venaria Reale
Eines von ihnen befindet sich leicht nordöstlich von Turin, eigentlich ist der Ort Venaria schon in die Hauptstadt des Piemonts eingemeindet. Reggia di Venaria Reale zählt zu den großen Schlössern der Savoyer, deren Baubeginn 1659 war.  Die Arbeiten wurden vom Architekten und Michelangelo Amedeo Castellamonte Garove geplant und dauerten mindestens bis 1675.  Herzstück des mit Gärten rund einen Quadratkilometer großen Komplexes ist der Palast der Diana.  1693 zerstörten einige Teile der Anlage, die dann später wieder aufgebaut wurden.

Schloss "Reggia di Venaria" bei Turin, Piemont, Italien

Schloss "Reggia di Venaria" bei Turin, Piemont, Italien

Aber während der napoleonischen Herrschaft der Palast erlitt neuerlich schwere Schäden.  Vor allem die Gärten wurden zerstört, um Platz für einen Paradeplatz zu bekommen.  Der gesamte Komplex wurde in eine Kaserne verwandelt. Nach dem Ende der französischen Herrschaft Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Reggia di Venaria Reale zum Zentrum  der

Savoyischen Kavaller

ie und beherbergte unter anderem eine militärische Reitschule von europäischem Rang  und ein Gestüt. Die Nutzung der Anlage für militärische Zwecke verursachte eine fortschreitende Schädigung.

Der Wendepunkt kam 1978, als man Mittel in Aussicht gestellt bekam, um die Palastanlage renovieren zu können. 1999 begannen die Restaurierungsarbeiten mit Unterstützung nationaler und europäischer Fonds.  für 250.000 m² Gebäudeflächen und 800.000 m² Gärten stand ein Investitionsvolumen von mehr als 280 Millionen Euro zur Verfügung.  Die verwilderten Gärten wurden an Hand alter Pläne wieder in ihren Originalzustand versetzt.

Am 13. Oktober 2007 konnte dann Reggia di Venaria in neuer, alter Pracht wiedereröffnet werden und steht seither für Veranstaltungen und Ausstellungen zur Verfügung. In einem Teil der weitläufigen Anlage befindet sich auch eine „Schule der Restauratoren“.

Vom 17. November 2011 bis 29. Jänner 2012 findet die Ausstellung „Leonardo, Genie und Mythos“ über Leonardo da Vinci in den ehemaligen Stallungen statt, von der ich heute schon berichtet habe. Infos im Internet gibt es auf www.lavenaria.it auf Deutsch und italienisch.

"Reggia di Venaria" - Außenaufnahme

"Reggia di Venaria" - Außenaufnahme

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