Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeisterschaft 2022 im Salzburger Pinzgau mit einem Weltrekord

Weltrekord anlässlich der 10. Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeisterschaft 2022. Im Bild die an diesem Weltrekord beteiligten Mannschaften auf dem Parkplatz Fuscher Törl I mit dem Fuscher Törl und den Dreitausender der Glocknergruppe im Hintergrund. Bildquelle GROHAG/Pressefoto Neumayr/Chris Hofer.

Salzburg | Bruck/Fusch an der Großglocknerstraße | 22. Juni 2022 | Vom 17. bis 19. Juni 2022 fand die 10. Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeisterschaft in den beiden Salzburger Gemeinde Bruck an der Großglocknerstraße und Fusch an der Großglocknerstraße statt. Anlässlich dieses zehnjährigen Jubiläums war am Samstagvormittag, den 18. Juni, ein Weltrekordversuch geplant: Es sollte eine Relaisleitung von der Kassenstelle Ferleiten bis auf die Edelweißspitze (1 435 Höhenmeter!) mit 40 Tragkraftspritzen und 460 B-Schläuche, also 9 200 m Schlauchleitung, gelegt werden. Der aktuelle Weltrekord wurde in Kärnten auf den Petzen (ca. 1 300 HM) gehalten.

Und so war der Weltrekordversuch am 18. Juni 2022 abgelaufen

Im Bild Fahrzeuge auf dem Parkplatz Fuscher Törl I, im Hintergrund die Edelweißspitze. Bildquelle GROHAG.

40 Feuerwehren aus ganz Österreich hatten gemeinsam eine wasserfördernde Schlauchleitung mit dem größten jemals erreichten Höhenunterschied errichtet. Und zwar indem von der Kassenstelle Ferleiten (1 136 m ü. A.) bis hinauf auf die Edelweißspitze (2 571 m ü. A.) – auf Österreichs höchsten, befahrbaren Berggipfel – eine durchgehende Schlauchleitung gelegt wurde. Dabei wurde mit der Schlauchleitung, die von der Saugstelle im Tal in Ferleiten entlang der Großglockner Hochalpenstraße und teilweise über das Gelände bis zum Endpunkt verlaufen ist, ein Höhenunterschied von 1 435 Höhenmetern überwunden. Nur 02:13 Stunden hatte es gedauert, bis nach dem Kommando „Wasser marsch!“ bei der Kassenstelle Ferleiten das Wasser auf der Edelweißspitze aus dem im Tal angeschlossenen Schlauch gesprudelt ist.

HBI Christian Plaickner (FF Bruck) und OBI Peter Oberhollenzer (FF Fusch) sind sich einig: „Dieser Weltrekord ist absolut einzigartig! Wir freuen uns, dass der Weltrekord geklappt hat, dass uns so viele Kolleginnen und Kollegen unterstützt haben und dass uns so viele Zuschauerinnen und Zuschauer entlang der Straße die Daumen gedrückt haben! Was aber das Allerwichtigste ist: Allein die Leistungsstärke und vor allem auch der Zusammenhalt der österreichischen Feuerwehren, die mit dieser Aktion eindrucksvoll gezeigt worden ist, sprechen für sich und unterstreichen die Wichtigkeit der Freiwilligen Feuerwehren Österreichs.“

Das Bild zeigt, wie das Wasser auf der Spitze des Aussichtssturmes auf der Edelweißspitze „zum Einsatz“ kommt. Bildquelle GROHAG/Pressefoto Neumayr/Chris Hofer.

Wettkampf der Feuerwehren: Österreichs härtester Kuppelcup

Neben dem aufsehenerregenden Weltrekord wurde am Samstag auch „Österreichs härtester Kuppelcup“ ausgetragen. Der für den Bewerb Verantwortliche VI Josef Fritzenwanker hatte sich ein ausgeklügeltes System überlegt, das für die Wettkampfgruppen eine echte Herausforderung war. Startberechtigt waren 16 Mannschaften. In den ersten beiden Runden kämpften die Mannschaften um die besten Zeiten, um mit den besten Acht aufzusteigen. Ab hier ging es nur noch im K.O. System weiter. Als Sieger aus Österreichs härtestem Kuppelcup ging schließlich die Betriebsfeuerwehr Steyr (OÖ.) mit einer Zeit von 18,20 Sekunden und Null Fehlerpunkten hervor! „Wir gratulieren den Sieger, aber auch allen anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern – dieser Bewerb war kein Zuckerschlacken!“, betont VI Josef Fritzenwanker die Härte der Herausforderung . Kein Wunder, fand der Bewerb doch in 2 571 Metern Seehöhe auf der Edelweißspitze statt.

Eine an der Veranstaltung teilnehmende Mannschaft. Bildquelle Bernhard Graessl.
Pumpe 40 bereits an der Edelweißstraße auf die Edelweißspitze. Bildquelle Bernhard Graessl.
Eine Schlauchkupplung vor der Kulisse der Berge von links: Die Hohe Dock, Gruberscharte, Vorderer Bratschenkopf und und Großes Wiesbachhorn, unten das Ferleitental. Bildquelle Bernhard Graessl.
Der Parkplatz auf der Edelweißspitze. Bildquelle Bernhard Graessl.

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