Am höchsten befahrbaren Punkt der Straße

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Edelweißhütte Edelweißspitze

Panoramablick über die Bergwelt der Glocknergruppe von der Edelweißspitze aus am frühen Morgen – übernachtet hatte ich in der Edelweißhütte (rechts)

Edelweißstraße

Das Kopfsteinpflaster der Edelweißstraße (Bild Bernd Graessl, GROHAG)

Ein paar Kehren und gut 150 Meter höher ist das Dr. Franz Rehrl-Haus (2 405 m ü. A., Restaurant Fuschertörl) mit einem großen Parkplatz und bei schönem Wetter mit herrlicher Aussicht hinunter ins Ferleitental, zum Großen Wiesbachhorn und auf der anderen Seite ins Seidlwinkeltal und zum Hochtor, der Grenze zwischen dem Bundesland Salzburg und Kärnten.

Den höchsten befahrbaren Punkt der hochalpinen Panoramastraße, die Edelweißspitze (2 571 m ü. A.) erreichen wir vom Rehrl-Haus entweder über die noch original mit Stöckelstein gepflasterte Edelweißstraße oder zu Fuß in etwa 30 Minuten und weitere 150 Höhenmetern auf dem Edelweißgrat. Oben auf der Edelweißspitze werden wir dann mit einem herrlichen 360°-Blick über die Hohen Tauern belohnt, klares Wetter natürlich vorausgesetzt. Nur wenige Meter unterhalb der Spitze kann man sich in der Edelweißhütte stärken (und auch übernachten), bevor wir unsere Hochgebirgsreise fortsetzen. Weiterlesen

68. Österreich-Radrundfahrt-Glocknerkönig wird auf der Edelweißspitze gekrönt

Glocknerkönig 2016 Großglockner Hochalpenstraße Edelweißspitze

Trophäe für den „Glocknerkönig“ 2016, im Hintergrund die Edelweißspitze, von links führt die Straße von Ferleiten herauf (Bildquelle: Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Als Glocknerkönig wird der Gewinner der Bergwertung auf der Großglockner Hochalpenstraße bei der Österreich-Radrundfahrt bezeichnet. Und die Bergetappe der vierten Etappe der 68. Österreich-Radrundfahrt endet am 6. Juli 2016 am höchsten befahrbaren Punkt der Großglockner Hochalpenstraße, auf der Edelweißspitze auf 2.571 m ü. A. Weiterlesen

Attraktionen entlang der Großglockner Hochalpenstraße

Großglockner Hochalpenstraße

Die Großglockner Hochalpenstraße in der Übersicht: die kleinen Bilder von links: Haus Alpine Schau, Edelweißspitze, Glocknerwiese beim Rasthaus Schöneck und Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte

Wer meint, die Großglockner Hochalpenstraße, sei „nur“ eine hochalpine Panoramastraße von 48 Kilometer Länge mit 36 Kehren, die zum Fuße seiner Majestät, dem Großglockner, führe, der irrt sich. Entlang dieser Straße über den Alpenhauptkamm der Hohen Tauern gibt es etliche interessante Ausstellungen – seit 23. Juni 2016 eine neue.

„Faszination Berg“ – Entwicklung des Alpinismus im Haus Piffkar

Piffkar Großglockner Hochalpenstraße Faszination Berge

Piffkar, Ausstellung „Faszination Berge“ über den Salzburger Alpinismus

Wer sich von Salzburger Seite aus die Ausstellungen ansehen möchte, erreicht bereits kurz nach der Kassenstelle in Ferleiten (1 150 m ü. A.) das Piffkar (1 620 m ü. A.). In diesem ehemaligen Straßenwärterhaus gibt es seit 23. Juni 2016 eine neue Ausstellung über die Geschichte des Salzburger Alpinismus zu sehen. Während man im 19. Jahrhunderts „unten im Tal“ in Bad Fusch kurte,   bestieg 1841 der Salzburger Fürsterzbischof Kardinal Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg mit Pfarrer A. Embacher und fünf Begleitern von Ferleiten aus das Große Wiesbachhorn (3 564 m ü. A.). Es ist dies der höchste Berg, der sich zur Gänze im Land Salzburg befindet.  Im selben Jahr wurde auch der offiziell höchste Berg Salzburgs, der Großvenediger (3 657 m ü. A.) zum ersten Mal bestiegen. Er befindet sich am Alpenhauptkamm auf der Grenze Salzburg – Osttirol. Weiterlesen

Vor 80 Jahren: Eröffnung der Nordrampe der Großglockner Hochalpenstraße

Großglockner Hochalpenstraße 1934

Franz Wallack (links) bei seiner Eröffnungsrede, ganz rechts Landeshauptmann Franz Rehrl (Bildquelle Archiv der Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Österreich | Salzburg | Hohe Tauern | Als im Jahr 1922 eine Gruppe österreichischer Experten Pläne für eine Straße über die Hohen Tauern beim Hochtor vorlegte, erntete sie vorwiegend Spott. Im Juni 1924 erhielt der Kärntner Ingenieur Franz Wallack den Auftrag, diese Panoramaalpenstraße zu trassieren. Der erste Sprengschuss zur Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße fiel am 30. August 1930 und vier Bausommer später, am 23. September 1934, konnten Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl und Ing. Franz Wallack die Straße bis zum Fuscher Törl eröffnen (auf Kärntner Seite war sie bereits 1933 bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe eröffnet worden).

Der Bausommer 1934
Mit Hochdruck trieb Wallack im kurzen Bausommer 1934 die Arbeiten zur Fertigstellung der Straße voran. Es fehlten nur noch wenige Kilometer zwischen dem Fuscher Törl und dem Hochtor. Noch zur Zeit des Hochgebirgswinters nahmen die Arbeiter von Kärnten und von Salzburg wieder ihre Arbeit auf. Das war am 25. Mai 1934 – die Arbeiten am Hochtortunnel wurden wieder aufgenommen, wo noch im Spätnovember 1933 den Stollendurchschlag gelungen war. Mitte Juni konnte mit dem Tunnelanschlag des Mittertörltunnels begonnen werden und am 22. September 1934 gelang dem Salzburger Landeshauptmann die legendäre Erstbefahrung auf dem Unterbau der Glocknerstraße-Scheitelstrecke. Das war einen Tag vor der Eröffnung der Straße auf Salzburger Seite von Hochmais bis zum Fuscher Törl. Weiterlesen

Vor 80 Jahren: 1934 Erstbefahrung der Glocknerstraße-Scheitelstrecke

Großglockner Hochalpenstraße Erstbefahrung 1934

Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl am Steuer, neben ihm der Erbauer der Straße, Ing. Franz Wallack, auf einer etwas flotteren Fahrt kurz vor ihrer Ankunft in Heiligenblut (Bildquelle Archiv der Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Franz, der Franz, der Dr. Rehrl, hat mich gerade wissen lassen, dass er am 22. September über die Straße nach Heiligenblut fahren will“. So oder ähnlich hatte Josefine Wallack am 19. September 1934 ihren Mann, Ing. Franz Wallack, telefonisch informiert. Ing. Wallack war Planer und Bauleiter der gerade im Gange befindlichen Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße.

22. September 1934: Mit einem Pkw über die Großglockner Hochalpenstraße
Nachdem „der Franz, der Dr. Rehrl“, der damalige Salzburger Landeshauptmann und Initiator des Baus der Großglockner Hochalpenstraße, nach Jahren des sogenannten Variantenstreits im Sommer 1933 endlich eingelenkt hatte, stand Ing. Wallack 1934 unter einem enormen Zeitdruck. Die Straße sollte nämlich 1935 eröffnet werden. Beim Variantenstreit ging es darum, dass Dr. Rehrl eine wesentlich teurere Scheitelstrecke vom Salzburger Hochmais zur Kärntner Kaiser-Franz-Josefs-Höhe durchsetzen wollte als Ing. Wallack sie geplant hatte, damit die Kärntner nicht an den Mautgebühren und somit auch an damals wichtigen Deviseneinnahmen mitnaschen können. Aber das ist eine eigene Geschichte. Jedenfalls wurde im kurzen Bausommer 1934, der erst Mitte Mai in dieser Höhenlage begonnen hatte, unter Hochdruck an der Fertigstellung der Straße gearbeitet. Weiterlesen

Buchtipp: Erlebnis Großglockner Hochalpenstraße

Buchtipp: Erlebnis Großglockner Hochalpenstraße

Das Titelbild ist von der Edelweißspitze aufgenommen, zeigt in der Bildmitte das Fuscher Törl, links den Brennkogel (3 018 m ü. A.) und rechts das Sinnwelleck (3 261 m ü. A.), Blickrichtung Westen

Salzburg | Kärnten | Hohe Tauern | Eine Raststätte, durch deren Mitte die Grenze zweier Gemeinden des Nationalparks Hohe Tauern verläuft, ein Wirt, der verletzte Murmeltiere – Mankeis – aufzieht, Schneefräsen, konstruiert vom Erbauer der Straße, Hofrat Wallack, die schon über 50 Jahre im Einsatz sind, die Geschichte von der Hexenküche, ein Turm auf der Edelweißspitze, der einen wichtigen geografischen Vermessungspunkt in den Alpen darstellt, Kunstwerk „Kraft Wellenberg“, in Stein gehauene Bergmännlein, der schönste Jausenplatz Österreichs, die Glocknersage oder Pfirsiche, Feigen, Melonen, Champagner und Tokayer bei der Erstbesteigung des Großglockners – Herbert Gschwendtner hat einfach ein sympathisches, lesenswertes Buch geschrieben! Und er hat viele noch unbekannte, zumindest weniger bekannte Details aufgegriffen (Blunter Tauern, altes Streckentelefon, Rotmoos im Käfertal u.a.).

Hexenzahn, Türkenbundlilie, Gamsgrubenweg – viele Bilder im Buch

Doch nicht nur das. Die ganz- und doppelseitigen Bilder zeigen einerseits schon auch die eindrucksvolle Gebirgslandschaft entlang der Straße, andererseits bietet aber fast jedes Bild ein besonders Detail, wie beispielsweise der Hexenzahn in der Hexenküche, die Türkenbundlilie am Blumenlehrweg Schöneck, auf der eine Biene (oder Hummelart?) sitzt oder das Bild, das den Blick aus einem Tunnel am Gamsgrubenweg zeigt, in dessen Mitte der Großglockner aufragt. Weiterlesen

Großglockner Hochalpenstraße: Saisoneröffnung am Samstag, 28. April 2012

Großglockner Hochalpenstraße Schneeräumung Durchstich

GD Dr. Johannes Hörl (Vorstand Großglockner Hochalpenstraßen AG) mit Anton BERNHARD und Josef Lechner (Mitarbeiter der Schneeräummannschaft) beim Durchstich der beiden Schneeräummannschaften am 27. April 2012

Die Schneeräummannschaft der Großglockner Hochalpenstraße hatte es trotz Sonnenschein wahrlich nicht einfach. Nach nächtlichen Neuschneefällen und Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h tagsüber kämpften sich die Wallack-Rotationsschneepflüge Meter um Meter von Kärnten und Salzburg zum Hochtor.

Der Winter ist (fast) vorbei, in 2 500 m ü. A.
Trotz verspäteter Wintereinbrüche wurde der Durchstich geschafft und die Großglockner Hochalpenstraße kann für die Besucher am Samstag, den 28. April 2012 ab 6.00 Uhr freigegeben werden.

Der Durchzug von Nord nach Süd sowie die Auffahrt bis zum Schöneck sind unter sehr guten Bedingungen möglich. Die Großglockner Hochalpenstraße ist mit Sommerreifen befahrbar. Die Auffahrt bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe wird in wenigen Tagen (voraussichtlich am Donnerstag, den 3. Mai 2012) freigegeben – bis dahin gelten ermäßigte Tarife. Die Stichstraße zur Edelweißspitze (1,6 km) wird aufgrund von Bauarbeiten voraussichtlich am Samstag, den 12. Mai 2012 geöffnet. [weiterlesen]