Chapeau! Eine Sozialgeschichte des bedeckten Kopfes

Titelbild des Begleitbuchs, das ich hier vorstelle (Bild Wien Museum - Christian Brandstätter Verlag)

Titelbild des Begleitbuchs, das ich hier vorstelle (Bild Wien Museum – Christian Brandstätter Verlag)

Wien | Wien Museum Karlsplatz |  Aus dem Hut gesprochen

Hüte bzw. Kopfbedeckungen bieten nicht einfach nur Schutz vor Wind und Wetter, sie sind auch Zeichen, Statements, Kommunikatoren. Man spricht über sie und – sie sprechen selbst: Sie plaudern von modischen Vorlieben, geben Auskunft über kulturelle und religiöse Zugehörigkeit, verraten politische Einstellungen und unterweisen in Sachen Rang und Stand. Denn – so könnte man frei formulieren – wie man sich „hütet“, so ist man.

Chapeau! eine Ausstellung im Wien Museum Karlsplatz (bis 30. Oktober 2016) folgt diesem Gedanken und entwickelt eine Sozialgeschichte des bedeckten Kopfes vom Revolutionsjahr 1848 bis in die Gegenwart.  Weiterlesen

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Eintrittsgebühr bei Hellbrunner Adventzauber in Salzburg

Salzburg | Hellbrunn  | Hellbrunner | Adventzauber | Drei Euro pro Person Eintritt werden am Wochenende ab Advent 2016 verlangt, unter der Woche bleibt der Marktbesuch aber gratis. Während im Kinderbereich weiterhin alles gratis bleibt, wird für den Markt ab sofort Eintritt verlangt. Als Ausgleich bekommen die Besucher dafür einen Gutschein im Wert von 3,50 Euro. Den kann man dann für einen alkoholfreien Punsch oder einen Glühwein einlösen. Infos unter  www.hellbrunneradventzauber.at

Großglockner Hochalpenstraße hilft den Bienen

Blütenpracht auf der Glocknerwiese beim Gasthof Schöneck auf Kärntner Seite – Prok. Ing. Thomas Noel (Technischer Direktor Großglockner Hochalpenstraßen AG), Prof. Dr. Eberhard Stüber (Ehrenpräsident Naturschutzbund) und Mag.a Christine Pühringer (Projektleiterin Naturschutzbund), Bildquelle: Urheber Michael Vogl, Pressefoto Neumayr – Großglockner Hochalpenstraßen AG;

Österreich  | Salzburg | Kärnten | Hohe Tauern | Die Straßenränder der Großglockner Hochalpenstraße werden Teil der Naturschutzbund-Kampagne „Natur verbindet. Die Wiesen entlang der Großglockner Hochalpenstraße stehen derzeit Anfang Juli wieder in voller Blüte. Diese bunte Pracht ist der einfühlsamen Pflege der Straßenverwaltung (Großglockner Hochalpenstraßen AG, GROHAG) aufgrund intensiver ökologischer Beratung zu verdanken. Weiterlesen

Herbst im Großglockner Gebiet Ausflugstipps

Panorama Ferleitental Großglockner Hochalpenstraße

Das Panorama der West- und Südseite des Ferleitentals, aufgenommen vom unteren Naßfeld (Bildquelle Schautafel an der Großglockner Hochalpenstraße)

Die Großglockner Hochalpenstraße, die heuer am 3. August 2015 ihr 80jähriges Jubiläum feierte und seit Anfang August 2015 unter Denkmalschutz steht, ist nicht „nur“ eine Panoramastraße sondern auch ein Reiseziel zum Übernachten. Anreise und das Glocknergebiet selbst bieten zahlreiche Besichtigungs- und Wandermöglichkeiten. Hat man erst einmal die Maut bezahlt, kann man sich auf der Großglockner Hochalpenstraße so lange aufhalten bis man sie wieder bei einer der beiden Mautstellen verlässt.

Alle rund 300 Bilder von der Straße und ihrer Baugeschichte gibt es auf meiner Bilderplattform zu sehen.

Aus dem Inhalt dieses Artikels

:: Übernachten in Beherbergungsbetrieben oder im eigenen Wohnmobil
:: Vom Kurort im Dornröschenschlaf
:: Fuschertal, Ferleitental, Käfertal
:: Käfertal Naturerlebnisweg
:: Sonnenuntergang und -aufgang auf der Edelweißspitze
:: Naturerlebnis Großglockner Hochalpenstraße
:: Tierwelt im Glocknergebiet
:: „Gentlemen, start your engines“ – Veranstaltungen im Herbst 2015

Siehe auch meinen Beitrag aus dem Jahr 2016 Sommerausklang an der Großglockner Hochalpenstraße
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2014 – Was wünschen wir uns wirklich?

Die modernen social-media-Werkzeuge und sonstigen Internet-Medien ermöglichen gerade zu Jahresende eine Fülle an Meldungen und Wünschen. Ich möchte diese Informationsfülle einmal ein wenig kritisch betrachten.

Verschiedene „social media“ bieten „Jahresrückblicke 2013“ an, bunt zusammengewürfelt aus Beiträgen und Bildern des jeweiligen Benutzers. Sind das wirklich die besonderen Ereignisse des letzten Jahres oder meint lediglich das betreffende Medium, aus welchen computerprogrammierten Überlegungen heraus auch immer, dies seien die echten Höhepunkte gewesen zu sein?

Man ist gegen die Knallerei und gegen Geschwindigkeitsbeschränkungen, verschickt fremdsprachige Glückwunschkarten und lässt die Tradition der glückbringenden Schornsteinfeger hochleben; bis zur nächsten Kaminkehrung – ist Kaminkehren tatsächlich so teuer oder zahlt man da einen Glücksbringerbonus mit?

Aktuell ist die halbe Internetwelt besorgt um das Schicksal eines Sportsmanns und vergisst vielleicht dabei, dass es deren tausende, unbekannte Schicksale mehr gibt. Natürlich ist jedes Schicksal berührend und hinter jedem Schicksal stehen betroffene Angehörige. Aber eben hinter „jedem“ Schicksal und nicht nur hinter medial aufbereiteten!

Was also wünschen wir uns vom Jahr 2014? Dass die Deutschen ihre Autobahnmaut von der Lohnsteuer absetzen dürfen und die Ausländer sie aber zahlen müssen? Dass die Anrainer an der Stadtautobahn von Salzburg halt wegziehen müssen, wenn sie mit Staub- und Lärmbelastungen nicht einverstanden sind, weil „80 km/h auf einer [Stadt]Autobahn einfach unzumutbar sind“? Dass die EU in einem Freihandelsabkommen mit den USA, das europäische Gesetze gegen Genmanipulationen und anderen schädlichen Pharma-Produkten aushebelt und den Verkauf von Salzburger Wasser auch amerikanischen Konzernen ermöglichen soll? Dass die Raucher in Österreich (und nur in Österreich) ihre vollen Rauchrechte in Lokalen (wieder)erhalten sollen – mögen doch die intoleranten Nichtraucher einsehen, dass ihr Verhalten nur der Wirtschaft, niemals aber der Gesundheit schadet!

Ja, Achselzucken, das kann man halt‘ net ändern! Kann man es wirklich nicht ändern oder ist es lediglich einfacher „ein gutes Neues Jahr“ wünschen und „mögen alle Wünsche in Erfüllung gehen“? Natürlich freue ich mich über Wünsche, aber ehrlich gesagt, noch mehr freue ich mich, wenn die Wünschenden weniger Vorurteile gegenüber Fremden haben, auch die Probleme der „anderen Seite“ bei Debatten ernst nehmen und von ihren „Feindbildern“ a bissl abrücken. Ja, und dass sie mich auch wirklich willkommen heißen, wenn wir uns denn 2014 einmal über den Weg laufen – oder sind dann die „lieben, warmen, herzlichen Wünsche zum Jahreswechsel“ schon wieder vergessen?

2014 wird es einhundert Jahre her sein, dass die k. k. Generalität des Heeres unabdingbar auf Krieg bestanden hatte – Jahrzehntelang wurde die Kriegsmaschinerie in ganz Europa dazu angekurbelt – 17 Millionen Menschen mussten für die von Menschen geschaffenen Feinbildern ihr Leben lassen.

Was also wünschen wir uns vom Jahr 2014? Ein bisschen mehr Vernunft? Ein bisschen mehr Miteinander? Ein bisschen mehr Verzicht? Oder geht es uns tatsächlich wirklich schon so schlecht, dass wir unserem Nächsten alles, vieles streitig machen müssen?