Zur Ruhe kommen am neuen Marien-Wanderweg durch Oberösterreich nach Bayern

Marien-Wanderweg Oberösterreich Bayern Maria Schmolln

Maria Schmolln mit Blickrichtung nach Bayern (Foto: Foto Andreas Mühlleitner / Seelentium)

Bayern | Österreich | Innviertel | Seelentium | Weder der rund 2.500 Kilometer entfernt begraben liegende hl. Jakobus musste mit seinem Namen herhalten noch wäre der Salzburger Landesheilige Rupert von Worms einen Weg irgendwo gewandert, der nun seinen Namen bekommen sollte. Es wurde ein Wanderweg von 130 Kilometer Länge eröffnet, der seinen Namen nach einer Heiligen hat, die auch tatsächlich entlang des Weges immer wieder anzutreffen ist: der Marien-Wanderweg.

Am Samstag, den 4. Oktober 2014, wurde der Marien-Wanderweg offiziell eröffnet und im Rahmen von Pressekonferenzen an verschiedenen Orten des Weges der Öffentlichkeit präsentiert. Eine Vorstellung fand im oberösterreichischen Kirchberg bei Mattighofen im Innviertel im Hildegard Naturhaus statt, wo an diesem Tag auch die Segnung einer Mariengrotte gefeiert wurde.

Marien-Wanderweg Oberösterreich Bayern

der Marien-Wanderweg im Detail

Erholsames Wandern für Augen und Seele
Sieben Etappen verbinden St. Marienkirchen am Hausruck im österreichischen Oberösterreich mit dem bedeutendsten Marienwallfahrtsort in Deutschland, mit Altötting in Bayern. Dazwischen liegen neun Wallfahrts- bzw. Marienkirchen sowie eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Europas, der Hausruck und der Kobernaußerwald, die Ferien- und Wohlfühlregion Seelentium mit dem Geburtsort des „Stille-Nacht“-Komponisten Franz Xaver Gruber sowie Burghausen mit ihrer tausend Meter langen Burganlage.

Der Marien-Wanderweg führt den Wanderer durch ausgedehnte Wälder in Höhen bis etwa 770 m ü. A., hinab auf den Grund eines der Urmeeres auf 425 m ü. A. im Ibmer Moor und beim Eggelsberger Gletscherrandweg und zu Marienkräutern im Klostergarten von Maria Schmolln sowie im Kräutergarten des Hildegard-Gesundheitshauses in Kirchberg bei Mattighofen.

Pressekonferenz Eröffnung Marien-Wanderweg Bayern Oberösterreich

Bildmitte Maria Wimmer, die Initiatorin des Marien-Wanderwegs, links Brigitte Dieplinger (Inn Salzach Euregio) und rechts Wolfgang Reindl (Agentur ReiWo – Seelentium)

Maria Wimmer, die Mutter des Weges
Einige Wanderungen von ihrem Heimatort Gundertshausen nach Gstaig haben die 62jährige Maria Wimmer im Winter 2013/14 zum Marien-Wanderweg inspiriert. „Das Bedürfnis vieler Menschen, auf Weitwanderwegen unterwegs zu sein, zu entschleunigen, zu sich selbst zu finden und die Natur bewusst zu erleben und zu genießen, nimmt kontinuierlich zu“, sagt die ausgebildete „Natur-, Landschafts- und Moorführerin“, die vor ihrer Pensionierung zuletzt als Geschäftsführerin der Wohlfühlregion Seelentium und als Regionalbetreuung der „Gesunden Gemeinden im Bezirk Braunau am Inn“ tätig war. Angesichts der einzigartigen Naturlandschaft der heimischen Region und der alten Marienkirchen sowie der Wallfahrtstradition in Oberösterreich (Oö.) und Bayern lag es für sie auf der Hand: „Man muss nicht den Jakobsweg in Spanien gehen, das kann man bei uns mindestens genauso intensiv und schön erleben!“

Ein halbes Jahr intensiver Vorplanung und Begehungen mit GPS-erfassten Routenpunkten investierte Maria Wimmer. Sie konzipierte den Marien-Wanderweg im Rahmen eines INTERREG Projekts, bei dem der Tourismusverein Seelentium als Träger und die Burghauser Touristik GmbH als Projektpartner auftreten. Auch die Tourismusverbände „s`Innviertel“ in Mattighofen (Oö.) und das Verkehrsamt Altötting beteiligten sich am Projekt. An die 200 Wegweiser beschildern nun den neuen Wanderweg. Es gibt Infotafeln für sieben Marienkirchen und zehn Tafeln über teilweise am Wegesrand wachsende Marienkräuter. Für letztere entstanden im Klostergarten in Maria Schmolln und im Hildegard- Heilkräutergarten in Kirchberg Marienkräuterbeete.

Marien-Wanderweg Lohnsburg am Kobernaußerwald

Blick auf Lohnsburg am Kobernaußerwald (Foto: Foto Andreas Mühlleitner / Seelentium)

Vom Hausruck bis Altötting
Auf der österreichischen Seite verläuft der Weg von St. Marienkirchen am Hausruck (523 m ü. A.) über den Höhenrücken des Hausruck- bzw. Kobernaußerwaldes (maximal 767 m ü. a.) vorbei an Maria Schmolln nach Mattighofen, weiter über Gstaig nach Eggelsberg und quer durch den Weilhartsforst nach Hochburg und Ach zur Salzach. Auf der bayerischen Seite führt er über Burghausen zur Wallfahrtskirche Marienberg und Raitenhaslach. Er findet seinen abschließenden Höhepunkt im international bekannten Wallfahrtsort Altötting. Seit 1489 erblüht in Altötting die Wallfahrt, die unzählige Pilger anzog, darunter viele Kurfürsten, Kaiser und Könige von Österreich und Bayern, nicht zuletzt auch bereits drei Päpste.

Marien-Wanderweg Burghausen

Blick vom Innviertel über die Salzach nach Bayern auf Burghausen (Foto: Foto Andreas Mühlleitner 7 Seelentium)

Die längste Etappe führt von Mattighofen nach Eggelsberg über ca. 22 Kilometer und man braucht etwa fünfeinhalb Stunden Gehzeit. Die kürzeste Etappe hat eine Streckenlänge von etwa neun Kilometern und man braucht etwas über zwei Stunden Gehzeit dafür.

Marien-Wanderweg Oberösterreich Bayern

Broschüren-Titelbild „Marien-Wanderweg“

Der Streckenverlauf wurde so gewählt, dass bereits bestehende Wanderwege eingebunden werden. So führt der Weg am Weitwanderweg (810 bzw. 1) von St. Marienkirchen am Hausruck bis nach Eggelsberg. Weitere eingebundene Wege sind der Eggelsberger Gletscherrandweg, der Römerweg, die Via Nova und der Wolfgangweg. Die Beschilderung erfolgte mit Hilfe des Österreichischen Alpenvereins ÖAV, den Gemeinden und einigen Helfern.

Verhungern und verdursten muss kein Wanderer
Matthias Schnaitl, Vorsitzender des Tourismusverbandes Seelentium, weiß über die Bedeutung des neuen Weitwanderweges für den lokalen Tourismus: „Die Grenzregion Innviertel – Oberbayern ist schon jetzt als kleines Paradies für sanften und nachhaltigen Tourismus bekannt. Der Marien-Wanderweg, der die schönsten landschaftlichen Ausblicke diesseits und jenseits der Salzach verbindet, wird ganz sicher wieder neue Gäste ansprechen, sowohl Wanderer als auch Pilger.“ Als Besitzer der Schnaitlbrauerei in Gundertshausen (Oö.), das am Marien-Wanderweg liegt, hat er die Verpflegungs- und Übernachtungssituation entlang des Weges genauer erhoben. Mindestens 60 solcher Stationen zählte er auf österreichischer Seite und ebenso viele dürften es wohl auch auf bayerischer Seite sein. Zwar ist auf bayerischer Seite die Weglänge deutlich kürzer, aber alleine Burghausen hat schon fast 30 gastronomische bzw. Beherbergungsbetriebe.

Information
Eine 36 Seiten umfassende Broschüre mit Karte wurde mit 10.000 Exemplaren aufgelegt. Man kann diese auch unter diesem Link herunterladen (2,8 MB)
Die sieben Etappen sind im Internet unter diesem Link beschrieben

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