Verschwundene Bräuche, das Buch der untergegangenen Rituale

Verschwundene Bräuche

Das Titelbild „Verschwundene Bräuche“ zeigt burgenländische Mädchen nach der Erstkommunion (Bildquelle Verlag Christian Brandstätter Wien)

Ein Buch, in dem auch noch lebende Bräuche beschrieben werden!

Ein ungerechter Deutschprofessor würde doch glatt dem Buch einen Fünfer geben, weil „Thema verfehlt“: „Verschwundene Bräuche“, „untergegangene Rituale“ … und was ist dann das Karfreitagratschen, beispielsweise alljährlich im Salzburger Thalgau? Oder  der Metzgersprung, beispielsweise alljährlich im Hof der Salzburger Erzabtei St. Peter? Oder Erntedank, der Haussegen C+M+B, Osterfeuer, Maibaum und und und?

Die Autoren

Dr. phil. Helga Maria Wolf wurde 1951 in Wien geboren. Nach dem Studium der Europäischen Ethnologie beschäftigte sie sich in zahlreichen Publikationen, Fernseh- und Radiosendungen mit der Geschichte und Kultur ihrer Heimatstadt. Als Herausgeberin des digitalen Wissensnetzes „Austria-Forum“ gestaltet sie u.a. „Alltag – Brauch – Cultur. ABC zur Volkskunde Österreichs“. 2013 wurde der Autorin der Kulturpreis des Landes Niederösterreich verliehen.

Sepp Forcher arbeitete ab 1976 beim Österreichischen Rundfunk. Er wurde durch seine Volkskultursendungen zum Publikumsliebling. Seit 1986 ist er Moderator der Fernsehsendung „Klingendes Österreich“, worin er die musikalische Tradition und landschaftliche Schönheit österreichischer und grenznaher Gegenden unverkitscht vorführt. 1999 wurde Sepp Forcher der René-Marcic-Preis für publizistische Leistungen verliehen. 1993 gewann er eine Goldene Romy. Weiterlesen

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Teuflisches geschah im katholischen Neumarkt am Wallersee: Krampuslauf

Österreich | Land Salzburg | Neumarkt am Wallersee | Die Glocken der Pfarrkirche zum hl. Nikolaus verstummten an jenem Abend, dem 5. Dezember, am Vorabend des Geburtstags des Kirchenpatrons. War es die Ehrfurcht vor den dunklen Gestalten oder wurde das Glockengeläut nur vom Lärm aus den Lautsprechern, genannt Musik, überdröhnt?

Krampuslauf oder doch Perchtenlauf?

Der echte Krampus, der mit dem Buckelkorb, in den er arme Seelen stecken konnte, taucht erstmals um 1300 in einer englischen Bilderbibel auf. Später wurde er dann der Geselle seines braven Gegenspielers, des hl. Nikolaus. Der Krampus war sozusagen der diabolische Pädagoge in diesem Duo. Beim Perchtenbrauchtum hingegen geht es um Licht und Dunkelheit, um den Jahresabschluss und dem Aufbruch in ein neues Jahr. Dieses Brauchtum ist eigentlich erst in den Raunächten angesiedelt. Krampuspercht ist aber eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Und in den letzten zehn bis 15 Jahren wurde aus der Mischung Krampus- und Perchtenlauf ein Schaulaufen mit „heavy-metal-Music“, Glühwein, Punsch und Flaschen auf der Straße, so auch in Neumarkt am Wallersee. Weiterlesen

Rösser, Reiter und herrliche Landschaft – Georgiritt in Sommerholz

Andreas Hauser aus Lochen am See

Andreas Hauser aus Lochen am See (neun Jahre jung) denkt nach, worüber, das habe ich nicht erfahren

Salzburg | Flachgau | Neumarkt am Wallersee | Wenn sich 136 Pferde versammeln – exakt so viele waren es am vergangenen Sonntag, den 14. April 2013, und wenn sich „oben“ in Sommerholz weit mehr als 500 Menschen bei dem kleinen Kirchlein „zum hl. Georg“ einfinden, dann muss da etwas Besonderes stattfinden.

Das „da“ liegt im Gemeindegebiet der jungen Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee auf gut 770 Meter über dem Meeresspiegel, nur wenige hundert Meter von der oberösterreichischen Landesgrenze entfernt. Und das Besondere an diesem Sonntag war der 22. Georgiritt mit Pferdesegnung, der in Sommerholz alle zwei Jahre stattfindet. Altbürgermeister Hans-Georg Enzinger, jahrelang selbst Mitorganisator der Veranstaltung, war schon beim ersten Sommerholzer Georgiritt im Jahr 1967 dabei gewesen.

Alle Bilder der Veranstaltung auf meiner Bilder-Plattform unter diesem Link.

Vier Stunden von Lochen am See geritten Weiterlesen

Servus in Stadt und Land – ein Magazin über Bayern, die Menschen und mehr

Titelbild

Titelbild „Servus in Stadt & Land“, bayerische Ausgabe 1/2013

Der zum österreichischen Red-Bull-Konzern gehörende Red Bull Verlag brachte im Herbst 2010 ein neues „Lebensgefühl-Magazin“ auf den Markt.  Das Farbmagazin bietet die Bereiche „Natur & Garten“, „Küche“, „Wohnen“, „Land & Leute“ sowie „Brauchtum“. Zu den Standardbeiträgen und -rubriken zählen unter anderem „Mundart“, „der Garten-Philosoph“, „Natur-Apotheke“ oder  „Omas Kochbuch“.

Seit Februar 2012 gibt es eine bayerische Ausgabe

Nach dem großen Erfolg in Österreich mit rein österreichischen Themen, startete der Verlag im Februar 2012 mit einer Bayern-spezifischen Ausgabe.  Das rund 160-Seiten-starke Magazin erscheint in einer Auflage von 70 000 jeweils am letzten Dienstag im Monat und kostet 3,90 Euro. Weiterlesen