Das beste Bier? Wenn ich nach dem Bier sag‘, ich will noch eins – das Brauereifest im Gusswerk

Brauereifest Gusswerk Hof bei Salzburg

Brauerin Martina Gastager und Braumeister DI Reinhold Barta

Österreich, Land Salzburg, Hof bei Salzburg | Gusswerk, das klingt so nach Eisen und tatsächlich hängt im Gusswerk noch eine alte Glocke, gegossen in der Glockengießerei Oberascher in jenem Gusswerk im Salzburger Stadtteil Kasern. Aber das Brauereifest, von dem hier die Rede ist, fand am 30. und 31. August 2014 im neuen Brauhaus Gusswerk in Hof bei Salzburg statt, in dem Bio-Biere nach den umfassenden biodynamischen Demeter-Richtlinien gebraut werden. Und dort hängt auch die erwähnte alte Glocke.

Noch etwas Altes erwartet den Besucher im neuen Gusswerk in Hof bei Salzburg. Der Bräuerstern, auch Zoig(e)lstern genannt, hängt als Firmen- und Zunftzeichen über dem Eingang. Dieses wohl aus dem Mittelalter stammende Zunftzeichen stellt jene sechs Elemente dar, aus denen Bier entsteht: die Naturelemente Feuer, Wasser und Luft und die Zutaten Wasser, Malz und Hopfen – Hefe als Brauzusatz gab es damals noch nicht. Wo ein Zoiglstern hängt, wird Bier ausgeschenkt wird (ähnlich der Kennzeichnung „ausg’steckt is‘“ bei Buschenschanken).

Frühschoppen mit Prangerstutzenschützen
Nachdem bereits am Samstag ein Programm von Brauereiführung über Schau-Brauen, Ponyreiten und abends die „Moohill 42“ für gute Stimmung sorgte, lockte am Sonntagvormittag auch der Frühschoppen zahlreiche Freunde des Bieres und des Braumeisters, DI Reinhold Barta, nach Hof bei Salzburg. Die Prangerstutzenschützen Hof bei Salzburg schossen den Frühschoppen unüberhörbar ein, während die Trachtenmusikkapelle Hof bei Salzburg anschließend die Gäste musikalisch unterhielt. Kaffeeröster, Hanf-Spezialisten und andere Genuss-Experten luden zum Verkosten ihrer Produkte ein.

Von der Handwerksbrauerei, dem besten Bier und dem schlimmsten Biererlebnis
Die Brauerei Gusswerk im Telegrammstil: Aktuell werden 14, bald 15 Bio-Biere und ein Edelbierbrand hergestellt, 19 Auszeichnungen seit 2007 hat die Bio-Brauerei bekommen und hat einen jährlichen Bierausstoß von rund 2.500 Hektoliter. „Das sind etwa 0,25 Promille des gesamten österreichischen Jahresbierausstoßes und mein Ziel sind 0,5 Promille“ meinte der Bio-Bierbrauer Barta. Ja, er möchte klein bleiben, weiterhin nur kleine Händler beliefern und Bio-Bier für seine Stammkunden brauen. Barta wandelt auf dem Boden der guten Handwerksbrauerei, wie es ihm in Österreich noch weitere acht Brauereien gleichtun. Wachstum ist nicht seins, aber Bio-Biere mit sorgfältig ausgesuchten Zutaten und einem jahrelangen Braumeisterwissen will Barta auch in Zukunft brauen.

Die Geschichte vom „Krinnawible“, einer Vorarlberger Sagengestalt, die bald im Gusswerk zu einem Whiskybier mit über Torf geräucherten Bio-Malz aus Schottland mit 14,5 % vol Alkohol wird, hatte Barta ebenso erzählt wie die Geschichte, weshalb er von Kasern nach Hof bei Salzburg zog. Aber weil ihn die Umzugsgeschichte immer noch ärgert und die Krinnawible-Geschichte eine eigene Geschichte wäre, gehen wir lieber zwei Fragen nach. Auf die Frage, ob er ein Lieblingsbier habe, meinte Barta: „Wenn ich nach dem Bier sag‘, ich will noch eins“. Aha, und was wohl sein schlimmstes Biererlebnis gewesen sei? Da schmunzelte der Bio-Bierbrauer und sagte: „Kein Bier zu haben!“

Mehr über das Brauhaus Gusswerk

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