Tändlerei, Gaunerzinken und 1032 km nach London – wo? In Salzburg

Die gelb gefärbelte Villa am Beginn der Arenbergstraße ist die Villa Ferch-Erggelet

Die gelb gefärbelte Villa am Beginn der Arenbergstraße ist die Villa Ferch-Erggelet

Österreich | Salzburg | Gehe durch die Stein Gasse oder doch Steingasse? Und dann auf den Imberg (nicht in den Imberg) und beim Bergabgehen schau‘ hinauf.

Salzburg-Seitenblicke

Ja, wir Salzburger, wir kennen unsere Stadt. Wirklich? Na, dann gehen wir einmal ein Stück gemeinsam durch die Stadt. Beginnen wir unseren Spaziergang beim Engelwirtsbrunnen nahe der Villa Ferch-Erggelet. Jetzt wie? was? Also, der Engelwirt war einst dort, wo heute „Das Kino“ zu Hause ist. Mit einem Brunnen, und weil dieser dort keinen Platz mehr hatte, stellte man ihn einfach beim Äußeren Stein hinter dem Blumen Neuhauser auf. Und schaut man vom Brunnen Richtung Arenbergstraße, steht eine gelb gefärbelte Villa am Beginn der Straße. Die Villa Ferch-Erggelet.

Kleine Stadtidylle über der Steingasse in Salzburg

Kleine Stadtidylle über der Steingasse in Salzburg

Nun gehen wir an schönen Salzburger Kastenfenster vorbei in die Steingasse, die ab der Mitte dann „Stein Gasse“ geschrieben wird. Schön restauriert werden die Häuser, eines nach dem anderen. Darunter ein altes, geschlossenes Geschäft. Tändlerei kann man noch lesen, am Haus Stein Gasse 33. Ein Tandler war ein Verkäufer, der allerlei Waren anbot. Es gäbe natürlich noch mehr über diesen Teil der Stein Gasse berichten. Doch schauen wir uns einmal das Innere Steintor an. Nein, nicht das Tor selbst, sondern erheben wir den Blick zum Imberg. Imberg? So heißt doch nur eine Straße? Nicht ganz, auch ein Kirchlein, eine Stiege und – eigentlich – auch der Kapuzinerberg. Der hieß nämlich früher Imberg. Und rechts vom Inneren Steintor, oben, eine nette Stadt-Garten-Tor-Terrasse. Anschließend gäbe es noch alte Hausklingelzüge an den Wänden zu sehen und ein interessantes Haustor mit – Gaunerzinken? Wer weiß es schon genau?

Bienenkorb an der Imbergstiege

Bienenkorb an der Imbergstiege

Imbergstiege hinaufschnaufen, Päuschen bei St. Johannes am Imberg. Weiterschnaufen. Stehenbleiben und links schauen: ein kleines Paradies samt einem alten Bienenkorb à-la-Till Eulenspiegel. Weiterschnaufen. Der Kapuzinerberg wäre wieder eine eigene Geschichte. Aber wir wandern nur zum Mozartdenkmal, lesen kurz die Zeitung und dann vorbei am Paschinger Schlössl zur Franziskuspforte – Kopferl wieder heben: ist das nun das „Letze Abendmahl“ von Leonardo da Vinci, vom Leonhard aus Vinci? Ich weiß es (noch) nicht und gehe weiter.

Ja so was! So viel Müll aus einem Geschäft?

Ja so was! So viel Müll aus einem Geschäft?

Der Bürgermeisterturm der Festung Hohensalzburg

Der Bürgermeisterturm der Festung Hohensalzburg

Linzer Gasse oder Linzergasse

Kaum in die Linzer Gasse (die richtige Schreibweise) eingebogen, komma beim Comma vorbei. Ein Schelm, der nun denkt, die Ware sei so schlecht, dass man sie gleich wegwürfe – aber wozu in aller Welt dann gleich FÜNF Mülltonnen vor dem Geschäft?

Bevor ich für heute Schluss mache, noch schnell ein Blick zwischen den Kirchtürmen der Altstadt zum Bürgermeisterturm auf der Festung Hohensalzburg. Er wurde unter der Regentschaft des Fürsterzbischofs Matthäus Lang von Wellenburg 1524 erbaut. Und zwar, um die „Bürger zu meistern“: es war die Zeit der Aufstände in Salzburg gegen den Erzbischof. Also ließ er diesen Turm errichten und die Geschütze in diesem Turm zielten – auf die Altstadt, eben um die Bürger zu meistern. Haben Sie es gewusst?

Wie weit ist es nach…?

Der Himmel auf dem Makartsteg ist nicht voller Geigen, sondern voller Schlösser. Ist weder Barock, noch Tradition, aber wem es gefällt, der hat wahrscheinlich seine Freude daran. Eine junge Frau hat gerade alle Schlösser durchgeschaut. Ob sie ihres sucht? Na egal, bei der Anlegestelle der Salzachschifffahrt kann der Salzburg-Besucher sehen, wie weit es zu seinem Reiseziel im nächsten Jahr ist: London 1032 km, Barcelona 1117 km – Neumarkt am Wallersee steht net drauf, das wären 26 km – dorthin übersiedelt nämlich Ihr Regionaut in ein paar Monaten und wird dann über die Herren von Thann und das Wirtshaus vom Keaberg, „Kienberg“, berichten!

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