„Frau Friedrich, machen Sie sich bitte keine Sorgen“ …

Therese Tschematschar telefoniert mit Frauke Friedrich in Hamburg

Therese Tschematschar telefoniert mit Frauke Friedrich in Hamburg

… meinte Therese Tschematschar von Blumen Ruhnau in Hallein im Salzburger Land. Sorgen machen brauchte sich Frauke Friedrich aus Hamburg nun wirklich nicht machen. Denn in der Salz- und Keltenstadt Hallein „ticken“ die Menschen noch anders als in Großstädten, noch menschlicher.

Eine Zahlung irrt durch Europa
Doch der Reihe nach. Bei Therese Tschematschar, der Inhaberin des Blumengeschäfts „Ruhnau“ im Halleiner Stadtteil Burgfried (schräg gegenüber der HTL Hallein), klingelte am 22. Februar dieses Jahres das Telefon. Frau Frauke Friedrich aus dem hohen Norden wollte einen Strauß für eine Beisetzung am Halleiner Friedhof bestellen.

Die junge Frau am Telefon war ausgesprochen höflich, zuvorkommend und hilfsbereit. Die Blumen waren pünktlich im Beerdigungsinstitut schrieb Frauke Friedrich in einem E-Mail heute an den Tourismusverband Hallein – Bad Dürrnberg.

Doch mit der Überweisung des Geldbetrages aus Deutschland klappte es nicht so, wie es sollte. Wer auch immer Fehler gemacht hat, ist im Moment auch nicht so wichtig, das Geld kam jedenfalls nicht bei Therese Tschematschar in Hallein an. So telefonierte Frauke Friedrich nochmals heute früh (Anmerk: 5. März) mit Therese Tschematschar.

Es gibt im Moment so viel Todesfälle, von sehr vielen jungen Menschen, das finde ich viel schlimmer als eine Überweisung, die ein paar Tage benötigt
Doch lassen wir Frauke Friedrich von diesem heutigen Telefonat erzählen, besser gesagt, was sie an Ernst Kronreif, den Vorsitzenden des Tourismusverbandes Hallein – Bad Dürrnberg, heute schrieb:

Ich glaube nicht, dass ich diese Worte von einem deutschen Blumenladen gehört hätte : “ Frau Friedrich, machen Sie sich bitte keine Sorgen. Ich bin überzeugt, dass das Geld kommt. Wenn Menschen arbeiten, kommen Fehler vor. Wenn Mensch und Computer zusammen treffen, kommen manchmal noch mehr Fehler vor. Ich weiß, dass ich mein Geld bekomme. Es gibt im Moment so viel Todesfälle, von sehr vielen jungen Menschen, das finde ich viel schlimmer als eine Überweisung, die ein paar Tage benötigt.“

Links Blumen "Ruhnau", wo Therese Tschematschar so unkompliziert und menschlich einer Hamburgerin Freude bereitet hat

Links Blumen "Ruhnau", wo Therese Tschematschar so unkompliziert und menschlich einer Hamburgerin Freude bereitet hat

Mag Frauke Friedrich vielleicht nicht wortwörtlich zitiert haben, wie sie selbst weiter schreibt, aber auf den Inhalt der Botschaft kommt es an!

In ihrem Schreiben bat sie, doch davon auch in den Medien zu berichten. Diesem Wunsch komme zumindest ich gerne nach, denn traurige Meldungen lesen wir täglich ja genügend – aber über jene Dinge, Selbstverständlichkeiten, mit denen die Menschen um uns herum das Miteinander einfacher und freundlicher gestalten, wie Therese Tschematschar, wird so selten berichtet!

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Ein Kommentar zu “„Frau Friedrich, machen Sie sich bitte keine Sorgen“ …

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