Reiseführer Bretagne, „Lesebuch“ über eine der schönsten Regionen Europas

Côte de Granit Rose, Bretagne

An der Granitküste

Frankreich | Bretagne | Austria | Neumarkt am Wallersee |  Wie der schöne Busen einer Patientin zur Entstehung des Stethoskops in Quimper führte und warum die Wanderung um den See von Huelgoat in einem Felsenchaos endet sind nur zwei Beispiele, die man in diesen exzellent geschriebenen Reiseführer von Marcus X. Schmid nachlesen kann. Nein, das Buch ist mehr als nur ein Reiseführer – es ist ein Lesebuch. Ob Sie mir es glauben oder nicht, ich habe alle rund 600 Seiten mehr oder weniger gelesen. Und das, obwohl ich bereits vor drei Jahren die 9. Auflage verschlungen hatte. Aber dieser Führer über die Bretagne ist etwas Besonderes und zum wiederholten Lesen (und Erinnern) geeignet.

Der Autor wollte mehr als das fade Heimatland sehen Weiterlesen

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Aosta, Piemont und Lago Maggiore, „die drei im Westen Italiens“

Piemont Aosta Tal Italien

Titelbild oben: Bei Entracque in den Westalpen, unten: in den Langhe (Foto: Sabine Brecht // Verlag Michael Müller)

Auf einer Reise von Österreich nach Südfrankreich fährt man wahrscheinlich durch diesen westlichsten Teil Italiens. Vielleicht besucht man auch einmal die Hochburg der Kulinarik und Weine im Herzen des Piemonts. Aber Urlaub machen, dort zwischen dem Gardasee und der Côte d’Azur? Nun, wer einmal etwas abseits der Autobahnen und besagtem Gourmet-Zentrum angehalten hat, weiß, dass dieser scheinbar kleine Teil Italiens allerhand zu bieten hat.

600 Seiten in zwei praktischen Reiseführern

Auch als Reiseleiter wusste ich nicht immer alles auswendig und schleppte oft an tatsächlicher Information dürftige Reiseführer mit mir herum. Seit etlichen Jahren begeistern mich nun die Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag. Aus einem einfachen Grund: Sie haben geschichtliche und geografische Daten soweit komprimiert, dass alles Notwendige vermittelt wird und geben mit Öffnungszeiten, Eintritts- und Essenspreise u. a. einen relativ aktuellen Überblick über praktische Fakten. Das heißt nicht, dass es nicht auch andere gute Reiseführer gibt. Weiterlesen

Unser Urwald: Die letzten Wilden Wälder im Herzen Europas, ein Bildband

Unser Urwald Matthias Schickhofer

Titelbild Unser Urwald, es zeigt den Rest der einst ausgedehnten atlantischen Regenwälder in Irland (Fotograf Matthias Schickhofer)

Fichten-Geister im einem Urwald im Ticha-Tal in der Slowakei, Feenplatz am Urwaldfluss Welyka Uholka in der UNESCO-Weltnaturerbestätte „Buchenurwälder in den Karpaten“, Urwaldkreaturen in der Kampfzone des Zdrocle-Urwalds in Südslowenien oder Waldsaurier und ein Eingang zur Hölle im Bayerischen Wald: der Autor, Umweltschützer und Naturfotograf Matthias Schickhofer begeistert nicht nur durch seine sensationellen Aufnahmen in diesem Buch, sondern auch durch sein bewusstes oder unbewusstes Wissen von Waldgeister der Schamanen.

Ein faszinierender Bildband, der die Sehnsucht nach intakter Natur weckt

Seit Jahren faszinieren mich Bildbände des Christian Brandstätter Verlags in Wien. Weiterlesen

Brauerei, Tanzboden, Kegelbahn, Flohmarkt – die Sternbräu-Hauschronik erzählt

Großgasthof Sternbräu Salzburg

Plakat von 1909

Österreich | Stadt Salzburg | Die Sensation im 18. Jahrhundert: ein bereits verheirateter Brauereibesitzer will als Lehrling den Beruf des Braumeisters erlernen und kann so gut wie keine der Zunftvorschriften mehr erfüllen; die vergessene Sternbräukapelle und der reuige Zechpreller von 1948, der 700 Schilling im Oktober 1982 als Entschädigung schickte – wer die gut 150seitige Hauschronik des Salzburger Großgasthofes Sternbräu liest, stößt immer wieder auf Interessantes.

Verlag Anton Pustet präsentierte Anfang Mai 2015 die Hauschronik

Gerhard Ammerer und Harald Waitzbauer, die beiden Autoren der Hauschronik des 1543 erstmals genannten Sternbräus, sind keine Unbekannten. Über Mozart, das Tomaselli und die Salzburger Kaffeehauskultur, die Getreidegasse, über Salzburger Wirtshäuser, das Stiegl-Bier, das Augustiner Bräu in Mülln und, ja natürlich, auch über die Geschichte des Salzburger Bieres im Generellen, brachten die beiden, getrennt und manchmal gemeinsam, bereits Bücher heraus. Weiterlesen

Der Onkel Franz oder die Typologie des Innviertlers

Verlag Anton Pustet Salzburg der Onkel Franz

es ist wohl der Onkel Franz, der hier auf einem Postlermoped durch Innviertler Idylle fährt (Bild: Kurt Salhofer – Verlag Anton Pustet Salzburg)

Österreich | Oberösterreich | Innviertel | Nein, ich habe keine Onkel namens Franz; ja, so herzhaft gelacht habe ich schon lange nicht mehr beim Lesen eines Buches. Denn „der Onkel Franz oder die Typologie des Innviertlers“ ist der Titel des neuen Buches von Klaus Ranzenberger. Schon in dessen erstem Buch, „Feinspitz im Innviertel“ hatte der Onkel Franz einen Auftritt.

Ein absolut unterhaltsamer Einblick in die Innviertler Denk- und Betrachtungsweise
Sie glauben der deutschen Grammatik mächtig zu sein? Bitte, was ist dann die Unmöglichkeitsform? Onkel Franz weiß es: „Mechat, gangat, kunnst…“. Was bedeutet und wie betont man „Jo – na – eh!“? Aufgefordert, am Computer „enter“ zu drücken, meint Onkel Franz ganz entrüstet „nu enter konn i ned“, bedeutet doch „enter“ im Innviertler Dialekt so viel wie „früher, zeitiger“. Weiterlesen