Am höchsten befahrbaren Punkt der Straße

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Edelweißhütte Edelweißspitze

Panoramablick über die Bergwelt der Glocknergruppe von der Edelweißspitze aus am frühen Morgen – übernachtet hatte ich in der Edelweißhütte (rechts)

Edelweißstraße

Das Kopfsteinpflaster der Edelweißstraße (Bild Bernd Graessl, GROHAG)

Ein paar Kehren und gut 150 Meter höher ist das Dr. Franz Rehrl-Haus (2 405 m ü. A., Restaurant Fuschertörl) mit einem großen Parkplatz und bei schönem Wetter mit herrlicher Aussicht hinunter ins Ferleitental, zum Großen Wiesbachhorn und auf der anderen Seite ins Seidlwinkeltal und zum Hochtor, der Grenze zwischen dem Bundesland Salzburg und Kärnten.

Den höchsten befahrbaren Punkt der hochalpinen Panoramastraße, die Edelweißspitze (2 571 m ü. A.) erreichen wir vom Rehrl-Haus entweder über die noch original mit Stöckelstein gepflasterte Edelweißstraße oder zu Fuß in etwa 30 Minuten und weitere 150 Höhenmetern auf dem Edelweißgrat. Oben auf der Edelweißspitze werden wir dann mit einem herrlichen 360°-Blick über die Hohen Tauern belohnt, klares Wetter natürlich vorausgesetzt. Nur wenige Meter unterhalb der Spitze kann man sich in der Edelweißhütte stärken (und auch übernachten), bevor wir unsere Hochgebirgsreise fortsetzen.

Edelweißspitze

Die Edelweißspitze (© Oberleitner, Bildquelle: Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Wanderer haben von der Kehre 6 der Edelweißstraße aus die Möglichkeit, den Höhenweg zum Baumgartlkopf (2 623 m ü. A.) zu gehen. Es ist eine abenteuerliche Gratwanderung durch eine bizarre Hochgebirgslandschaft.

Großglockner Hochalpenstraße Fuscher Lacke

Blick auf die Fuscher Lacke: ganz unten die Römerhütte, dann das Wegmacherhaus und der Gasthof Fuscherlacke (Mankeiwirt) und im Bildhintergrund verschwindet die Straße im Mittertörltunnel (Bild Albin Niederstrasser, Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Vom Rehrl-Haus steigt die Straße nochmals kurz an, führt vorbei am Gedenkzeichen an die während des Baues der Straße umgekommenen, um den Törlkopf herum durch das eigentliche Fuscher Törl (2 428 m ü. A.). Von hier führt die Straße wieder abwärts zur Informationsstation über Greifvögel und zur Fuscher Lacke (2 260 m ü. A.).

Ein Spaziergang um diesen kleinen Hochgebirgssee ist besonders im August ein buntes Erlebnis, wenn die Bergwiesen in voller Blüte stehen. Und wenn Sie dabei Pfiffe hören ist es ein Murmeltier. Murmeltiere verständigen sich untereinander durch im Kehlkopf erzeugte Schreie, die vom Menschen als Pfeiftöne wahrgenommen. Auch warnen sie damit vor Gefahren. Mitunter trifft man am Straßenrand auf diese freundlichen Tiere. Oder beim Mankeiwirt, wie ich gleich erklären werde.

Beim Parkplatz an der Fuscher Lacke befindet sich ein ehemaliges Straßenwärterhaus, in dem die Baugeschichte der Straße dargestellt wird. Sogar ein originaler Einkaufsladen für die „Glocknerbaraber“, wie die Bauarbeiter an der Straße genannt wurden, ist zu sehen. Gleich gegenüber, im Gasthof Fuscherlacke, kann man bei den Wirtsleuten Helen und Herbert Haslinger einkehren. Herbert wird auch Mankeiwirt genannt, da er sich um verletzte oder unterernährte Murmeltiere („Mankei“) kümmert. Er zeigt den Besuchern auch gerne sein Murmeltier, das bei ihm lebt.

Gasthof Fuscherlacke Murmeltier

Herbert Haslinger, Mankeiwirt vom Gasthof Fuscherlacke, mit einem Murmeltier, im Hintergrund das Straßenwärterhaus und die Edelweißspitze

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