Am höchsten befahrbaren Punkt der Straße

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Edelweißhütte Edelweißspitze

Panoramablick über die Bergwelt der Glocknergruppe von der Edelweißspitze aus am frühen Morgen – übernachtet hatte ich in der Edelweißhütte (rechts)

Edelweißstraße

Das Kopfsteinpflaster der Edelweißstraße (Bild Bernd Graessl, GROHAG)

Ein paar Kehren und gut 150 Meter höher ist das Dr. Franz Rehrl-Haus (2 405 m ü. A., Restaurant Fuschertörl) mit einem großen Parkplatz und bei schönem Wetter mit herrlicher Aussicht hinunter ins Ferleitental, zum Großen Wiesbachhorn und auf der anderen Seite ins Seidlwinkeltal und zum Hochtor, der Grenze zwischen dem Bundesland Salzburg und Kärnten.

Den höchsten befahrbaren Punkt der hochalpinen Panoramastraße, die Edelweißspitze (2 571 m ü. A.) erreichen wir vom Rehrl-Haus entweder über die noch original mit Stöckelstein gepflasterte Edelweißstraße oder zu Fuß in etwa 30 Minuten und weitere 150 Höhenmetern auf dem Edelweißgrat. Oben auf der Edelweißspitze werden wir dann mit einem herrlichen 360°-Blick über die Hohen Tauern belohnt, klares Wetter natürlich vorausgesetzt. Nur wenige Meter unterhalb der Spitze kann man sich in der Edelweißhütte stärken (und auch übernachten), bevor wir unsere Hochgebirgsreise fortsetzen. Weiterlesen

Vor 80 Jahren: 1934 Erstbefahrung der Glocknerstraße-Scheitelstrecke

Großglockner Hochalpenstraße Erstbefahrung 1934

Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl am Steuer, neben ihm der Erbauer der Straße, Ing. Franz Wallack, auf einer etwas flotteren Fahrt kurz vor ihrer Ankunft in Heiligenblut (Bildquelle Archiv der Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Franz, der Franz, der Dr. Rehrl, hat mich gerade wissen lassen, dass er am 22. September über die Straße nach Heiligenblut fahren will“. So oder ähnlich hatte Josefine Wallack am 19. September 1934 ihren Mann, Ing. Franz Wallack, telefonisch informiert. Ing. Wallack war Planer und Bauleiter der gerade im Gange befindlichen Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße.

22. September 1934: Mit einem Pkw über die Großglockner Hochalpenstraße
Nachdem „der Franz, der Dr. Rehrl“, der damalige Salzburger Landeshauptmann und Initiator des Baus der Großglockner Hochalpenstraße, nach Jahren des sogenannten Variantenstreits im Sommer 1933 endlich eingelenkt hatte, stand Ing. Wallack 1934 unter einem enormen Zeitdruck. Die Straße sollte nämlich 1935 eröffnet werden. Beim Variantenstreit ging es darum, dass Dr. Rehrl eine wesentlich teurere Scheitelstrecke vom Salzburger Hochmais zur Kärntner Kaiser-Franz-Josefs-Höhe durchsetzen wollte als Ing. Wallack sie geplant hatte, damit die Kärntner nicht an den Mautgebühren und somit auch an damals wichtigen Deviseneinnahmen mitnaschen können. Aber das ist eine eigene Geschichte. Jedenfalls wurde im kurzen Bausommer 1934, der erst Mitte Mai in dieser Höhenlage begonnen hatte, unter Hochdruck an der Fertigstellung der Straße gearbeitet. Weiterlesen