Unser Urwald: Die letzten Wilden Wälder im Herzen Europas, ein Bildband

Unser Urwald Matthias Schickhofer

Titelbild Unser Urwald, es zeigt den Rest der einst ausgedehnten atlantischen Regenwälder in Irland (Fotograf Matthias Schickhofer)

Fichten-Geister im einem Urwald im Ticha-Tal in der Slowakei, Feenplatz am Urwaldfluss Welyka Uholka in der UNESCO-Weltnaturerbestätte „Buchenurwälder in den Karpaten“, Urwaldkreaturen in der Kampfzone des Zdrocle-Urwalds in Südslowenien oder Waldsaurier und ein Eingang zur Hölle im Bayerischen Wald: der Autor, Umweltschützer und Naturfotograf Matthias Schickhofer begeistert nicht nur durch seine sensationellen Aufnahmen in diesem Buch, sondern auch durch sein bewusstes oder unbewusstes Wissen von Waldgeister der Schamanen.

Ein faszinierender Bildband, der die Sehnsucht nach intakter Natur weckt

Seit Jahren faszinieren mich Bildbände des Christian Brandstätter Verlags in Wien. Dieses Buch über die letzten Urwälder und Urwaldreste in Mitteleuropa ist ein herausragender Bildband! Schickhofer blickt mit einem Makroobjektiv unter die Lamellenhaube eines Pilzes, fängt die Schönheit einer sich im Abendlicht schließenden Waldblume ebenso ein wie er einem Feuersalamander in die Augen blickt. Stimmungsvolle, ganz- oder doppelseitige Farbbilder auf angenehm mattem Papier und in ausgezeichneter Druckqualität wechseln mit halbseitigen Aufnahmen ab. Auch farblich scheinen die Bilder jeder Doppelseite aufeinander im Farbton abgestimmt zu sein. Licht und Schatten, Makroaufnahmen und Bilder mit Blicken über Wälder – von gut 210 Seiten sind „nur“ 57 Textseiten, die anderen sind mit eindrucksvollen Bildern gefüllt.

Aber auch der Text ist gut recherchiert und fundiert

In der Einleitung erfährt der Leser, dass nur mehr vier Promille der europäischen Wälder Urwälder sind und davon befinden sich 90 Prozent in den Karpaten. Mit der Beschreibung des Buchenwaldes beginnt Schickhofer und setzt mit den Urwaldresten und Naturwäldern im Alpenbogen fort. Zauberwald Rothwald im südlichen Niederösterreich, der Nationalpark Kalkalpen oder der Nationalpark Gesäuse sind dabei ebenso Themen wie die Salzburger Kalkhochalpen und die Hohen Tauern. Natürlich beschreibt er auch den Nationalpark Berchtesgaden, Urwälder in der Schweiz und Norditalien. Im nächsten Kapitel geht es um das „wilde Herz Mitteleuropas – die Waldwildnis der Karpaten“: Slowakei, Polen, Rumänien, Ungarn und die Ukraine. Die grüne Stille in Kroatien. Slowenien, Bosnien und Herzogwina sowie Italien folgen. Auch in Europas Norden stellt der Autor Urwälder vor. Soweit vorhanden, führt er auch Weblinks zu den Urwäldern an. Abschließend informiert er über „unsere Wälder brauchen Schutz“ und bietet zwölf Erlebnistipps für individuelle Urwalderlebnisse. Mit einem Quellenverzeichnis und Literaturtipps schließt dieses Buch. Im rückwärtigen Einband ist eine Übersichtskarte und ein Verzeichnis über alle 77 „Paradieswälder“ in diesem Buch.

Ich bin auch als Fotograf sehr beeindruckt vom fotografischen Auge des Autors. Es ist ein wunderbares Buch, das schon beim Durchblättern Sehnsucht nach intakter Natur weckt. Gott-sei-Dank lebe ich selbst noch in einer relativ intakten Natur, aber trotzdem schaue ich gerne immer wieder in diesen ausgesprochen schönen Bildband.

Pressemeldung
In der Pressemeldung vom Verlag schreibt Schickhofer:  … hier im Salzburgwiki habe ich diesen Text veröffentlicht

Information

Unser Urwald
Die letzten Wilden Wälder im Herzen Europas
Matthias Schickhofer
erschienen 2015 im Christian Brandstätter Verlag Wien
ISBN 978-3-85033-924-7

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