Von grünen Stiefeln, hübschen Dirndln und Rupertikirtag-Treiben

Die Dirndl-Kandidatinnen

Die Dirndl-Kandidatinnen

Österreich/Salzburg/Rupertikirtag 24. September 2013: Gott hab‘ ihn selig unseren heiligen Landespatron, den Rupert von Worms. Als er lebte, das war so um 700 n. Chr., gab es weder Rupertikirtag noch Dirndl-Kleider. Erst 1331 hält eine Nonnberger Urkunde die alljährliche Festlichkeit am 24. September in Salzburg als Dult fest. Und das Dirndlgewand im Salzburg-bayerischen Raum ist noch viel später entstanden. Folglich gab es zu Lebzeiten des Rupertus auch keine Wahl des schönsten Dirndls im Dirndl. Aber genau das gab es dieses Jahr wieder am Rupertitag, bei der auch ein Buch über Dirndln – „Alles Dirndl“ – vorgestellt wurde.

Alle Bilder ⇒ auf meiner Bilderplattform.

Über Geschmack lässt sich streiten, die Hübscheste hat aber Gott-sei-Dank gewonnen
Die G’schicht geschah am Domplatz, der am Nachmittag des 24. September 2013 in wunderbares, herbstliches Sonnenlicht getaucht wurde. Ja fast kitschig war das Licht und ebenso kitschig viele Dirndln (die Kleidung ist hier gemeint), die da am Rupertikirtag herumliefen. Zumindest ein solches hatte sich auch unter jene zehn Teilnehmerinnen verirrt, die bei der Wahl des schönsten Dirndls im Dirndl mitmachten. Wie merkte doch eine Besucherin beim Auftreten jenes Dirndls an: Stiefel und Handtasche sind wirklich im selben Farbton (einem grellen Grün).

Der Jurorentisch

Der Jurorentisch

Vier Jurorinnen – Dr. Barbara Brunner (Dr Barbara Brunner Öffentlichkeitsarbeit, Anif), Mag.a Inga Horny (Altstadt Salzburg Marketing GmbH) sowie die beiden Buchautorinnen Susanne Trettenbrein und Daniela Müller als auch ein männlicher Juror, Bernhard Steiner vom Trachtenstadl Salzburg, durften dann von einem bis fünf Punkte vergeben. Die zehn Kandidatinnen kamen einzeln auf die Bühne, drehten und bewegten sich, zeigten ihre farbenintensiven Dirndln, ihre schlichten Dirndln und ihre grellen Accessoires. Es gab dann sechs fünfte Plätze und dann wurde es für die zu Recht verbliebenen vier jungen Damen spannend. Und als die Siegerin verkündigt wurde, gab es im Publikum einen lauten Schrei, war es doch ihre Enkelin, die da gewonnen hatte, so die Omi. Die 17-jährige Gymnasiastin Sarah Pernerstetter aus Seeham hatte die Jury mit ihrem Dirndl überzeugt. Aber ich denke, es war nicht nur das Dirndl, das eigentlich schlicht und einfach war, wie Jurorin Dr. Brunner bemerkte. Es war wohl vielmehr die fröhlich-beschwingte, unbekümmerte Art, mit der Sarah Pernerstetter auf der Bühne dem Publikum entgegen strahlte. Die Ausstrahlung machte die diesjährige Siegerin, nicht die Raffinesse des Gewandes!

“Alles Dirndl“
Für alle gab es das neue Buch „Alles Dirndl“, dessen eigentliche Vorstellung im Trubel des Rupertikirtags und der Dirndl-Wahl etwas unterging. Daher sei es hier erwähnt, das Buch von Susanne Trettenbrein und Daniela Müller, das im Salzburger Anton Pustet Verlag erschienen ist. Wenn Sie mich jetzt fragen, was da drinnen steht oder zu sehen ist, muss ich Sie enttäuschen! Ich habe noch keines und so müssen Sie sich entweder bis zu meiner Rezension gedulden oder, einfacher und schneller, sich selbst eines besorgen.

Die 17-jährige Gymnasiastin Sarah Pernerstetter aus Seeham wurde Siegerin

Die 17-jährige Gymnasiastin Sarah Pernerstetter aus Seeham wurde Siegerin

Lebkuchenherzl, Bierkrüge, Ringelspiel und Handwerk
Domplatz, Kapitelplatz, Residenzplatz und Mozartplatz waren der Unterhaltung und wohl auch manchem Besäufnis gewidmet, am Alten Markt zeigten Handwerker ihr Können. Steinmetze, Trachtenstuben, Papierschöpfer und andere Handwerke präsentierten sich dem Publikum. Wer nun noch immer nicht genug gesehen hatte, der konnte sich noch die Salzach-Galerien ansehen, jenen Kunsthandwerksmarkt, der zwischen Makart- und Müllnersteg an etlichen Sommertagen zu erleben ist.

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