Abschied von meiner liebsten Reiseleitertasche

Reiseleitertasche von Peter Krackowizer

Vom aktuellen Reiseprogramm über Bücher von Sehenswürdigkeiten bis hin zum Reiseleiterfragebogen hatte alles Platz in dieser Reiseleitertasche.

23. August 2020. Es gibt Begleiter im Leben, von denen man sich nur ungern trennt. Aber irgendwann kommt dann doch dieser Zeitpunkt. Für mich war es dieser Tage der Abschied von einer meiner Reiseleitertaschen. Nicht irgendeiner, sondern von meiner Lieblingstasche. Wenn man sie sich ansieht, kann man das vielleicht nicht verstehen. Daher die Geschichte meiner Reiseleitertasche. Weiterlesen

Die Geschichte der Schweizer Luftfahrtgesellschaft Swissair in Bilderkurzgeschichten

Ad Astra Aero Swissair Geschichte

Tänzerinnen des Zürcher Variétés „Mascotte“ vor der Dornier Merkur, CH-142 der Ad Astra Aero AG in Dübendorf 1929.

16. Februar 2020 | Als die Medien im September 2001 die Nachricht verbreiteten, die Swissair-Gruppe könnte mit Anfang Oktober 2001 zahlungsunfähig sein, konnte es die Welt nicht glauben. Swissair hatte seit Jahrzehnten den Ruf eine der besten und verlässlichsten Fluglinien der Welt zu sein. Doch fast auf den Tag genau 71 Jahre nach ihrer Gründung (am 26. März 1931) musste Swissair am 31. März 2002 ihren Betrieb einstellen.

Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) hat historisches Bildmaterial digitalisiert, u. a. mehr als 600 000 Bilder, darunter 367 000 in Schwarzweiß, 145 000 Farbbilder und 9 400 handkoliert, die im Internet abrufbar sind. Darunter befinden sich mehrere zehntausend Bilder aus der Geschichte der Swissair.

Walter Mittelholzer und Werner Friedli dokumentierten die frühe Geschichte der Swissair

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Hugo Portisch ist 90: Aufregend war es immer, eine Buchbeschreibung

Buchtitel

Buchtitel „Hugo Portisch: Aufregend war es immer“ (Quelle Ecowin Verlag)

Hugo Portisch ist einer der großen österreichischen Journalisten der Gegenwart. Mit seinen Erinnerungen weckt er mehr als ein halbes Jahrhundert Weltgeschehen zum Leben. Die erste Ausgabe dieses Buches präsentierte Hugo Portisch im Oktober 2010 in der Großen Universitätsaula in Salzburg. Das hier beschriebene Buch ist eine um zwei Kapitel erweiterte Neuausgabe 2017.

Portisch verfilmte die jüngere Geschichte Österreichs

Mit seinen Fernsehproduktionen „Österreich I“ und „Österreich II“ hat er das Geschichtsbewusstsein einer ganzen Nation geprägt. Die Dokumentation über den Zweiten Weltkrieg, die er gemeinsam mit Henry Kissinger erstellte, sorgte für weltweites Aufsehen. Das von ihm initiierte Rundfunk-Volksbegehren für die Unabhängigkeit des ORF war das erste und erfolgreichste in der österreichischen Geschichte. Weiterlesen

„Über den Gipfeln – Alpen aus der Vogelperspektive“, eine Buchvorstellung

Buch Über den Gipfeln – Alpen aus der Vogelperspektive Verlag Anton Pustet Salzburg

Titelbild „Buch Über den Gipfeln – Alpen aus der Vogelperspektive“, es zeigt die Südtiroler Dolomiten (Foto: Valentin Pardeller // Verlag Anton Pustet Salzburg)

Ein Buch mit eindrucksvollen Großaufnahmen von Gebirgen und mit viel interessantem Wissen.

Gut 60 doppelseitige Bilder
Fast 50 Zentimeter breite und gut 25 Zentimeter hohe Panoramabilder führen den Betrachter vom gewaltigen Kalkstock des Dachsteins über die Zentralalpen bis in die Dolomiten. Damit sich der Berge Unkundige orientieren kann, sind stets einige wichtige Gipfel im Bild nummeriert und erklärt. Ganz rechts neben den fast doppelseitigen Bildern informiert ein kurzer, in der Regel sehr informativer Text, über die Geschichte, Erstbesteigung, Sagen oder sonst Erwähnenswertes.

Aber nicht nur 64 Gebirge und Täler werden in Bild und Text in diesem Buch vorgestellt. Weiterlesen

Buchvorstellung: Istrien, eine Liebeserklärung an das Land, seine Menschen und seine Kultur

Istrien Buch

Titelbild „Istrien“ (Quelle Verlag Edition Tandem)

Ein Universitätsprofessor entdeckte als Student seine Liebe zum damaligen noch jugoslawischen Istrien, eine gelernte Buchhändlerin verliebte sich nicht nur in den Universitätsprofessor, sondern ebenfalls in Istrien und des Professors erste Frau konnte sich den Reizen der Menschen und der Landschaft auch nicht entziehen. Zusammen trugen sie selbst Erlebtes aus mehr als fünf Jahrzehnten und Geschichtliches über ein Gebiet zusammen, das halb so groß wie das Bundesland Salzburg ist.

Kein Reiseführer im herkömmlichen Sinn, aber mit sehr viel Information und Geschichten
Die drei erzählen Begebenheiten, die sie bei ihren Reisen an der Küste und im Hinterland Istriens erlebt hatten, und flechten dabei viel Wissen und Geschichte ein. Dieses Buch kann man fast nicht in einem Zug lesen, so viel Interessantes und Wissenswertes birgt der Text. Da diese Halbinsel, der größter Teil gehört heute zu Kroatien (ein kleinerer Teil zu Slowenien und ein ganz kleiner Rest zu Italien, da das Gebiet ab der östlichen Stadtgrenze von Triest dazu gehört), über Jahrhunderte zur Seerepublik Venedig und später zum Habsburger Reich gehörte, widmen die Autoren diesen beiden Geschichtsepochen besonders breiten Raum. Weiterlesen

Wirtshäuser – eine Kulturgeschichte der Salzburger Gaststätten: Buchvorstellung

Wirtshäuser, Verlag Anton Pustet Salzburg

Ein Bild aus der Salzburger Getreidegasse (Bildquelle: Verlag Anton Pustet Salzburg)

Ein Buch über längst vergessene und noch gut bekannte Gaststätten, Gesetze und Vorschriften

Ich habe während meiner Ausbildung an der Höheren Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe in Schloss Klessheim im alten Grand Café Winkler gearbeitet, als Jugendlicher war ich mehrere Male im Café Centro am Mississippi-Dampfer und das Bild von der Bar des Hotels Winkler an der Franz-Josef-Straße erinnert mich an meine Besuche im Jahr 1981 und 1982 in diesem Hotel, als der österreichische Reiseveranstalter Meridian dort Schulungen für Mitarbeiter der Salzburger Reisebüro veranstaltete. Dies sind nur einige Erinnerungen, die mir beim Blättern und Lesen in diesem einzigartigen „Lexikon der Salzburger Gastwirtschaften“ gekommen sind.

Freilich kann ich mich nur an die jüngere Vergangenheit vieler Gaststätten erinnern. Umso spannender ist dieses Buch für mich, was die frühere Geschichte anbelangt: […weiterlesen]

Habsburg, Hofrat, Heuriger: Der Wien-Führer für Juristen, ein Buchtipp

Habsburg, Hofrat, Heuriger: Der Wien-Führer für Juristen

Titelbild (Bildquelle Verlag Manz Wien)

Ich bin zwar kein Jurist, habe trotzdem dieses Buch gelesen. Es ist das dritte dieser Art, nach London und Paris, das im Verlag MANZ’sche Wien erschienen ist und bietet wieder viel Interessantes. Für meine nicht-österreichischen Lesen: Hofrat  ist einer der vielen, alten österreichischen Beamtentitel (hier kann man mehr darüber lesen).

Manches über die österreichische Geschichte wird mit dem Lesen des Buches verständlicher
Zunächst einmal wird die Entstehung Österreichs erklärt, um darauf aufbauend die spätere Entwicklung von Justiz und Staat besser verstehen zu können. In diesem Zusammenhang wird auch erklärt, wann und wie der Wein nach Österreich kam und die Heurigen entstanden. Nicht unerwähnt bleibt ein dunkles Kapitel in der Geschichte Wiens, die Geserah der Juden 1420/21, ein Massenmord im Wiener Judenviertel.

Viele Details, wie beispielsweise über das zwielichte Vergnügungsviertel am Spittelberg Weiterlesen

Salzburg, die schönsten Seiten der Festspielstadt, eine Buchvorstellung

Salzburg, die schönsten Seiten der Festspielstadt - eine Buchvorstellung

Die Silouette der Salzburger Kirchtürme und vom Leben und Sterben des reichen Jedermanns – das Titelbild des Buches (Bild: Verlag Christian Brandstätter Wien)

Einzigartige Bilder und sehr gut gewählter Text, ansprechendes Layout

Den beiden Autoren ist auf knapp 300 Seiten etwas gelungen, was auf den ersten Blick einfach erscheint, es aber nicht ist! Nämlich aus der fast 1 800jährigen Geschichte der Stadt Salzburg einerseits nur das Wesentliche zu schildern, andererseits aber doch so viel und so gekonnt ausgewählt, dass der Leser einen umfassenden Eindruck dieser ältesten Stadt des heutigen Österreichs erhält.

Neuhardt stellt den geschichtlichen Teil unter den Titel „Eine Geschichte des Erzbistums in Schlaglichtern“: „Hruedprecht und Frgal – wer waren sie wirklich?“, „Hier wohnt die Schönheit Hüterin der Todten“ sind zwei der 36 Themen dieses Kapitels. Besonders gut gelungen finde ich die Auswahl der Fürsterzbischöfe, was angesichts der mehr als 80 auch nicht ganz einfach ist. Doch mit Eberhard II., dem „Baumeister des Landes Salzburg“, Wolf Dietrich von Raitenau oder dem Fürsterzbischof mit dem Brezelschweif, Paris Graf Lodron (u. a.) schreibt Neuhardt durchaus lebendig und interessant über die interessante Geschichte des Landes. […weiterlesen]