Der „leichteste“ Dreitausender

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Mittertörltunnel

Blick zum Mittertörltunnel, dahinter nicht sichtbar die Fuscher Lacke und dann ganz oben der Beginn der Edelweißstraße

Franz Friedrich Wallack (* 1887, † 1966), der Planer und Erbauer der Großglockner Hochalpenstraße, hatte sich sehr genau die Streckenführung der Straße überlegt: möglichst eindrucksvoll und vielfältig sollten die Landschaftseindrücke für die Besucher sein. So führen also die nächsten Kilometer bis zum Hochtor durch eine Landschaft, die vom Dreitausendergipfel bis zum Blick ins Seidlwinkeltal alles bietet, vorbei an einer geologischen Station, der Wallfahrer-Gedenkstätte am Elendsboden und den Überresten des vermutlich mittelalterlichen Bergbaus, „Knappenstube“ genannt.

Glocknerwallfahrt

Wallfahrer der Glocknerwallfahrt beim Hochtor (Bild Servus-TV, GROHAG)

Vom Parkplatz bei der Knappenstube unmittelbar vor dem Hochtor können wir entweder auf den Schutthalden der Abhänge des Brennkogels mit etwas Glück interessante Mineralien finden (aber Vorsicht! Steinschlag!) oder eine kleine Wanderung auf die Abhänge nördlich des Tauernkopfes (2 628 m ü. A.) unternehmen. Gutes Schuhwerk vorausgesetzt, sind wir auf einem Pfad in weniger als einer halben Stunde auf einem Hochplateau. Von dort haben wir einen wunderbaren Blick zurück zur Fuscher Lacke und Edelweißspitze sowie ins Seidlwinkeltal hinunter. Im Sommer gibt es dort oben auch viele Pflanzen zu entdecken.

Das Hochtor (2 504 m ü. A.), ein etwa einhundert Meter langer Tunnel, bildet die Grenze der beiden Bundesländer Österreich und Kärnten. Auf Kärntner Seite bietet das Museum „Passheiligtum Hochtor“ einen interessanten Einblick in Funde aus der Römerzeit. Denn schon die Römer hatten das Hochtor als Alpenübergang genutzt.

Wer seinen ersten „Dreitausender“ besteigen will, hat vom Hochtor aus die Möglichkeit, den „leichtesten“ Dreitausender im Großglocknergebiet zu besteigen, den Brennkogel (3 018 m ü. A.). Aber auch für diese „nur“ 500 Höhenmeter sollten Sie eine hochalpine Ausrüstung mitführen, über Bergerfahrung verfügen und nur bei schönem Wetter diese rund fünfstündige Tour unternehmen (Gehzeit zum Gipfel gut zweieinhalb Stunden).

Blick von oberhalb des Hochtors ins Seidlwinkltal in Richtung Norden

In der Ausstellung „Passheiligtum Hochtor“: antike Schuhsohlen

Der Brennkogel (By magnuss CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons)

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