Tamsweger Pfarrhoffenster in einem „alten“ Neubau in Gstaig im Innviertel

Kramps Gstaig Innviertel Oberösterreich

Elisabeth Kramps bei der Gartenarbeit vor ihrem „Gutshof“

1758 brachte die Perwanger Braumeisterin Maria Hochthurner ein Gnadenbild in die Kirche des verschlafenen Ortes Gstaig im südlichen Innviertel in Oberösterreich nahe der Grenze zum Salzburger Flachgau. Elisabeth und Heinrich Kramps brachten, aber erst viel, viel später, die Kastenfenster des ehemaligen Pfarrhofs aus dem Lungauer Tamsweg nach Gstaig. Wie das alles zusammenhängt, erzähle ich in diesem Artikel.

„Durchs Reden kemman d’Leit zam“

Dass dies nicht nur so ein daher gesagter Spruch im Innviertel ist, beweist folgende Geschichte. Der Ausflug von Neumarkt am Wallersee nach Michaelbeuern führte mich durch Lochen am See an der alten Kirche von Astätt vorbei (alt, aber abgesperrt) zum Hildegardhaus in Kirchberg bei Mattighofen (nicht alt und der Garten war offen) und weiter über Oichten (darüber später noch) in den Wallfahrtsort Gstaig in der Gemeinde Feldkirchen bei Mattighofen, der nur fünf Kilometer nördlich von Michaelbeuern entfernt ist. Weiterlesen

Wasserwege Frankreichs – schiffbare Flüsse und Kanäle

Strassburg, Elsass, Frankreich: La Petite France

Straßburg: die sogenannten „Ponts couverts“, die „gedeckten Brücken“ am Eingang des Viertels „La Petite France“, dem „kleinen Frankreich“ ; Bildquelle und -rechte: Französisches Fremdenverkehrsamt 2008 (Fotograf nicht bekannt)

Die Wasserwege Frankreichs und deren Wiederinstandsetzung erleben in den letzten Jahren eine Wiedergeburt, eine echte französische Renaissance. Dieser Artikel gibt einen kleinen Überblick über das Kanalnetz Frankreichs mit einem Fachbuch-Tipp.

Was im Jahre 1235 mit einem kleinen Kanal begann

Canal du Midi, Südfwestfrankreich

Der Canal du Midi im Südwesten Frankreichs verbindet das Mittelmeer mit Toulouse. Der zum UNESCO Weltkulturerbe zählende Kanal wurde bereits im 17. Jahrhundert angelegt. Bildquelle und -rechte: © ATOUT FRANCE Fabian Charaffi

Ein wichtiger Teil der Handelswege Frankreichs war und ist teilweise noch heute das Binnenwasserwegenetz. Über 9 000 Kilometer weit verzweigt sich dieses schiffbare Gewirr von Kanälen, teils nur für Freizeitkapitäne, teils aber auch noch für Berufsschiffer. Die hohe Bedeutung der Kanäle für Frankreichs Wirtschaft lässt sich beispielsweise auch darin erkennen, dass der wahrscheinlich älteste, noch in Verwendung stehende Wasserweg bereits 1235 erbaut wurde. Es ist dies der „Canal de Cornillon“ in Meaux, nordöstlich von Paris, der heute Teil eines Wasserweges zur Marne ist. Weiterlesen