Steiermark: eine Geschichte des Landes

Buchtitelbild

Buchtitelbild „Steiermark – eine Geschichte des Landes“

Dieses Buch bietet einen guten geschichtlichen Überblick mit ein paar Schwachstellen.

Ich hatte mir das Buch besorgt, weil ich einiges über die Geschichte des steierischen Ennstal zu erfahren hoffte. Dies trifft aber nur bedingt zu, denn das Buch verfügt zwar über ein (grobes) Inhaltsverzeichnis (mehr oder weniger nach Jahrhunderten), nicht aber über ein Register. Suchen nach einer Eintragung über Schladming beispielsweise heißt, rund 340 Seiten durchblättern. Spärlich sind genaue Datumsangaben bei Ereignissen und lokale geschichtliche Entwicklungen wie zum Beispiel über den Bergbau in den Schladminger Tauern findet man nur ansatzweise.

Das waren jetzt einmal die Kritikpunkte an dem an und für sich aber praktischen Buch. Praktisch, weil das Kleinformat gut zu lesen ist, man das Buch leicht irgendwohin mitnehmen kann […weiterlesen]

Viva Verdi, ein biografischer Opernführer

 Buchempfehlung:

Buchtitelbild, es zeigt Verdi 1886 im Alter von 73 Jahren, ein Ausschnitt aus einem Gemälde von Giovanni Boldini (Foto: Verlag Amalthea Signum Wien)

„Viva Verdi! – Verdi soll leben!“ Mit diesem Ruf drückten die Italiener ihre Freude über die Musik Verdis aus und ihren Unmut über die österreichischen Besatzer, seinerzeit, im 19. Jahrhundert: die Buchstaben „Verdi“ standen für „Vittorio Emanuele Re d’Ialia“ – „Viva Verdi“ hieß also auch „es lebe Viktor Emanuel, König von Italien“! Zwar war jede politische Äußerung unter den Habsburgern in Italien strengstens verboten, aber ein Gruß an einen Opernkomponisten konnten sie ja wohl doch nicht verbieten!

„Va, pensiero, sull’ali dorate“

2013 feiert Italien den 200. Geburtstag von Guiseppe Fortunato Francesco Verdi. Dr. Georg Titscher, Facharzt und Psychotherapeut beschäftigt sich schon lange mit dem Musiktheater und schreibt analytische Interpretationen von Opern. Weiterlesen

Ein Buch, das auch Einheimischen noch manches zeigt: Salzburg – Salzkammergut

Titelbild Buch

Titelbild Buch „Salzburg Salzkammergut“

Österreich | Salzburg | Salzkammergut | Bürgelsteinpromenade? Nein, nein, nicht in der Stadt Salzburg! Niedergadenalm-Straße? „Im Weißen Rößl“ von Lauffen? Viktor-Kaplan-Themenweg? Aha, doch noch nicht alles gesehen! Darum meine ich, dass die dritte Auflage des im Michael-Müller-Verlag erschienenen Reiseführers

Salzburg – Salzkammergut
…viele Details enthält, sehr informativ und aktuell ist

Reiter und Wistuba haben ein hervorragendes Werk über die Stadt Salzburg und das Salzkammergut zusammengestellt, sag‘ ich als Salzburger! Schon der allgemeine Informationsblock umfasst gut 60 Seiten mit vielen Adressen und Preisangaben. Die zahlreichen Bilder sind sehr gut gewählt, sowohl von der Farbe als auch von der Aussagekraft. Viele Details wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise oder Internetadressen sind durchaus hilfreich und man kann mit diesem Führer recht gut seine Reise planen. Es gibt Einkaufs-, Restaurant-, Café- und Übernachtungstipps. Wenngleich ich feststellen muss, das die beiden das wohl bekannteste und interessantes Hotel des Salzkammerguts, das „Scalaria“ in Sankt Wolfgang, dem Leser verschweigen. Doch was die Geschichte anbelangt, ist der Führer „auf Zack“: „Das Weiße Rößl“ stammt ursprünglich aus Lauffen bei Bad Ischl […weiterlesen]

DuMont Reise-Handbuch: Süditalien

DuMont Reise-Handbuch: Süditalien

Das Titelbild zeigt Polignano al Mare in Apulien (Foto: DuMont Reiseverlag Ostfildern)

Viel Information über weniger bekannte Regionen im Süden Italiens

440 Seiten über die süditalienischen Regionen Kampanien, Apulien, Basilicata und Kalabrien zeigen, dass auch diese Regionen viel zu bieten haben. „Roberto Saviano und die Camora“, „Mittelalterliche Babyklappe“, „Der Heilige Nikolaus“ „Albaner, Griechen und Waldenser“ sind einige der 20 Sonderthemen, die Christoph in diesem Führer neben den Beschreibungen der Regionen behandelt.

Schon die einführenden Kapitel lesen sich interessant. Da berichtet Christoph über die Völker, die einst im Süden Italien lebten und heute noch die Kultur (vor allem die Esskultur) beeinflussen, Deutsche waren auch darunter (die Staufer), vom Zug der Tausend von Garibaldi bis zur Einigung Italiens, über die architektonische Sonderstellung der Trulli und über „Slow Food“.

Vom hl. Nikolaus, dem „Festa della Madonna del Pollino“ und den Tremiti-Inseln
Bei Neapel, dem Golf mit Capri und Ischia sowie bei der Amalfitana wird der Leser noch kennend nicken; schwieriger wird es vielleicht schon mit dem Cilento, wo der Parco Nazionale Cliento de Vallo di Diano liegt, der seit 1996 auf der UNESCO-Liste steht. [weiterlesen]

Wundervolles Wasser (… in Salzburg, ein Buchtipp)

Wundervolles Wasser, vom Gesundtrinken, Kurbaden und Freischwimmen

Titelbild Buch: „Wundervolles Wasser, vom Gesundtrinken, Kurbaden und Freischwimmen“, Verlag Anton Pustet, Salzburg

Vom Gesundtrinken, Kurbaden und Freischwimmen, ein geschichtliches Fachbuch über Wasser im Land Salzburg in Bezug auf Religion, Fremdenverkehr und Vergnügen

Nein, es ist kein Physikbuch – es ist ein Geschichtsbuch über Wasser und dessen Vorkommen und Anwendungen im Bundesland Salzburg; ein Geschichtsbuch, das nach einer kurzen physikalisch-geographisch-allgemeinen Einführung mit der geschichtlichen Bedeutung des Wassers beginnt. Da ist die Rede von Maibrunnen und Frühlingsbädern, von den Wasserheiligen, Quellenpatronen und der Taufe. Da wird es schon recht Salzburg-bezogen: die Quelle der hl. Brigida aus Irland bei dem Kirchlein in Henndorf am Wallersee, Sankt Koloman in der Taugl und auf dem Kolomansberg bei Thalgau, der hl. Wolfgang oder der hl. Sixt in Wald im Pinzgau und andere Ort finden Erwähnung, alle mit Wasser im Zusammenhang.

Brechlbäder, Badeverbote, Wallfahrtsgeschichten Weiterlesen

Buchtipp: Erlebnis Großglockner Hochalpenstraße

Buchtipp: Erlebnis Großglockner Hochalpenstraße

Das Titelbild ist von der Edelweißspitze aufgenommen, zeigt in der Bildmitte das Fuscher Törl, links den Brennkogel (3 018 m ü. A.) und rechts das Sinnwelleck (3 261 m ü. A.), Blickrichtung Westen

Salzburg | Kärnten | Hohe Tauern | Eine Raststätte, durch deren Mitte die Grenze zweier Gemeinden des Nationalparks Hohe Tauern verläuft, ein Wirt, der verletzte Murmeltiere – Mankeis – aufzieht, Schneefräsen, konstruiert vom Erbauer der Straße, Hofrat Wallack, die schon über 50 Jahre im Einsatz sind, die Geschichte von der Hexenküche, ein Turm auf der Edelweißspitze, der einen wichtigen geografischen Vermessungspunkt in den Alpen darstellt, Kunstwerk „Kraft Wellenberg“, in Stein gehauene Bergmännlein, der schönste Jausenplatz Österreichs, die Glocknersage oder Pfirsiche, Feigen, Melonen, Champagner und Tokayer bei der Erstbesteigung des Großglockners – Herbert Gschwendtner hat einfach ein sympathisches, lesenswertes Buch geschrieben! Und er hat viele noch unbekannte, zumindest weniger bekannte Details aufgegriffen (Blunter Tauern, altes Streckentelefon, Rotmoos im Käfertal u.a.).

Hexenzahn, Türkenbundlilie, Gamsgrubenweg – viele Bilder im Buch

Doch nicht nur das. Die ganz- und doppelseitigen Bilder zeigen einerseits schon auch die eindrucksvolle Gebirgslandschaft entlang der Straße, andererseits bietet aber fast jedes Bild ein besonders Detail, wie beispielsweise der Hexenzahn in der Hexenküche, die Türkenbundlilie am Blumenlehrweg Schöneck, auf der eine Biene (oder Hummelart?) sitzt oder das Bild, das den Blick aus einem Tunnel am Gamsgrubenweg zeigt, in dessen Mitte der Großglockner aufragt. Weiterlesen

Alte Rosen für Gärten von heute – ein Buchtipp

Alte Rosen für Gärten von heute

Alte Rosen für Gärten von heute, Titelbild eines Rosenbuches

Nein, ich züchte keine Rosen und habe mir trotzdem dieses Buch besorgt. Weil ich Rosen an sich liebe, weil ich selbst Rosen sehr gerne fotografiere und weil Rosen so etwas Elegantes sind. Und dieses Buch bietet einfach viele herrliche Aufnahmen von Rosen und Rosengärten. Leider mit der kleinen Einschränkung, dass einerseits manche Bilder von der Druckqualität her, andere vom Aufnahmelicht nicht so ganz das sind, was ich mir erwartet hätte. Aber halte ich diese Bilder etwas weiter von mir entfernt, wirkt dann wieder die Gesamtstimmung des Bildes.

Und dann ist da natürlich auch viel Informatives zu lesen: Ein Streifzug durch die Geschichte der Rose, es werden drei Rosengärten vorgestellt (über 20 Seiten lang), gefolgt von einer Auswahl alter Rosen – im Register des Buches finden sich über 120 Namen (Comte de Chambord, Marie Robert, Rosa moyesii, Leda …). Dieses Kapitel ist in Beet- und Strauchrosen, Wildrosen sowie Kletterrosen und Rambler unterteilt. Auch im letzten Teil des Buches findet man viel Wissenswertes über optimale Voraussetzungen, Pfanzhinweise, Pflege, Schnittmaßnahmen und anderes. Weiterlesen

Traumgärten – 100 inspirierende Gestaltungsbeiträge, ein Buch zum Träumen

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Buchtitelbild "Traumgärten, 100 inspirierende Gestaltungsbeiträge"

Die kleine Zypressenallee im Garten der Villa Massei in der Toskana, eine auf einem Gartenschuppen gemalte Eule umrankt von „Clematis montana“ (Tetrarose) in Shropshire, ein sich durch den Garten in Norfolk schlängelnder Bach vor einer alten Mühle, Bilder von Gärten  im Licht der Morgensonne – auf gut 350 Seiten mit mehr als 400 animierenden Bildern kann sich der Leser dem Träumen hingeben!

Da stehen zwei blaue Gartenstühle im Gelbgrün des Gartens von Wollerton Old Hall auf der einen Seite, auf der anderen wächst Rittersporn in fast demselben Blau wie die Stühle im Bild empor; die Hintergrundfarbe des Textes zu Bury Court ist in demselben Braunton gehalten wie die drei Bilder auf dieser Doppelseite, die cremefarbene Rispen von „Miscanthus transmorrisonensis“ und ähnlichen Halmgewächsen zeigen;  die Doppelseite von Cannwood Garden zeigt sechs Gartendetails wie Baumstumpfhöhle, Laubensitz u.a. umgeben von blühenden Rosen und Kräutern; und so geht es das ganze Buch hindurch weiter.

Die Bildqualität ist ausgezeichnet und was mich besonders begeistert, ist die farbliche und Motiv-Abstimmung der Bilder je Doppelseite. Egal, welche Seite ich aufschlage, ob jene mit dem Seerosenteich von Las Navas bei Toledo in Spanien,  jene mit dem Bild mit heimische Hänge-Segge, die das Ufer des Holzsteges im Garten von Norfolk säumen oder die Seite über die Skulpturen im „The Garden in Mind“ – jede Seite begeistert mich aufs Neue und ich finde, die Autoren und der Verlag haben hier ein wirklich gelungenes Kunst-Werk geschaffen!

Doch nun nehme ich mir wieder das Buch, setze mich auf meine Balkon (in Ermangelung eines Gartens) und träume wieder!

Info

Traumgärten
100 inspirierende Gestaltungsbeiträge
Tania Compton, Andrew Lawson
erschienen im Delius Klasing Verlag
1. Auflage 2011
ISBN 978-3-7688-3187-1