Stör-Aktion für frischen Kaviar

Walter Grüll erzählt Interessierten von Zucht und Zubereitung

Walter Grüll erzählt Interessierten von Zucht und Zubereitung

Wie der Kaviar aus dem Fisch in die Dose kommt

Sie zappeln nicht mehr und füllen die ganze mit Eis bedeckte Tischfläche. Die Rede ist von jenen drei Stören, die Österreichs einziger Kaviarproduzent Walter Grüll zum Ausnehmen und Verarbeiten vorbereitet hat. Jeder wiegt um die 10 Kilogramm und trägt etwa 700 Gramm Rogen, Kaviar, in sich. Ultraschallgerät und Albino-Störe 27 Störarten gibt es, die größten werden sieben bis acht Meter lang, wiegen zwischen einer und eineinhalb Tonnen und können bis zu 120 Jahre alt werden. Acht bis zwölf Jahre musste Grüll warten, bis seine Störe erstmals „erntereif“ für den begehrten Kaviar waren. Seit 2002 kann nun Walter Grüll Fischhandel in Grödig bei Salzburg echten Stör-Kaviar anbieten. Grüll zählt zu den nur zwölf Züchtern von Stören weltweit. Er züchtet zehn verschiedene herkömmliche Arten. Doch sein wirklich großer Wurf ist die Züchtung von zwei weißen Störarten, von Albino-Stören, von denen weltweit nur acht Kilo Kaviar geerntet werden können. Bis zu € 15.000.– muss man am internationalen Markt pro Kilo für diese weiße Delikatesse bezahlen. Wie viel davon aus Grüll’s Zucht stammt, darüber hüllt sich der Züchter schmunzelnd in Schweigen. Weiterlesen

Walter Grüll, Fischzüchter und Kaviarproduzent, zog in die „weite Welt“ und lehrte…

Walter Grüll scheint von der lokalen Spezialität "Cui" - Meerschweinchen - begeistert zu sein, gegessen wurde es in den Hallen des Fischereibetriebes - ein Fahrrad als Deko

alter Grüll scheint von der lokalen Spezialität "Cui" - Meerschweinchen - begeistert zu sein, gegessen wurde es in den Hallen des Fischereibetriebes - ein Fahrrad als Deko

„Ach ja, die Händlerin aus Cusco fragte noch, mit was du räucherst…“ schrieb Christina im Sommer 1998 an den Salzburger Fischzüchter Walter Grüll vom Al Pescatore in Grödig

„Reproduktiven Zuchthilfe“ am anderen Ende der Welt

Doch blenden wir in den Mai des Jahres 1998 zurück. Das kleine peruanische Dorf Arapa liegt am gleichnamigen See, einem Seitenarm des Titicaca-See, rund 11 000 Kilometer südwestlich der kleinen Salzburger Gemeinde Grödig. Arapa befindet sich in Südamerika im Hochland der Anden auf 3 878 m ü. A., Grödig auf 446 m ü. A.; in Arapa spricht man Quechua, die meistgesprochene indigene Sprache Südamerikas, in Grödig wird ein Salzburger Dialekt gesprochen, wohl nicht die meistgesprochene Sprache Europas. Weiterlesen