„…Kellner der alten Schule, römisch mit traditioneller Küche, empfehlenswert, nicht teuer…“

San Clemente, Rom

Titelbild

Der MM-City-Rom-Führer, ein praxiserprobter Reiseführer – er begeisterte in einem Praxistest eine Reisegruppe durch Aktualität und Tipps.

Erstmals habe ich einen Reiseführer im „Massentest“ gehabt: für eine Reisegruppe, die ich als Reiseleiter nach Rom begleitete, hatte ich diesen Reiseführer besorgt und einen Monat vor der Reise ausgeteilt. Nach vier Tagen Rom mit diesem Reiseführer war die einhellige Meinung der rund 60 Personen, dass dieser Reiseführer sehr praktisch mit vielen hilfreichen Tipps und aktuell ist.

Ideal für einen Kurzurlaub in Rom

Im Detail: Im Vorfeld hatte ich mir einen zweiten Rom-Reiseführer eines anderen renommierten Verlages besorgt und beide miteinander verglichen. War der andere stärker im geschichtlichen Bereich, so zeigt der Michael-Müller-Führer seine Stärken für jene Rom-Reisenden, die einerseits Wissenswertes über Gebäude, Plätze und Straßen erfahren möchten, andererseits aufgrund der Kürze ihres Aufenthalts auch praktische Tipps und Vorschläge für Rundgänge suchen.

Der Führer bietet zunächst 90 Seiten Wissenswertes von A bis Z. Beispielsweise den Tipp, dass man das Wasser von allen Trinkwasserbrunnen in Rom bedenkenlos trinken kann (haben wir ausprobiert). Dann folgen auf gut 200 Seiten zehn Rundgänge innerhalb der Stadtmauern und ein Vorschlag für Besichtigungen außerhalb dieser. Jeder Rundgang enthält einen sehr guten Detailplan, auf dem nicht nur die Sehenswürdigkeiten eingetragen sind, sondern auch Cafés, Bars, Enoteche sowie Restaurants. Die Hinweise bezüglich Restaurants sind zutreffend, wie ich an Hand des Rundgangs Nr. 2 im Bereich des Colosseum selbst festgestellt hatte: Becht schreibt bei der Hostaria Cannavota „…Kellner der alten Schule, römisch mit traditioneller Küche, empfehlenswert, nicht teuer…“ – ich war zwei Mal dort essen, weil das alles so zutrifft und ich mich recht wohl gefühlt habe. Sehr empfehlenswert ist auch der Rundgang Nr. 3 – Largo Argentina, jüdisches Viertel und Campo de’Fiori, weil er durch ganz typische Altstadtgassen führt, die beschaulich und eher ruhig das authentische Rom zeigen.

Bei den durchaus ausreichenden Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten gibt Becht auch Hinweise auf Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Neben allen bekannten Sehenswürdigkeiten vergisst Becht aber nicht, auch auf die Kleinode Roms einzugehen wie beispielsweise auf San Clemente, eine der wohl ältesten und interessantesten Kirchen Roms, die aus einer Ober-, einer Unterkirche und einem römischen Haus besteht. Der herausnehmbare Stadtplan ist tadellos und hat auch alle, die wenigen, öffentlichen WC-Anlagen eingezeichnet. Ein wichtiges Detail für einen Rom-Besuch.

Ich behaupte nicht, dass es nicht auch andere gute Rom-Führer gibt, aber dieser Führer hat ja nicht nur mich, sondern auch die Teilnehmer meiner Reisegruppe begeistert und daher finde ich ihn ausgezeichnet.

Information

Sabine Becht
6. Auflage 2012 erschienen im Verlag Michael Müller
ISBN 978-3-89953-717-8

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