Mandela – der lange Weg zur Freiheit: von einer Vorpremiere in Salzburg

Mandela – der lange Weg zur Freiheit

homepage des Filmes

Der Wiener Afrika-Reisen-Spezialist Jedek Reisen, der in der Salzburger Schrannengasse eine Filiale hat, lud in Salzburg am 28. Jänner 2014 zur Vorpremiere des Films „Mandela – der lange Weg zur Freiheit“ ein. Ein Film, der begeistert und nachdenklich macht. Ein Bericht von mir mit Film-Trailer.

Nelson Rolihlahla Mandela, der „Unruhestifter“
In diesem Film, der auf der gleichnamigen Autobiografie von Nelson Mandela (* 1918, † 2013) basiert, faszinieren Idris Elba (Nelson Mandela) und vor allem Naomie Harris (Winnie Mandela) durch ihre schauspielerische Ausdruckskraft.

Der Film zeigt da Leben von Nelson Mandela, der von seinem Vater den Namen „Rolihlahla“ bekam, was wörtlich „am Ast eines Baumes ziehen“ bedeutet – gemeint ist damit ein „Unruhestifter“. Die unmenschliche Apartheit-Politik Südafrikas in den 1940er Jahren lässt ihn dem ANC beitreten und in den 1960er Jahren aus dem Untergrund Terroranschläge gegen die Weißen organisieren. Weshalb er nach seiner Festnahme 1963 nicht zum Tode verurteilt wurde, unter welchen brutalen Umständen er dann 27 Jahre als politischer Gefangener auf Robben Island sein Leben verbringen musste, wie Nelson Mandela sich zum Frieden-Suchenden entwickelte und wie seine Frau Winnie immer mehr Hass und Gewalt als Mittel zur Befreiung ihres Volkes wählte sind beeindruckende Teile dieses rund 150 Minuten langen Films.

Dramatische Szenen, die das rücksichtslose Vorgehen der Weißen in den Townships zeigt, aber auch die Gewalt, die später innerhalb der schwarzen Bevölkerung zu Massakern führt, werden ebenso gezeigt, wie menschlich berührende Momente von Nelson Mandela.

Keine Schönfärbelei, sondern ein bemerkenswerter Film
Der Film urteilt nicht über Gut und Böse oder Täter und Opfer. Er zeigt die Entwicklung und Reifung eines später wohl weisen Nelson Mandela, dem es gelingt, die über 100 Jahre dauernden Ungerechtigkeiten in Südafrika weitgehend zu beenden. Er ist keineswegs ein verherrlichendes Dokument, das die Terroristentätigkeit Nelson Mandelas vergessen ließ, aber es ist auch keine sentimental-kitschige Darstellung eines Friedensnobelpreisträgers. Er zeigt die vielen Facetten des langen Wegs der schwarzen und farbigen Bevölkerung in ihre Freiheit, zur Anerkennung als gleichwertige Menschen neben den Weißen. Und er macht nachdenklich. Wie konnte es geschehen, dass so lange eine kleine Schicht von Weißen mehr als 30 Millionen Schwarze als Mindermenschen betrachten und behandeln konnte? Welche geheimnisvolle Strahlkraft besaß dieser Nelson Mandela, um über 27 Jahre Gefängniszeit von Menschenmassen draußen als Retter der Nation wach gehalten zu werden und letztlich Millionen von Menschen zu vereinen?

Ein bemerkenswerter Film und eine bemerkenswerte Aktion der Salzburger Filiale von Jedek Reisen.

Der Film läuft ab 31. Jänner 2014 in österreichischen Kinos. Alles über den Film auf der Homepage des Films .

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