Auch bei Regen reizvoll: die Alabasterküste in der Normandie

Frankreich, die Alabasterküste in der Haute Normandie bei Étretat

Frankreich, die Alabasterküste in der Haute Normandie bei Étretat © ATOUT FRANCE/R-Cast

Frankreich | Normandie | Wer einen Urlaub in der französischen Region Haute-Normandie an der sehenswerten Alabasterküste mit ihren Kreidefelsen plant, wird das Wetter nicht vorausplanen können. Er wäre wohl enttäuscht, hätte er aufgrund von Bildern, die strahlenden Sonnenschein und im Meer Badende zeigen, sich für diesen Teil Frankreichs entschieden und dann im Juli, seiner Reisezeit, wolkenverhangenen Himmel vorgefunden. Dieser lässt zeitweise recht ausgiebigen Regen auch über den saftig grün leuchtenden Feldern im Hinterland niedergehen. Also ist es vernünftiger von vorneherein den alten Spruch zu beherzigen: das Wetter ist nie schlecht, nur die Kleidung falsch.

Hier malten Impressionisten und passierten Flugpioniere die Küste: Étretat

So ausgerüstet nimmt man Quartier in einem der Orte entlang der Küste, die sich nördlich von Le Havre rund 130 Kilometer lang bis hinter Le Tréport an der Grenze zur Region Picardie erstreckt. Dabei ist die Landschaft der „Hautes Falaises“, der „hohen Kreidefelsen“, mit ihren Küstenorten Saint-Jouin-Bruneval, Étretat, Yport, Fécamp und Saint-Pierre-on Port der reizvollste Abschnitt der „Côte d’Albâtre“.

Bei Étretat sind die spektakulärsten Kreidefelsen zu sehen [weiterlesen]

Explosiver Bénédictine – ein Kräuterlikör aus der Normandie

Benedictine Kräuterlikör aus Fécamp, Haute-Normandie, Frankreich

zwei Kräuterliköre – zwei Farben

Frankreich | Normandie | Fécamp | Alexandre Le Grand, ein Weinhändler und Industrieller aus Fécamp in der Haute Normandie, schon am Ärmelkanal gelegen, sitzt über einem Manuskript der Klosterbibliothek in Fécamp, von denen Teile ihm gehörten. Don Bernardo Vincelli, so liest er, ein Benediktinermönch aus Monte Cassino (Süditalien), war 1505 nach Fécamp ins Kloster gekommen. Ein begnadeter Kräuterexperte, wie Le Grand feststellt und sich in ein Likörrezept vertieft.

So war es wohl damals im Jahre 1863 gewesen, als Alexandre Le Grand jenes Grundrezept für den heute weltweit bekannten Kräuterlikör Bénédictine gefunden hatte. Doch zunächst musste er die Schrift erst entziffern, dann das Rezept in die damalige Zeit übersetzen und schließlich durch unzählige Experimente die genaue Zusammensetzung jener 27 Kräuter herausfinden, die den Geschmack des heutigen Produkts ausmachen… [weiterlesen]

Sissitot, Pardon, Sassetot-le-Mauconduit – der Kaiserin Urlaubsort 1875

die Gruppe „Au Temps du Quadrille“, Sassetot-le-Mauconduit, Frankreich, Haute Normandie

Frankreich | Normandie | Sassetot-le-Mauconduit | Wo „Sisi“, Elisabeth von Österreich, vom Pferd gestürzt war und fast ertrunken wäre

Wenn man in Frankreich von Paris die Seine flussabwärts fährt, gelangt im Bereich der Mündung der Seine in den Atlantik in die französische Region Normandie. Südlich der Seine – „Basse Normandie“ – die „niedere Normandie“, nördlich der Seine – „Haute Normandie“ – die „obere Normandie“. Dorthin führte mich meine Reise.

Anno 1875
Ihre Majestät Marie Elisabeth Eugenie, Kaiserin von Österreich, die incognito unter dem Namen Gräfin Hohenembs reist, ist diesen Morgen um 08:50 Uhr in Fécamp mit dem kaiserlichen Zug angekommen“. Man schrieb den 31. Juli 1875 in der Haute Normandie an der Alabasterküste. Die Kaiserin begann einen zweimonatigen Urlaub in dem kleinen normannischen Ort Sassetot-le-Mauconduit, der nur wenige Kilometer vom Bahnhof von Fécamp entfernt ist. Begleitet wurde sie von ihrer kränklichen siebenjährigen Tochter, der Erzherzogin Marie Valerie und einer Belegschaft von 70 Personen. Am 25. September 1875 verließ Sisi wieder die Normandie und kehrte nie mehr wieder dorthin zurück. [weiterlesen]