85 Jahre Steyr 100, das Glocknerauto und Transasien-Expeditionsfahrzeug

Erstbefahrung der Großglockner Hochalpenstraße: das

Erstbefahrung der Großglockner Hochalpenstraße: das „Glocknerauto“ hat die Edelweißspitze erreicht. Bildquelle Großglockner-Wallack-Archiv Salzburg.

Salzburg | Kärnten | 19. September 2019 | Die Geschichte eines kleinen österreichischen Automobils begann vor 85 Jahren im September 1934 mit einer abenteuerlichen Erstbefahrung der Großglockner Hochalpenstraße und führte es ein Jahr später auf eine Weltumrundung. Ein Nachbau steht heute in der Dauerausstellung „125 Jahre Automobilismus“ auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe an der Glocknerstraße. Dieser Artikel berichtet von den beiden aufsehenerregenden Leistungen des Fahrzeugs, ihrer Lenker und der weiteren Geschichte der Automobile.

165 Zentimeter Platz zwischen Stollenhölzern für ein 158 Zentimeter schmales Automobil

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Vor 80 Jahren: Eröffnung der Nordrampe der Großglockner Hochalpenstraße

Großglockner Hochalpenstraße 1934

Franz Wallack (links) bei seiner Eröffnungsrede, ganz rechts Landeshauptmann Franz Rehrl (Bildquelle Archiv der Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Österreich | Salzburg | Hohe Tauern | Als im Jahr 1922 eine Gruppe österreichischer Experten Pläne für eine Straße über die Hohen Tauern beim Hochtor vorlegte, erntete sie vorwiegend Spott. Im Juni 1924 erhielt der Kärntner Ingenieur Franz Wallack den Auftrag, diese Panoramaalpenstraße zu trassieren. Der erste Sprengschuss zur Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße fiel am 30. August 1930 und vier Bausommer später, am 23. September 1934, konnten Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl und Ing. Franz Wallack die Straße bis zum Fuscher Törl eröffnen (auf Kärntner Seite war sie bereits 1933 bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe eröffnet worden).

Der Bausommer 1934
Mit Hochdruck trieb Wallack im kurzen Bausommer 1934 die Arbeiten zur Fertigstellung der Straße voran. Es fehlten nur noch wenige Kilometer zwischen dem Fuscher Törl und dem Hochtor. Noch zur Zeit des Hochgebirgswinters nahmen die Arbeiter von Kärnten und von Salzburg wieder ihre Arbeit auf. Das war am 25. Mai 1934 – die Arbeiten am Hochtortunnel wurden wieder aufgenommen, wo noch im Spätnovember 1933 den Stollendurchschlag gelungen war. Mitte Juni konnte mit dem Tunnelanschlag des Mittertörltunnels begonnen werden und am 22. September 1934 gelang dem Salzburger Landeshauptmann die legendäre Erstbefahrung auf dem Unterbau der Glocknerstraße-Scheitelstrecke. Das war einen Tag vor der Eröffnung der Straße auf Salzburger Seite von Hochmais bis zum Fuscher Törl. Weiterlesen

Vor 80 Jahren: 1934 Erstbefahrung der Glocknerstraße-Scheitelstrecke

Großglockner Hochalpenstraße Erstbefahrung 1934

Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl am Steuer, neben ihm der Erbauer der Straße, Ing. Franz Wallack, auf einer etwas flotteren Fahrt kurz vor ihrer Ankunft in Heiligenblut (Bildquelle Archiv der Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Franz, der Franz, der Dr. Rehrl, hat mich gerade wissen lassen, dass er am 22. September über die Straße nach Heiligenblut fahren will“. So oder ähnlich hatte Josefine Wallack am 19. September 1934 ihren Mann, Ing. Franz Wallack, telefonisch informiert. Ing. Wallack war Planer und Bauleiter der gerade im Gange befindlichen Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße.

22. September 1934: Mit einem Pkw über die Großglockner Hochalpenstraße
Nachdem „der Franz, der Dr. Rehrl“, der damalige Salzburger Landeshauptmann und Initiator des Baus der Großglockner Hochalpenstraße, nach Jahren des sogenannten Variantenstreits im Sommer 1933 endlich eingelenkt hatte, stand Ing. Wallack 1934 unter einem enormen Zeitdruck. Die Straße sollte nämlich 1935 eröffnet werden. Beim Variantenstreit ging es darum, dass Dr. Rehrl eine wesentlich teurere Scheitelstrecke vom Salzburger Hochmais zur Kärntner Kaiser-Franz-Josefs-Höhe durchsetzen wollte als Ing. Wallack sie geplant hatte, damit die Kärntner nicht an den Mautgebühren und somit auch an damals wichtigen Deviseneinnahmen mitnaschen können. Aber das ist eine eigene Geschichte. Jedenfalls wurde im kurzen Bausommer 1934, der erst Mitte Mai in dieser Höhenlage begonnen hatte, unter Hochdruck an der Fertigstellung der Straße gearbeitet. Weiterlesen

331 Jahre vom fürsterzbischöflichen Goldtransportweg zur modernen Gerlos Alpenstraße

Gerlos Alpenstraße

Bau Oktober 1962 – ein Postauto nützt die halbfertige Straße zur Fahrt nach Gerlos

Österreich | Salzburg | Pinzgau | 70 Arbeiter stellten einen 3,5 m breiten Karrenweg vom Tiroler Zell am Ziller ins Salzburger Wald im Pinzgau so weit fertig, dass im Sommer 1631 eine vierspännige Kutsche die holprige Eröffnungsfahrt über die Gerlos schaffte. Es war der Beginn der alten Gerlosstraße. Der große Pionier des modernen alpinen Straßenbaus, Ingenieur Franz Wallack (* 1887, † 1966) eröffnete am 1. Dezember 1962 die heutige Gerlos Alpenstraße. Dieser Artikel wirft einen Blick zurück in die Geschichte der Entstehung dieser bedeutenden Transitverbindung.

Weitere Bilder vom Bau der Straße ⇒ auf meiner Bilderplattform.

Goldtransport, Eisenbahn oder Seilbahn
Schon seit dem 15. Jahrhundert bezogen die Salzburger Fürsterzbischöfe Gold aus dem Zillertal, das bis 1803 zum Erzbistum Salzburg gehörte. Als man 1630 auf dem Rohrberg hoch über Zell am Ziller im Zillertal ein reiches Goldlager entdeckte, war die „Modernisierung“ des vorhandenen Saumpfades zu eingangs erwähnten Karrenweg notwendig geworden. Weiterlesen

vor 90 Jahren: Planungsbeginn der Großglockner Hochalpenstraße

Großglockner Hochalpenstraße Franz Wallack

Ing. Wallack, 1959 bei einer Veranstaltung auf der Großglockner Hochalpenstraße

Heute vor 90 Jahren, am 25. Juni 1924, wurde Ingenieur Franz Wallack in Zell am See den Mitgliedern des Ausschusses zur Erbauung einer Großglockner Hochalpenstraße als leitender Ingenieur des Projekts „Großglockner Hochalpenstraße“ vorgestellt, im Bild Ing. Wallack 1959 bei einer Veranstaltung auf der Großglockner Hochalpenstraße.

Nur wenige Tage später begann Wallack mit der Trassierung der Straße und legte zwei Monate später seine ersten Pläne für den Straßenverlauf vor.  Seine Vorgabe lautete, eine Straße durch das Hochgebirge der Hohen Tauern zu planen, die touristisch interessant  ist. Dieser Auftrag führte letztlich dazu, dass sich die Straße an den sonnigsten Stellen an die Berghänge schmiegt und manchmal eigentlich auf  „Umwegen“ verläuft.

Mehr über die Baugeschichte im Salzburgwiki

Red Bull Formel-1 Bolide drei Tage in der Welt höchstgelegenen Automobilausstellung am Großglockner

Red Bull Formel 1 Großglockner Hochalpenstraße

Red-Bull-Formel-1-Bolide nur von 27. bis 29. Juni 2014 zu sehen! (Foto: Andreas Kolarik/Eva-Maria Repolusk – Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Red Bull Formel-1 Bolide zu Gast von 27. bis 29. Juni 2014 auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe im Besucherzentrum und Jubiläums-Schwerpunkt der Automobilausstellung

Großglockner Hochalpenstraße Alpenüberquerung

erste Überquerung der Alpen auf der halbfertigen Großglockner Hochalpenstraße am 22. September 1934: am Steuer des Steyr der Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl, neben ihm Franz Wallack, der Erbauer der Straße (Foto: Archiv der Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Die höchstgelegene Automobil- und Motorradausstellung der Welt im Besucherzentrum der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe an der Großglockner Hochalpenstraße widmet dem 80-Jahr-Jubiläum der ersten Alpenüberquerung der Großglocknerstraße im Auto (ich werde darüber noch ausführlich berichten) einen Schwerpunkt und zeigt eine erlesene Sammlung an Autos und Motorrädern von den Anfängen der Automobil- und Motorradgeschichte bis heute. Mittelpunkt der Ausstellung ist der „Steyr 100“, der für die historische Fahrt 1934 den Anforderungen der schmalen Großglockner-Schotterstraße angepasst wurde. Weiterlesen