Das war der Winter an der Großglockner Hochalpenstraße – am 7. April 2014 beginnt die Schneeräumung der Straße

Großglockner Hochalpenstraße

Start der Schneeräumung 2014 bei Heiligenblut (Bild GROHAG)

Im Oktober 2013 nahm der Mitarbeiter der Großglockner Hochalpenstraßen AG, Bernhard Grässl, ausgiebig Abschied von seinen geliebten Murmeltieren. Kaum hatte er etwas Essbares in Hand, kamen sie aus ihren Erdbauten und verabschiedeten sich in einen langen Winter.

Bei dem jährlichen Kontrollflug mit einem Hubschrauber Ende März vor Beginn der Schneeräumung der Großglockner Hochalpenstraße musste man überraschend feststellen, dass es ein sehr schneereicher Winter war. Zumindest an der Südseite der Straße in Kärnten und zumindest in den Regionen über 2 000 m ü. A.

Zwischen der Verabschiedung von den Murmeltieren und dem Kontrollflug gab es Schneestürme, aber auch herrliche Sonnentage. Bernhard Grässl hat diese stille Zeit in den Hohen Tauern im Bild festgehalten und sie freundlicherweise für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt.

Sie zeigen u. a. die gesperrte Straße, den Hochtortunnel im Inneren mit Eiszapfen (Aufnahme vom Frühjahr 2013) und von außen. Die Tunnels entlang der hochalpinen Panoramastraße müssen im Winter mit Holztoren verschlossen werden, da sie sonst mit Schneeverfrachtungen komplett gefüllt würden.

Wie funktioniert die Schneeräumung

Großglockner Hochalpenstraße

zwischen Alpenhotel Wallackhaus und Hochtor auf Kärntner Seite: die Spuren markieren den Verlauf der Großglockner Hochalpenstraße (Bild Bernhard Gräßl)

Sechs Meter lange Schneestangen werden im Herbst entlang der Straße gesetzt, damit die Schneeräummannschaften im Frühjahr wieder die Straße finden. Doch an manchen Stellen konnte man diese beim Kontrollflug Ende März 2014 nicht mehr sehen, so hoch liegt heuer noch der Schnee. Unterstützt werden die Räummannschaften bei der Findung der genauen Straßentrasse übrigens noch von einem Vermessungstrupp. Denn die tonnenschweren, über 60 Jahre alten, Wallack-Rotationsschneepflüge fräsen sich Schicht für Schicht Zentimetergenau durch die Schneehöhen. Die Räumgeschwindigkeit beträgt dabei bei Altschnee bei 1,20 m Räumhöhe einen Kilometer pro Stunden, bei 60 cm Räumhöhe immerhin schon drei Kilometer pro Stunde und bei Neuschnee 4-8 km/h (gut 60 Kilometer müssen geräumt werden). Eine Wallack-Maschine hat eine Räumbreite von 2,40 m, wobei Wurfweiten von bis zu 50 m bei einer Wurfhöhe bis zu 25 m erreicht werden. Bei einem Dieselverbrauch von 22 Litern pro Stunde reichen die beiden Tanks mit je 200 Liter allerdings doch für einige Zeit.

Schneeräumung 2014

Großglockner Hochalpenstraße

die berühmt-berüchtigte Bärenschlucht-Lawine an der Nordseite der Großglockner Hochalpenstraße unterhalb von Ferleiten

An der Südrampe der Panoramastraße haben die Räumarbeiten bereits am 1. April 2014 begonnen, da dort auch eine Brückensanierung vor der Freigabe der Straße Ende April, Anfang Mai erfolgen muss. Am Montag, den 7. April 2014, geht es dann richtig los, auch an der Nordseite im Pinzgauer Fuscher Tal. Dort wartet die (fast) alljährliche erste Herausforderung an die Räummannschaften bereits wenigen Meter nach Beginn: die berüchtigte Bärenschlucht-Lawinen aus Schlamm, Geröll und Schnee muss von der Straße gebracht werden.

Das Salzburgwiki wird nun täglich von den Fortschritten der Räumung berichten. Bleiben Sie dran und erleben Sie, wie eine der imposantesten Panoramastraßen der Welt für die Verkehrsfreigabe von Schnee befreit wird.

Hier der Link zum Salzburgwiki-Beitrag über die Schneeräumung 2014.

Alle Bilder siehe meine Reportage in den österreichischen Bezirksblättern online

Murmeltiere Großglockner Hochalpenstraße

Bernhard Gräßl nimmt im Oktober 2013 Abschied von den Murmeltieren im Glocknergebiet (Bild Bernhard Gräßl)

Großglockner Hochalpenstraße

Erkundungsflug Ende März 2014: im Bild die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (Bild: Großglockner Hochalpenstraßen AG [GROHAG])

Großglockner Hochalpenstraße Hochtor

man erkennt die Holzeinhausung des Hochtortunnels (Südportal) (Bild Bernhard Gräßl)

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