Zwei Reiseführer über die Provence und die Côte d’Azur im Vergleich

zwei Reisefürer Südfrankreich

Links das Titelbild zeigt den „Jardin Exotique“ in Eze-Village an der Côte d’Azur, rechts, das obere Titelbild Saint Tropez und unten ein Lavendelfeld (das ist das Titelbild bereits von der 10. Auflage, Bildquelle: DuMont Verlag, Michael Müller Verlag)

1 152 Seiten über die Provence und die Côte d‘Azur in zwei unterschiedlichen Reiseführern habe ich mehr oder weniger gelesen und miteinander verglichen. Nicht, dass ich nichts anderes zu tun hätte, sondern für meine Tätigkeit als Reisejournalist und weil ich über diese Region Frankreichs Reisevorträge hielt, habe ich mir von den beiden Reiseverlagen Michael Müller und DuMont diese Reiseführer besorgt. Beide Reiseführer sind sehr gut und trotzdem gibt es Unterschiede.

DuMont: In Anbetracht der Größe und Vielfalt des beschriebenen Gebiets sehr informativ
Ich darf nicht ungerecht sein – mit 456 Seiten ein umfangreiches Werk für einen großen Teil der Region „Provence-Alpes-Côte d’Azur“. Aber im Vergleich zum Michael-Müller-Reiseführer desselben Gebiets eben doch nicht ganz so detail- und facettenreich.

Der allgemeine Teil mit gut 80 Seiten bietet knappe, aber sinnvolle Informationen. Wer sich vertiefen möchte, muss auf andere Literatur ausweichen. Beispiel, das Kapitel „Essen und Trinken“ umfasst nicht ganz sechs Seiten plus zwei Seiten kulinarisches Vokabular. Weiterlesen

Auvergne, Tarn & Cevennen – ein schönes Dumont-Reise-Taschenbuch

Auvergne, Tarn, Cevennen, Dumont Reise-Taschenbuch

die mittelalterliche Nôtre-Dame-Brücke über den Fluss Lot in Mende

Dieser Reiseführer macht Lust auf die vielen unbekannten, aber sehenswerten Orte, Landstriche und Vulkane im Massif Central in Frankreich.

„Mit ungewöhnlichen Entdeckungstouren und persönlichen Lieblingsorten“ verspricht das Buch am Einband und beides trifft in diesem Reiseführer besonders zu. Der Autor zeigt sich im Buch als tatsächlich echter Kenner der Region. Unter all den auvergnatischen Romantikorten empfiehlt er Besse-et-Saint-Anastaise zu besuchen und ein Mittagessen sollte man am Stauteich in Florac einplanen.

Wer das Ungewöhnliche sucht, findet in der Auvergne alte Handwerkstechniken. Latzke verrät auch, wo man am besten wandern und Kanu fahren kann. Die Auvergne ist wirklich eine besondere Region, die westlich von Lyon auch die höchsten Berge im Landesinneren Frankreichs und die größte zusammenhängende Kraterlandschaft des Landes bietet. Wer den Charme vergangener Modekurorte liebt, wird ihn in Vichy finden. Weiterlesen

Lissabon: Lebendige und detaillierte Beschreibung einer sehenswerten Stadt

Lissabon Elevador da Bica Bairro Alto

Das Bild zeigt den „Elevador da Bica“ im Stadtviertel „Bairro Alto“

Mein letzter Aufenthalt in Lissabon liegt schon ein paar Jahre zurück. Was hat sich getan und ist die Stadt immer noch so attraktiv wie ich sie in Erinnerung habe? Jürgen Strohmaier hat mir in seinem neuen Dumont-Reise-Taschenbuch über Lissabon beide Fragen mehr als zufriedenstellend beantwortet.

Schmunzeln musste ich über seine Zeilen zum Thema „Nur wenig Zeit? Lissabon zum schnellen Kennenlernen“. Denn wer nur für ein paar Stunden in diese Stadt reist, dem ist nicht zu helfen! Lissabon ist eine Stadt, in der man sich wohlfühlt und man mehrere Tage bleibt, bleiben kann. Weiterlesen

DuMont Bildatlas Sardinien ausgezeichnet als bestes Reisemagazin über Italien

Sardinien Bildaltlas von DuMont

Titelbild des neuen Sardinien-Bildaltlas von DuMont

Der DuMont Bildatlas Sardinien wurde beim Wettbewerb „Premio Enit 2013“ in der Kategorie „Zeitschrift“ als bestes Reisemagazin ausgezeichnet.

Die italienische Zentrale für Tourismus ENIT vergibt den Preis jährlich in vier Kategorien. Die Autoren Birgit Müller-Wöbcke und Manfred Wöbcke machen mit ihrem Text Lust auf abwechslungsreiche Entdeckertouren durch diese Region. Fotograf Tobias Hauser führt mit spektakulären Panoramen kreuz und quer über die Insel. Traumbuchten, herrliches Bergland und eine frühlingshafte Blütenpracht präsentiert das Reisemagazin mit seinen starken Impressionen, mit spannenden Geschichten und wertvollen Reisetipps […weiterlesen]

Papstwahl: Baedeker zeigt es anschaulich und ich hab‘ noch eine Anekdote dazu

Papstwahl als Infografik des neuen Baedeker Rom Reiseführers

Infografik des neue Baedeker Rom (c) Baedeker Ostfildern

Papst Benedikt XVI. hat mit seiner weisen Entscheidung, im Alter von 85 Jahren seine Rücktritt vom Amt als Papst mit Ende Februar 2013 bekannt zu geben, natürlich viele Reaktionen ausgelöst.  Eine Frage beschäftigt sich dabei auch damit, wer wird wohl der nächste Papst werden?

Wie wird ein Papst eigentlich gewählt?
Aber nicht nur die Namensfrage ist dabei ein wichtiger Punkt, sondern auch das Prozedere – wie wird eigentlich ein Papst gewählt? Wie eine Papstwahl funktioniert, zeigt ganz anschaulich eine Infografik im gerade neu erschienenen Baedeker Rom. Wie viele Kardinäle sind wahlberechtigt? Wie geht das mit dem Rauch? Welche Päpste amtierten im letzten Jahrhundert?

Neben der Infografik liefert der neue Baedeker Rom auch ausführliche Wissensspecials zur Geschichte des Papsttums und zu Michelangelos Farbkosmos – der Ausmalung der Sixtinischen Kapelle, in der die Papstwahl durchgeführt wird. Weiterlesen

Languedoc Roussillon – DuMont Reise-Handbuch

Gut recherchiert und mit guten Bildern

Mag mir jemand nachsagen, ich sähe so manche Region Europas mit verklärtem Auge, so kann ich mit Überzeugung sagen, dass ich diese Region (fast) nicht kenne und daher lasse ich mich erst von diesem Reise-Handbuch inspirieren. Das „fast“ deutet darauf hin, dass überraschender Weise für manchen die bekannten südfranzösischen Orte Nîmes und Pont du Gard nicht in der Provence, sondern bereits in dem Languedoc Roussillon liegen. Und von diesem Teil, der westliche der Rhône-Mündung ist, bis in die Pyrenäen hinauf zum Kleinstaat Andorra, zieht sich diese Region.

Simon beschreibt die „Folies“, die „Verrücktheiten“, und meint damit die Lustschlösser rund um Montpelier, deren es sieben gibt und Folies genannt werden. Auch Wandervorschläge bietet er an, wie jenen um den Pic St.-Loup (658 m ü. A.). Ja, und im Kapitel über die Ardèche, einen Fluss, kann ich wieder selbst mitreden. Mein allererster Frankreich-Urlaub führte mich 1979 in diese wunderbare Landschaft im Norden der Region. Dort, im Gebiet um den Mont Lozère und der Nord-Cevennen, liegen Wander- und Wasserparadiese. Etliche Grotten können auch besichtigt werden, nachzulesen in [weiterlesen]

DuMont Reise-Handbuch: Süditalien

DuMont Reise-Handbuch: Süditalien

Das Titelbild zeigt Polignano al Mare in Apulien (Foto: DuMont Reiseverlag Ostfildern)

Viel Information über weniger bekannte Regionen im Süden Italiens

440 Seiten über die süditalienischen Regionen Kampanien, Apulien, Basilicata und Kalabrien zeigen, dass auch diese Regionen viel zu bieten haben. „Roberto Saviano und die Camora“, „Mittelalterliche Babyklappe“, „Der Heilige Nikolaus“ „Albaner, Griechen und Waldenser“ sind einige der 20 Sonderthemen, die Christoph in diesem Führer neben den Beschreibungen der Regionen behandelt.

Schon die einführenden Kapitel lesen sich interessant. Da berichtet Christoph über die Völker, die einst im Süden Italien lebten und heute noch die Kultur (vor allem die Esskultur) beeinflussen, Deutsche waren auch darunter (die Staufer), vom Zug der Tausend von Garibaldi bis zur Einigung Italiens, über die architektonische Sonderstellung der Trulli und über „Slow Food“.

Vom hl. Nikolaus, dem „Festa della Madonna del Pollino“ und den Tremiti-Inseln
Bei Neapel, dem Golf mit Capri und Ischia sowie bei der Amalfitana wird der Leser noch kennend nicken; schwieriger wird es vielleicht schon mit dem Cilento, wo der Parco Nazionale Cliento de Vallo di Diano liegt, der seit 1996 auf der UNESCO-Liste steht. [weiterlesen]

Buchtipp: Südengland, DuMont Reise-Handbuch

Südengland, DuMont Reise-Handbuch

eine englische Telefonzelle

Ein Führer mit vielen Tipps, durchaus für einen abwechslungsreichen Urlaub geeignet
Die Bilder stammen von meinem eigenen Aufenthalt 1996 in diesem Teil Englands und sind Kopien von Dias – bitte die Qualität daher zu entschuldigen.

Seefahrt, Gärten und Country Houses
Die Autorin Ingrid Nowel lebt in London und bereist immer wieder Südengland. Sie schreibt am liebsten über Seefahrt, Gärten und Country Houses. Nun, nichts Besseres konnte dem Verlag passieren, als solch eine Autorin für dieses Reise-Handbuch zu gewinnen. Denn gerade dieser Teil England ist eng mit der Seefahrt verbunden (Lord Nelson ließ seine Flotte in Buckler’s Hard südwestlich von Portsmouth bauen, von Plymouth fuhren die Auswandererschiffe nach Amerika u.a.) und bietet an „jeder Ecke“ einen sehenswerten Garten, Park und oder Country House.

Meinen ersten England-Aufenthalt verbrachte ich in der Grafschaft Kent in Deal, einem kleinen Dorf nordöstlich von Dover, sah damals erstmals die White Cliffs und Dover Castle und erlebte Canterbury. Später habe ich dann ganz Südwestengland bereist und bin beim Lesen dieses Reise-Handbuchs ins Schwärmen in Erinnerungen gekommen.

Überaus gut gelungene Auswahl der Bilder [weiterlesen]