Fest der Heiligen Rosa in Viterbo, Italien, mit 30 m hohem Turm

Italien | Latium | Salzburg | 12. März 2018 |  Jedes Jahr am Abend des 3. September findet in Viterbo in der italienischen Region Latium ein einzigartiges Spektakel statt, das tausende Besucher aus aller Welt anzieht: zu Ehren der Stadtheiligen Santa Rosa wird ein fast 30 m hoher und 5 Tonnen schwerer Turm, die „Macchina di Santa Rosa“, durch das historische Zentrum transportiert.

Über 100 starke Männer, „Facchini“ genannt, sind notwendig, um die Macchina auf ihrem ca. 1 km langen Weg  durch die oftmals sehr schmalen Gassen zu tragen.  Alle fünf Jahre wird der Turm ausgewechselt und ein neuer Designwettbewerb von der Stadt in der Nähe des Bolsena-Sees ausgeschrieben. Die Tradition reicht laut einer Legende zurück auf das Jahr 1258, als Papst Alexander IV nach einem Traum den Leichnam der heiligen Rosa von der Kirche Santa Maria in Poggio zur Kirche Santa Maria delle Rose überführen ließ.

Die Prozession wurde 2013 von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Weitere Infos:
www.visitlazio.com/de/feste-popolari/-/turismo/615370/viterbo-macchina-di-santa-rosa
www.visit.viterbo.it

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Sissitot, Pardon, Sassetot-le-Mauconduit – der Kaiserin Urlaubsort 1875

die Gruppe „Au Temps du Quadrille“, Sassetot-le-Mauconduit, Frankreich, Haute Normandie

Frankreich | Normandie | Sassetot-le-Mauconduit | Wo „Sisi“, Elisabeth von Österreich, vom Pferd gestürzt war und fast ertrunken wäre

Wenn man in Frankreich von Paris die Seine flussabwärts fährt, gelangt im Bereich der Mündung der Seine in den Atlantik in die französische Region Normandie. Südlich der Seine – „Basse Normandie“ – die „niedere Normandie“, nördlich der Seine – „Haute Normandie“ – die „obere Normandie“. Dorthin führte mich meine Reise.

Anno 1875
Ihre Majestät Marie Elisabeth Eugenie, Kaiserin von Österreich, die incognito unter dem Namen Gräfin Hohenembs reist, ist diesen Morgen um 08:50 Uhr in Fécamp mit dem kaiserlichen Zug angekommen“. Man schrieb den 31. Juli 1875 in der Haute Normandie an der Alabasterküste. Die Kaiserin begann einen zweimonatigen Urlaub in dem kleinen normannischen Ort Sassetot-le-Mauconduit, der nur wenige Kilometer vom Bahnhof von Fécamp entfernt ist. Begleitet wurde sie von ihrer kränklichen siebenjährigen Tochter, der Erzherzogin Marie Valerie und einer Belegschaft von 70 Personen. Am 25. September 1875 verließ Sisi wieder die Normandie und kehrte nie mehr wieder dorthin zurück. [weiterlesen]