„Seeschlacht der Blumen“ in Villefranche-sur-Mer an der Côte d’Azur

Combat naval fleuri Villefranche-sur-Mer

Blick über den Hafen mit den geschmückten Booten und die Altstadt von Villefranche-sur-Mer (Bildquelle „Riviera Magazin“)

Frankreich | Côte d’Azur | Villefranche-sur-Mer | Am Sonntag, den 15. Februar 2016, wurde in Villefranche-sur-Mer in Südfrankreich die 113. Ausgabe seiner berühmten Blumen-Seeschlacht gefeiert, das „Combat naval fleuri“.

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„Pointu“, eine Barke, im Detail (Bildquelle „Riviera Magazin“) – Bild anklicken zum Vergrößern

Ein symbolischer Kampf auf dem Wasser

Eine Flotte von Booten der typischen Bauart für Südfrankreich, alle mit Blumen des Landes geschmückt, vor allem aus Villefranche-sur-Mer, aber auch von benachbarten Städten, versammelte sich im „Port de la Santé“, im „Hafen der Gesundheit“ und begeisterten die Menschenmenge am Ufer. Nachdem alle Boote am Ufer entlang vorbei paradiert waren, machten sie an den Kais fest und warfen ihre Blumen unter die Zuschauer.

Für das Schmücken einer „pointu“, einer Barke – 20 nahmen an der „Blumen-Seeschlacht“ 2016 teil – werden nicht weniger als 30 000 Nelken, 600 kg der Mimose, 900 Blumensträuße und 80 Kränze benötigt.

Ein bisschen Geschichte

– Bild anklicken zum Vergrößern, Bildquelle: Broenberr (Travail personnel) CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons

René Vauquelin, Präsident des Fremdenverkehrsamts von Villefranche-sur-Mer, hatte 1902 die Idee zu dieser Veranstaltung. Er wollte sie als Pendant zur Blumenschlacht im Carneval von Nizza etablieren. Die karikativ geplante Seeblumenschlacht wurde vom belgischen König Léopold II. unterstützt, der in Villefranche-sur-Mer eine Villa besaß. Später übernahmen der Präsident der französischen Republik, der Marineminister und der Prinz von Monaco die Schirmherrschaft. Reiche Gäste der Stadt, die als einer der Überwinterungsorte an der südfranzösischen Küste beliebt war, spendeten die Preise. Unter ihnen war auch Gustav Eiffel. 1934 schickte der Staatspräsident eine Vase von Sèveres. Die „Manufacture royale de porcelaine de Sèvres“ ist eine der bedeutendsten europäischen Manufakturen zur Herstellung von Frittenporzellan. Die Manufaktur hat seit 1756 ihren Sitz in Sèvres nahe Paris.

Die Bezeichnung „Seeschlacht der Blumen“ leitet sich vom Verteilen der Blumen nach der Parade ab: die Zuschauer „kämpfen“ um Blumen, die die Fischer verteilen. Am Ende der Veranstaltung wird das Meer mit einem Teppich aus gelben und roten Blumen bedeckt.

Weitere Bilder

von der Veranstaltung 2016 auf der Seite von Riviera Magazin. Unter diesem Link weitere Bilder von Villefranche-sur-Mer von mir (Oktober 2012). Und hier ein Videolink:

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