Sommerausklang an der Großglockner Hochalpenstraße

Großglockner Hochalpenstraße

Blick von der Edelweißspitze, mit 2571 m ü. A. der höchste befahrbare Punkt der Großglockner Hochalpenstraße, zum Fuscher Törl mit der Bergwelt der Glocknergruppe im Hintergrund (Bildquelle: Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Nach dem 15. August zieht der Herbst ins Land, sagt man. Er ist für viele die schönste Jahreszeit und die Farben in der Natur erstrahlen besonders intensiv. Wenn die Hitze im Tal nachlässt, laden immer noch angenehme Temperaturen in den Bergen zum Wandern ein. Nicht jeder möchte in der Bergwelt wandern, sie aber dennoch erleben. Dafür bietet sich die wohl schönste Hochgebirgspanoramastraße Europas, die Großglockner Hochalpenstraße, geradezu ideal an. Erlebniskinderspielplätze, Lehrpfade in der Natur, kurze Wanderungen und interessante Ausstellungen machen die Großglockner Hochalpenstraße zu einem abwechslungsreichen Ausflugsziel. Und im Spätsommer und Frühherbst zeigen sich die Glocknerwiesen in ihren schönsten Farben.

Auf denkmalgeschützter Straße mitten durch den Nationalpark Weiterlesen

Der Glocknerbus – einst und jetzt

Glocknerbus Großglockner Hochalpenstraße

Schnauze an Schnauze reihten sich in den 1950er und 1960er Jahren am Parkplatz Kaiser-Franz-Josefs-Höhe die Saurer und Gräf & Stift Busse der Postlinie. Im Hintergrund der Großglockner (Foto: Archiv der Großglockner Hochalpenstraßen AG)

(Salzburg, Österreich) Der legendäre „Glocknerbus“, der Gräf & Stift 120 OGL, wurde von der Post ab 1950 im Liniendienst auf der Großglockner Hochalpenstraße in den österreichischen Hohen Tauern eingesetzt. 25 Passagiere fanden darin Platz. Über 60 Jahre später erklimmt nun regelmäßig ein moderner Reisebus des Pinzgauer Reiseunternehmens Vorderegger mit bis zu 71 Sitzplätzen die 36 Kehren einer der schönsten Panoramastraßen der europäischen Alpen.

Erlebnis Busfahrt zum Glockner
Als am 3. August 1935 die Großglockner Hochalpenstraße eröffnet wurde, glaubten viele, dass kaum jemand diese Ausflugsstraße besuchen wird.  Doch die Zahlen belehrten die Zweifler eines Besseren. Schon in der ersten Saison, und diese dauerte ja nur 79 Tage, besuchten fast 22.000 Menschen die Straße. Neben 400 Motorrädern und fast 3.300 Automobilen wurden bereits 1.133 Autobusse gezählt. Anfang der 1960er Jahren erreichte die Beliebtheit der Autobusfahrten zur Pasterze am Fuße des höchsten Berges Österreich, dem Großglockner (3.798 m ü. A.), ihren Höhepunkt. 1962 beförderten 9.470 Busse mehr als ein Drittel der 1,3 Millionen Besucher in Bergwelt der Hohen Tauern. […weiterlesen]

Buchtipp: Erlebnis Großglockner Hochalpenstraße

Buchtipp: Erlebnis Großglockner Hochalpenstraße

Das Titelbild ist von der Edelweißspitze aufgenommen, zeigt in der Bildmitte das Fuscher Törl, links den Brennkogel (3 018 m ü. A.) und rechts das Sinnwelleck (3 261 m ü. A.), Blickrichtung Westen

Salzburg | Kärnten | Hohe Tauern | Eine Raststätte, durch deren Mitte die Grenze zweier Gemeinden des Nationalparks Hohe Tauern verläuft, ein Wirt, der verletzte Murmeltiere – Mankeis – aufzieht, Schneefräsen, konstruiert vom Erbauer der Straße, Hofrat Wallack, die schon über 50 Jahre im Einsatz sind, die Geschichte von der Hexenküche, ein Turm auf der Edelweißspitze, der einen wichtigen geografischen Vermessungspunkt in den Alpen darstellt, Kunstwerk „Kraft Wellenberg“, in Stein gehauene Bergmännlein, der schönste Jausenplatz Österreichs, die Glocknersage oder Pfirsiche, Feigen, Melonen, Champagner und Tokayer bei der Erstbesteigung des Großglockners – Herbert Gschwendtner hat einfach ein sympathisches, lesenswertes Buch geschrieben! Und er hat viele noch unbekannte, zumindest weniger bekannte Details aufgegriffen (Blunter Tauern, altes Streckentelefon, Rotmoos im Käfertal u.a.).

Hexenzahn, Türkenbundlilie, Gamsgrubenweg – viele Bilder im Buch

Doch nicht nur das. Die ganz- und doppelseitigen Bilder zeigen einerseits schon auch die eindrucksvolle Gebirgslandschaft entlang der Straße, andererseits bietet aber fast jedes Bild ein besonders Detail, wie beispielsweise der Hexenzahn in der Hexenküche, die Türkenbundlilie am Blumenlehrweg Schöneck, auf der eine Biene (oder Hummelart?) sitzt oder das Bild, das den Blick aus einem Tunnel am Gamsgrubenweg zeigt, in dessen Mitte der Großglockner aufragt. Weiterlesen

Wo sich Wallack-Schneefräse und Murmeltier im Sommer Grüß-Gott sagen

Großglockner Hochalpenstraße - Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Blick über die grandiose Bergkulisse der Großglocknergruppe und der Pasterze von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aus

Die Großglockner Hochalpenstraße – mehr als nur Panoramastraße

Um diese über 40 Kilometer lange Alpenpanoramastraße wirklich kennen zu lernen, reicht ein Besuch wahrlich nicht aus. Lehrwege, Dokumentationen, Schaukästen, Ausstellungen und vor allem die Landschaft, Berglandschaft jenseits der 2000er Gipfel, ist es, die fasziniert.

Eine Bergdohle zieht mit ausgebreiteten Flügeln ihre Kreise am tiefblauen Himmel, zwischen dem Rauschen eines Wasserfalls und den grauen Schieferplatten, die in den Almwiesen wie Figuren herausragen, hört man ein Murmeltier pfeifen – die Rede ist von einem besonderen Alpenerlebnis, entlang der Großglockner Hochalpenstraße in den Hohen Tauern zwischen Salzburg und Kärnten.

Großglockner Hochalpenstraße - Erfolgsgeschichte des Automobils

Großglockner Hochalpenstraße - Dauerausstellung: Erfolgsgeschichte des Automobils - am Eröffnungstag trafen sich Oldtimer

48 Kilometer schlängelt sich die wohl einzigartige Straße der Alpen von der Mautstelle Ferleiten auf 1 145 m ü. A. hinauf zum Hochtor, das mit 2 504 m ü. A. der höchste Punkt der Durchzugsstraße ist, dann talwärts, um später nochmals die letzten Kilometer auf der so genannten Gletscherstraße anzusteigen, um auf 2 369 m ü. A. die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe zu erreichen, wo man den Großglockner zum Greifen nahe und die Pasterze, den Hauptgletscher des Glocknergebiets, zu Füßen hat. Zwischen Ferleiten und der Franz-Josefs-Höhe warten fast 30 Kehren, elf Besuchereinrichtungen sowie die Edelweißstraße, Wanderwege und Gaststätten darauf, entdeckt und erlebt zu werden.

Auch in technische Hinsicht ist diese Panoramastraße, die jährlich von durchschnittlich 200 000 Fahrzeugen mit 900 000 Besuchern frequentiert wird, außergewöhnlich. Bis zu 800 000 Kubikmeter Schnee, das entspricht einer Eisenbahnlänge von fast 250 Kilometern, müssen jedes Jahr Anfang April von vier sogenannten Wallack-Fräsen durch eine bis zu 21 Meter hohen Schneedecke entfernt werden, bevor es gegen Ende April wieder heißt: Freie Fahrt! 3.400 Parkplätze für Pkw und etwa 100 Stellplätze für Reisebusse entlang der Großglockner Hochalpenstraße sorgen dafür, dass die Besucher an vielen Stellen in Ruhe und Sicherheit das eindrucksvolle Panorama der Hochgebirgswelt genießen können.

Großglockner Hochalpenstraße - Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Großglockner Hochalpenstraße - Kaiser-Franz-Josefs-Höhe: eine Bergdohle beim Segeln

Den gesamten Beitrag können Sie unter diesem Link in der geo-magazin-online-community lesen mit zahlreichen Bildern. Weitere Beiträge in diesem online-magazin über die Großglockner Hochalpenstraße von mir:

Zur höchstgelegenen Automobil- und Motorradausstellung der Welt 2.369 Meter über dem Meer – an der Großglockner Hochalpenstraße

Kaiser-Franz-Josefs-Höhe – Großglockner, Pasterze, Automobilausstellung und mehr

Über die Baugeschichte der Straße

Über die alljährliche Schneeräumung der Straße

Wallack-Rotationsfräsen auf der Großglockner Hochalpenstraße

Wallack-Rotationsfräsen auf der Großglockner Hochalpenstraße