33 Wanderungen im Herzen Oberösterreichs, Tipps in Buchform

Titelbild des Buches (© Stephen Sokoloff, Walter Lanz)

Oberösterreich | Salzburg |  27. April 2017 | Ob auf den Spuren einer historischen Pferdeeisenbahn, auf einem Panoramaweg im Obstparadies Scharten oder eine Stadtwanderung in Linz – 33 Wandervorschläge warten in diesem Buch darauf, nachgegangen zu werden.  Die Touren im Zentralraum Oberösterreichs eignen sich für Jung und Alt, für Familien, aber auch für geeichte Wanderer. Ich habe einmal ein paar Wanderungen … im Buch nachgelesen und hier meine Eindrücke, vom Buch.

Sehr genaue Wegbeschreibungen, gute Kartenausschnitte Weiterlesen

44 der schönsten Oldtimer-Museen rund um den Bodensee

Titelbild des gut gemachten Museen-Führers (Bildquelle Mitteldeutscher Verlag)

Deutschland | Österreich | Schweiz | April 2017 |Der Oldtimer-Kenner und Fotograf Alexander Pohle hat ein übersichtliches Buch mit Beschreibungen von 44 Museen der verschiedensten Art rund um den Bodensee zusammengestellt.

Da finden sich Museen mit Wohnwagen, Flugzeugen, Zeppelinen, Eisenbahnen, Motorrädern, Automobilen, Omnibussen, Schiffen und sogar ein Seilbahn-Museum. Die kurzen Texte geben eine Übersicht, was den Besucher erwartet, dazu Informationen über Adresse, Öffnungszeiten, Internetlinks, kleine Kartenausschnitte, wo sich die Museen befinden und durchwegs sehr gute Bilder.

Der Bodensee-Begriff ist weit ausgelegt, aber ein informatives, gut gemachtes Buch Weiterlesen

Österreichisch für Anfänger – ein heiteres Lexikon

„Österreichisch für Anfänger“, Titelbild (Quelle amalthea.at)

Österreich | 10. April 2017 | In Österreich verständigt man sich bekannterweise in deutscher Sprache. Doch wir haben da jede Menge andere Worte als in anderen deutschsprachigen Ländern. Bevor ich also ins Narrenkastl schau und meine letzten Netsch sinnlos ausgebe, sitze ich lieber wie der Aff am Schleifstein vor meinem Computer und habe ein paar Zeilen über das Büchlein mit Mostschädl und Nackapatzl geschrieben.

Etwa 250 österreichische „Begriffe“ kurz und unterhaltsam erklärt

Dieses Büchl ist eine „Mischkulanz“ von ein bisserl mehr als nur ein „Lercherlschas“, nichts für „Blitzgneißer“. Ob Ohrwaschelkaktus, Oachkatzlschwoaf oder Gadaladalälla (kannte ich selbst auch nicht) – zahlreiche Begriffe werden kurz erklärt und manche auch illustriert dargestellt (beispielsweise das Påtschenkino). Zum Schluss gibt es einen kleinen Quiz, ob „du bist a Jass“, „Leiwånd“, „Klass“, „Guat“ bist oder „Genier‘ di“.

Ich finde es einerseits als Österreicher unterhaltsam und andererseits eine nette Geschenkidee. Echt, ich bin kein „Schmähtandler“!

Information

Österreichisch für Anfänger
Text: Robert Sedlaczek
Zeichnungen: Martin Czapka
2017 erschienen im Amalthea Signum Verlag Wien
ISBN 978-3-99050-076-7

Spukguide Wien, wie gruselig es er wirklich? Ein Buch.

Titelbild „Spukguide“ (Quelle Uebereuter Verlag Wien)

Wien | 10. April 2017 | Der eine Spuk kommt im Stechschritt daher, im Kunsthistorischen Museum zischt der Geist und ob in der Augustinerkirche das bittere Weinen von Marie Louise oder Marie Antoinette stammt, weiß man nicht. Es soll einen amourösen Geist von Kaiser Franz Joseph geben und vieles mehr wird auf den rund 115 Seiten im Kleinformat (176 x 111 mm) dem Leser geboten.

Journalistisch sachlich geschrieben, aber leider ohne Namensnennung der Zeugen

26 Orte in Wien, an denen es, angeblich, spukt. Angeblich, weil die Ohren- und Augenzeugen zwar der Autorin namentlich bekannt sind, aber anonym bleiben möchten. Was ich nicht ganz verstehe. Denn wenn jemand etwas Unerklärliches wahrgenommen hat, dann kann er es doch erzählen und seinen Namen nennen.

Wie dem auch sei. Jeder Beitrag besteht aus einer Einleitung, wo sich der Spuk ereignete oder noch immer ereignen könnte. Der zweite Absatz beleuchtet die Geschichte des Ortes. Es folgt die „Spukwahrnehmung“ allgemein beschrieben und abschließend ein Zeugenbericht. In einem kleinen Infokasten gibt es Hinweise, ob und wann der Ort zu besichtigen wäre oder wo man weitere Informationen erhält oder nachlesen kann.

Stimmen die Zeugenberichte?

Die Texte sind fachlich sachlich gehalten und nicht theatralisch aufgebauscht. Hasmann ihre Bücher sind von dieser Warte her stets journalistisch einwandfrei. Lediglich bei den – anonymen – Zeugenberichten hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass diese Zeugen es so nicht gesagt haben. Ich meine damit die Ausdrucksweise. Mir kommt vor als hätten manche Zeugen einen oder zwei Sätze wohl gesagt, aber anders und sind im Buch von der Autorin umgeschrieben worden.

Bilder bei den einzelnen Spukorten sollen die Orte zeigen. Meist sind sie aber nicht eindeutig zu erkennen, da sie in einem Blaugrauton und teilweise abgedunkelt gedruckt wurden. Aber das tut dem soliden Grundaufbau des Buches keinen Abbruch – sie lockern einfach die Texte auf.

Bei den Quellenangaben beruft sich die Autorin meist auf eigene Bücher, bei den Literaturtipps gibt es noch weitere Autoren. Abschließend führt sie noch einige Internetlinks für Wien-Touristen an. Eine Übersichtskarte, wo sich die Spukwesen herumtreiben sollen, fehlt allerdings. Meine Hausgeister haben mitgelesen und meinen auch, das Buch ist ganz in Ordnung.

Information

Autorin: Gabriele Hasmann
Titel: Spukguide Wien
Untertitel: Die schaurigsten Plätze der Welt
ISBN: 978-3-8000-7669-7
2017 im Carl Ueberreuter Verlag Wien erschienen

Über die Autorin

Gabriele Hasmann wohnt in Baden bei Wien. Sie ist Journalistin, Autorin, selbstständige Ghostwriterin, Autorenmanagerin (www.wunschtext.at) und erfahrene Spuk-Jägerin. Sie hat bereits zahlreiche Bücher bei Ueberreuter veröffentlicht, zuletzt „Spuk in Wien“ und „Die spukenden Habsburger“.

Hugo Portisch ist 90: Aufregend war es immer, eine Buchbeschreibung

Buchtitel

Buchtitel „Hugo Portisch: Aufregend war es immer“ (Quelle Ecowin Verlag)

Hugo Portisch ist einer der großen österreichischen Journalisten der Gegenwart. Mit seinen Erinnerungen weckt er mehr als ein halbes Jahrhundert Weltgeschehen zum Leben. Die erste Ausgabe dieses Buches präsentierte Hugo Portisch im Oktober 2010 in der Großen Universitätsaula in Salzburg. Das hier beschriebene Buch ist eine um zwei Kapitel erweiterte Neuausgabe 2017.

Portisch verfilmte die jüngere Geschichte Österreichs

Mit seinen Fernsehproduktionen „Österreich I“ und „Österreich II“ hat er das Geschichtsbewusstsein einer ganzen Nation geprägt. Die Dokumentation über den Zweiten Weltkrieg, die er gemeinsam mit Henry Kissinger erstellte, sorgte für weltweites Aufsehen. Das von ihm initiierte Rundfunk-Volksbegehren für die Unabhängigkeit des ORF war das erste und erfolgreichste in der österreichischen Geschichte. Weiterlesen