Großglockner Hochalpenstraße hilft den Bienen

Blütenpracht auf der Glocknerwiese beim Gasthof Schöneck auf Kärntner Seite – Prok. Ing. Thomas Noel (Technischer Direktor Großglockner Hochalpenstraßen AG), Prof. Dr. Eberhard Stüber (Ehrenpräsident Naturschutzbund) und Mag.a Christine Pühringer (Projektleiterin Naturschutzbund), Bildquelle: Urheber Michael Vogl, Pressefoto Neumayr – Großglockner Hochalpenstraßen AG;

Österreich  | Salzburg | Kärnten | Hohe Tauern | Die Straßenränder der Großglockner Hochalpenstraße werden Teil der Naturschutzbund-Kampagne „Natur verbindet. Die Wiesen entlang der Großglockner Hochalpenstraße stehen derzeit Anfang Juli wieder in voller Blüte. Diese bunte Pracht ist der einfühlsamen Pflege der Straßenverwaltung (Großglockner Hochalpenstraßen AG, GROHAG) aufgrund intensiver ökologischer Beratung zu verdanken.

Nun bringt die GROHAG einen großen Teil ihrer Blumenwiesen in die Naturschutzbund-Kampagne „Natur verbindet„.  „Gerade die Blumenvielfalt im Hochgebirge ist äußerst empfindlich und braucht eine besondere Behandlung. Dass diese vorbildlich betreuten Straßenränder nun in die Blühflächen-Kampagne des Naturschutzbundes eingebracht werden, freut mich ganz besonders!“, sagt der Ehrenpräsident des Naturschutzbundes,  Prof. Eberhard Stüber.

Geschätzte 60 000 Orchideen verwandeln die Berghänge an der Großglockner Hochalpenstraße jedes Jahr in einen flammenden Blütenteppich. Viele weitere Alpenblumen ergänzen dieses Bild und sorgen dafür, dass der Besuch zu einem beeindruckenden Naturerlebnis wird.
Die besondere Vielfalt entsteht einerseits durch die verschiedenen Lebensräume auf der Nord- und Südseite des Berges vom Tal bis zum höchsten Punkt der Straße bei der Edelweißspitze. Andererseits ist sie auch dem Bemühen der Straßenverwaltung zu verdanken, die Pflanzenwelt der Umgebung auch auf den Straßenböschungen einzubinden und zu erhalten. Dank ökologischer Beratung wird zunächst nur dort gemäht, wo dies zur Erhaltung der Artenvielfalt notwendig ist. Der Mähtermin wird je nach Höhenlage, Berg- und Talseite, Nord- und Südseite an die Vegetationsentwicklung angepasst. Zusätzlich bemüht man sich die geradlinigen Mähstreifen zu vermeiden, fallweise auch mit der Sense nachzuhelfen.

Hans Kutil (Vorstand Salzburger Naturschutzbund), Mag.a Christine Pühringer (Projektleiterin Naturschutzbund) und Dr. Johannes Hörl (Vorstandsdirektor Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Diese engagierte Pflege ist ein Vorbild für andere Hochgebirgsregionen

Deshalb bringt die GROHAG nun 5 500 m² dieser Straßenränder in die Blühflächenkampagne „Natur verbindet“ des Naturschutzbundes ein. „Wir wollen damit zeigen, dass es auch im Hochgebirge möglich ist, Straßenränder naturnah zu pflegen. Wenn wir über ‚Natur verbindet‘ auch andere dazu motivieren, unserem Beispiel zu folgen, dann hat unser Engagement doppelten Wert“, freut sich GROHAG-Vorstand Dr. Johannes Hörl.

Ziel von „Natur verbindet“ ist es, mehr bunte Blumenwiesen und mehr blütenreiche Acker- und Straßenränder – kurz: Mehr Natur in der Kulturlandschaft zu erreichen. Unter dem Motto „Jeder Quadratmeter zählt!“ sind alle Grundbesitzer eingeladen, ihre bunten Naturflächen in ein ständig wachsendes Blühflächen-Netzwerk einzubringen. Auf der Online-Plattform www.naturverbindet.at kann man seine Blühflächen eintragen. Dort gibt es aber auch viele Infos rund um die Bedeutung von bunten Blumenwiesen, Praxistipps zum Anlegen und Pflegen der Flächen sowie Kontakte für Beratung, Saatgutbezug und Förderungen. Besonders schöne Blühflächen werden im Herbst von Umweltminister Rupprechter ausgezeichnet. Bisher wurden bereits mehr als 46 Mio. Quadratmeter Blühflächen in das „Natur verbindet“-Netz eingebracht.

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