Wiener Parkgeschichten

Wiener Parkgeschichten – diese hier habe ich erlebt und findet sich nicht im Buch: Lipizzaner der Wiener Hofreitschule zu Besuch bei Mozart im Burggarten (2020).

27. Mai 2021 „Wiener Parkgeschichten. Von Gärtnern, Kaisern und Grünoasen.“ lautet der Titel eines Buches, das im April 2021 erschienen ist. Da ich öfter in Wien bin und gerne durch bekannte und weniger bekannte Parkanlagen streife, um zu fotografieren oder einfach die Atmosphäre zu genießen, war ich neugierig, ob dieses Buch mehr als nur ein paar Bilder bietet. Es bietet mehr.

Im Buch: 25 Wiener Parkanlagen

25 Wiener Parkanlagen werden vom Gartenkunstexperten Hlavac näher beschrieben. Hlavac zitiert eingangs des Buches den bengalischen Dichter und Philosophen Rabindranath Tagore (* 1861; † 1941): „Dumme rennen; Kluge warten; Weise gehen in den Garten.“ Wenn ich nach Wien komme, besuche ich gerne Parks. So war ich an einem sonnigen Frühlingstag vor einigen Jahren im Kurpark Oberlaa, der auch in diesem Buch beschrieben wird.

Jeder Park-Artikel beginnt jeweils mit der Geschichte und endet mit der heutigen Nutzung. Dabei erfährt der Leser allerlei Unterhaltsames und Interessanten: Von weidenden Kühen in der Parkanlage des Schlosses Belvedere, wo auch Tonnen von Gemüse angebaut wurde, von einem Park, in dem ehemals ein Flugzeughangar stand, der später als Hallenbad mit Schiebetüren verwendet wurde, von einem österreichischen Kaiser, der „nebenberuflich Gärtner“ im Burggarten war, in welchen Parks sich der „Schmierfink“ Joseph Kyselak verewigte, von Klein-Venedig im Prater, dass im Donaupark der Donauturm für die Gartenschau „WIG 1964“ errichtet wurde, aber nicht rechtzeitig fertig wurde und viele andere Details. Überhaupt ist das Lesen der Park-Geschichten auch ein Gang durch die Wiener Geschichte. So erfährt der Leser beispielsweise, wie Maria Theresia in den Besitz des Schlosses Hof im Marchfeld kam.

Wertheimsteinpark und Rothschildpark in Döbling, Schloss Laudon und Umgebung in Penzing oder ein „verschwenderischer Schlosspark“ in Pötzleinsdorf sind Beispiele für vielleicht weniger bekannte Parks. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis und ein ebenfalls langes Namensregister ergänzen dieses mit 240 Seiten und vielen Bildern, teilweise historischen Aufnahmen, abwechslungsreiche Buch. Ich kann mir vorstellen, dass sogar für Wiener noch Neues in diesem Buch zu lesen ist.

Im Kurpark Oberlaa.

Ein paar Kapitelüberschriften:

… Ist es eine Wiese? Adalbert Stifter und der Prater.
… Von Diogenes zum Film: ein verstecktes Kleinod (Dehnepark).
… Milch trinken im bürgerlichen Park (Türkenschanzpark).
… Einmal Liechtenstein und retour: Eine Oase in der Rossau.
… Ein Freimaurer und sein Garten in Kalksburg.

Buchdaten

Wiener Parkgeschichen
Von Gärtnern, Kaisern und Grünoasen
Christian Hlavac
ISBN-13: 978-3-99050-195-5
Erschienen im Verlag Amalthea in Wien
1. Auflage, mit zahlr. Abb., 240 Seiten

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