Rom, vom süßen Leben und der großen Schönheit – eine Buchvorstellung

Rom Italien

Titelbild des Buches (Foto: (c) Johanna Huber, Bildagentur Schapowalow // Verlag Picus Wien)

Streifzüge mit dem Fahrrad durch ein leergefegtes Rom zu Ferragosto, in einem der achttausend Bars von Rom einen der dort täglich fünftausend gebrauten Kaffees trinken und vieles mehr bietet das kleine Buch des Wiener Picus Verlag.

Picus und Höfferer
Picus ist eine Gattung der Spechte und auch einer der ältesten Könige der römischen Sage, aber auch ein Wiener Verlag nennt sich so. Höfferer ist Journalistin, Kulturhistorikerin und Kennerin des italienischen Lebens. Sie schrieb über Rom in der Reihe „Leserreise“, denn sie nimmt ihre Leser mit auf die Reise.

Nicht Reise-, nicht Kunstführer, bietet aber durchaus Lesenswertes
Die österreichische Autorin, die in Rom lebt, geht in diesem kleinen, sehr handlichen Büchlein, manch Unbekanntem nach. In ihren 17 Geschichten wandelt sie u.a. auf den Spuren von Ingeborg Bachmann und Keats Shelley, besucht das Caffe Sant’Eustachio, Weiterlesen

Brauerei, Tanzboden, Kegelbahn, Flohmarkt – die Sternbräu-Hauschronik erzählt

Großgasthof Sternbräu Salzburg

Plakat von 1909

Österreich | Stadt Salzburg | Die Sensation im 18. Jahrhundert: ein bereits verheirateter Brauereibesitzer will als Lehrling den Beruf des Braumeisters erlernen und kann so gut wie keine der Zunftvorschriften mehr erfüllen; die vergessene Sternbräukapelle und der reuige Zechpreller von 1948, der 700 Schilling im Oktober 1982 als Entschädigung schickte – wer die gut 150seitige Hauschronik des Salzburger Großgasthofes Sternbräu liest, stößt immer wieder auf Interessantes.

Verlag Anton Pustet präsentierte Anfang Mai 2015 die Hauschronik

Gerhard Ammerer und Harald Waitzbauer, die beiden Autoren der Hauschronik des 1543 erstmals genannten Sternbräus, sind keine Unbekannten. Über Mozart, das Tomaselli und die Salzburger Kaffeehauskultur, die Getreidegasse, über Salzburger Wirtshäuser, das Stiegl-Bier, das Augustiner Bräu in Mülln und, ja natürlich, auch über die Geschichte des Salzburger Bieres im Generellen, brachten die beiden, getrennt und manchmal gemeinsam, bereits Bücher heraus. Weiterlesen

Geheimnis Moor: Im Voralpenland zwischen Ibm und Ainring – ein Buchtipp

Geheimnis Moor

Titelbild „Geheimnis Moor“ (Foto: Kurt Wolfgang Leininger, Styria Regional Verlag)

Salzburg/Bayern/Oberösterreich – Einen kleinen Garten Eden für sich zu entdecken – das ist heute das erklärte Ziel vieler Erholungsuchender. Im Dreiländereck Oberösterreich, Salzburg und Bayern ist er zu finden. So beginnt die Beschreibung des Verlags und weiter: Ungestörte Natur, mächtige Wälder, sanfte Hügel, warme Badeseen und der mit 2 000 Hektar größte Moorkomplex Österreichs machen die vom Tourismus beinahe unberührte Region zu einer der spannendsten in den Voralpen.

Das gerade noch zu Oberösterreich gehörende Ibmer Moor mit dem angrenzenden Salzburger Weidmoos und Bürmoos sowie die im benachbarten Bayern liegenden Schönramer Filz und Ainringer Moor entstanden am Ende der letzten Eiszeit vor 12 000 Jahren. Kurt Wolfgang Leininger führt durch die Region, die als Geheimtipp und Erholungsparadies gilt. Er lässt den Leser auf den erschlossenen Wegen durch das Natur- und Vogelschutzgebiet wandern, erzählt von außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenbeobachtungen sowie von den Geheimnissen des Moors.

Ich habe das Buch gelesen.

Abwechslungsreicher und informativer Inhalt mit sehr gutem Bildmaterial
Das Abschmelzen des letzten Salzachgletschers vor gut 12 000 Jahren hinterließ im bayerischen Rupertiwinkel, im nördlichen Salzburger Flachgau und im südlichen oberösterreichischen Innviertel mehrere Moore. Weiterlesen

Wirtshäuser – eine Kulturgeschichte der Salzburger Gaststätten: Buchvorstellung

Wirtshäuser, Verlag Anton Pustet Salzburg

Ein Bild aus der Salzburger Getreidegasse (Bildquelle: Verlag Anton Pustet Salzburg)

Ein Buch über längst vergessene und noch gut bekannte Gaststätten, Gesetze und Vorschriften

Ich habe während meiner Ausbildung an der Höheren Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe in Schloss Klessheim im alten Grand Café Winkler gearbeitet, als Jugendlicher war ich mehrere Male im Café Centro am Mississippi-Dampfer und das Bild von der Bar des Hotels Winkler an der Franz-Josef-Straße erinnert mich an meine Besuche im Jahr 1981 und 1982 in diesem Hotel, als der österreichische Reiseveranstalter Meridian dort Schulungen für Mitarbeiter der Salzburger Reisebüro veranstaltete. Dies sind nur einige Erinnerungen, die mir beim Blättern und Lesen in diesem einzigartigen „Lexikon der Salzburger Gastwirtschaften“ gekommen sind.

Freilich kann ich mich nur an die jüngere Vergangenheit vieler Gaststätten erinnern. Umso spannender ist dieses Buch für mich, was die frühere Geschichte anbelangt: […weiterlesen]

Grado, der nahe Süden zu jeder Jahreszeit – eine Buchvorstellung

Grado Friaul Buch

Altstadt, Strände und Lagunen – Grado bietet für alle etwas (Foto: Sandra Raccanello/Schapowalow – styria regional Verlag)

Grado ist seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein See- und Kurbad, das damals wie heute unzählige Österreicher anzieht. Sehenswert die verwinkelte Altstadt mit ihren uralten Kirchen, beispielsweise der Dom Sant’Eufemia, der 579 geweiht wurde. Mit einem Wassertaxi vom Hafen in Grado zur Insel Barbana mit der Wallfahrtskirche Santa Maria di Barbana oder einfach nur gut Essengehen in einem der unzähligen Lokale. Grado ist seit bald 30 Jahren eines meiner Lieblingsreiseziele in Italien. Damit bin ich aber nicht alleine. Evelyn Rupperti schreibt sogar Bücher darüber.

Grado, der nahe Süden zu jeder Jahreszeit
Sieben Jahre nachdem Rupperti erstmals diesen Führer herausgebracht hatte, hat sie den Inhalt überarbeitet, aktualisiert und das Büchlein mit 188 Seiten, aber sehr handlich in schmalem Format, neu aufgelegt. Zwei Dinge haben sich in der Neuausgabe stark verändert: die optische Gestaltung des Textes wurde verbessert und das Glossar für Fisch & Co ausgeweitet.
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Bistro, mon Amour, Klassiker aus der französischen Küche – eine Buchvorstellung

Bistro, mon Amour Christian Brandstätter Verlag

Buchtitelbild „Bistro, mon Amour“ (Foto: Rita Newmann // Christian Brandstätter Verlag)

„Bistro, mon Amour“ ist ein sehr französisch-authentisches Buch mit Zusatzinfo über Zutaten und Entstehungsgeschichten von Gerichten.

„Beaulieu“, ein „schöner Ort“ und vor allem ein geschmackvoller, in Wien
Schlägt man das Buch auf und schaut es sich zunächst einmal nur durch, fühlt man sich ein Bistro in irgendeiner Stadt in Frankreich versetzt. Doch es handelt sich um das „Beaulieu“ im österreichischen Wien. So authentisch hat Rita Newmann die Atmosphäre dieses Lokals in Bilder eingefangen. Nachdem eingangs auf einigen Seiten das echte französische Bistro treffend erklärt wurde, natürlich mit Bildern aus dem „Beaulieu“, geht es mit den Rezepten los.

Was „Crottin de Chavignol“ ist und sich unter dem Titel „Raubtierfütterung“ verbirgt
Salate, Sandwiches, Vorspeisen, Suppen, Quiches, Buchweizen-Crêpes, Weiterlesen

Salzburg, die schönsten Seiten der Festspielstadt, eine Buchvorstellung

Salzburg, die schönsten Seiten der Festspielstadt - eine Buchvorstellung

Die Silouette der Salzburger Kirchtürme und vom Leben und Sterben des reichen Jedermanns – das Titelbild des Buches (Bild: Verlag Christian Brandstätter Wien)

Einzigartige Bilder und sehr gut gewählter Text, ansprechendes Layout

Den beiden Autoren ist auf knapp 300 Seiten etwas gelungen, was auf den ersten Blick einfach erscheint, es aber nicht ist! Nämlich aus der fast 1 800jährigen Geschichte der Stadt Salzburg einerseits nur das Wesentliche zu schildern, andererseits aber doch so viel und so gekonnt ausgewählt, dass der Leser einen umfassenden Eindruck dieser ältesten Stadt des heutigen Österreichs erhält.

Neuhardt stellt den geschichtlichen Teil unter den Titel „Eine Geschichte des Erzbistums in Schlaglichtern“: „Hruedprecht und Frgal – wer waren sie wirklich?“, „Hier wohnt die Schönheit Hüterin der Todten“ sind zwei der 36 Themen dieses Kapitels. Besonders gut gelungen finde ich die Auswahl der Fürsterzbischöfe, was angesichts der mehr als 80 auch nicht ganz einfach ist. Doch mit Eberhard II., dem „Baumeister des Landes Salzburg“, Wolf Dietrich von Raitenau oder dem Fürsterzbischof mit dem Brezelschweif, Paris Graf Lodron (u. a.) schreibt Neuhardt durchaus lebendig und interessant über die interessante Geschichte des Landes. […weiterlesen]