Salzburg, die schönsten Seiten der Festspielstadt, eine Buchvorstellung

Salzburg, die schönsten Seiten der Festspielstadt - eine Buchvorstellung

Die Silouette der Salzburger Kirchtürme und vom Leben und Sterben des reichen Jedermanns – das Titelbild des Buches (Bild: Verlag Christian Brandstätter Wien)

Einzigartige Bilder und sehr gut gewählter Text, ansprechendes Layout

Den beiden Autoren ist auf knapp 300 Seiten etwas gelungen, was auf den ersten Blick einfach erscheint, es aber nicht ist! Nämlich aus der fast 1 800jährigen Geschichte der Stadt Salzburg einerseits nur das Wesentliche zu schildern, andererseits aber doch so viel und so gekonnt ausgewählt, dass der Leser einen umfassenden Eindruck dieser ältesten Stadt des heutigen Österreichs erhält.

Neuhardt stellt den geschichtlichen Teil unter den Titel „Eine Geschichte des Erzbistums in Schlaglichtern“: „Hruedprecht und Frgal – wer waren sie wirklich?“, „Hier wohnt die Schönheit Hüterin der Todten“ sind zwei der 36 Themen dieses Kapitels. Besonders gut gelungen finde ich die Auswahl der Fürsterzbischöfe, was angesichts der mehr als 80 auch nicht ganz einfach ist. Doch mit Eberhard II., dem „Baumeister des Landes Salzburg“, Wolf Dietrich von Raitenau oder dem Fürsterzbischof mit dem Brezelschweif, Paris Graf Lodron (u. a.) schreibt Neuhardt durchaus lebendig und interessant über die interessante Geschichte des Landes. […weiterlesen]

Wundervolles Wasser (… in Salzburg, ein Buchtipp)

Wundervolles Wasser, vom Gesundtrinken, Kurbaden und Freischwimmen

Titelbild Buch: „Wundervolles Wasser, vom Gesundtrinken, Kurbaden und Freischwimmen“, Verlag Anton Pustet, Salzburg

Vom Gesundtrinken, Kurbaden und Freischwimmen, ein geschichtliches Fachbuch über Wasser im Land Salzburg in Bezug auf Religion, Fremdenverkehr und Vergnügen

Nein, es ist kein Physikbuch – es ist ein Geschichtsbuch über Wasser und dessen Vorkommen und Anwendungen im Bundesland Salzburg; ein Geschichtsbuch, das nach einer kurzen physikalisch-geographisch-allgemeinen Einführung mit der geschichtlichen Bedeutung des Wassers beginnt. Da ist die Rede von Maibrunnen und Frühlingsbädern, von den Wasserheiligen, Quellenpatronen und der Taufe. Da wird es schon recht Salzburg-bezogen: die Quelle der hl. Brigida aus Irland bei dem Kirchlein in Henndorf am Wallersee, Sankt Koloman in der Taugl und auf dem Kolomansberg bei Thalgau, der hl. Wolfgang oder der hl. Sixt in Wald im Pinzgau und andere Ort finden Erwähnung, alle mit Wasser im Zusammenhang.

Brechlbäder, Badeverbote, Wallfahrtsgeschichten Weiterlesen

Ein besonderes Salzburg-Buch: Wege zum Bier – 600 Jahre Braukultur

Titelbild Wege zum Bier - 600 Jahre Braukultur: es zeigt eine zeitgenössische Szene von 1910 im Stieglkeller

Titelbild Wege zum Bier - 600 Jahre Braukultur: es zeigt eine zeitgenössische Szene von 1910 im Stieglkeller

Dass einst das Bier auch manchmal „gepantscht“ war und man lieber welschen (aus Italien) Wein in Salzburg trank, sehr zum Missfallen der Salzburger Fürsterzbischöfe, sind Salzburger Trink-Gegensätze der Geschichte. Heute wird wohl niemand daran zweifeln, dass Bier zu Salzburg gehört wie Mozart oder die Festspiele. Und über die Geschichte des Bieres in Stadt und Land Salzburg erzählt das neue Buch, das ich heute gerne vorstellen möchte.

Sehr gut recherchiert, umfassend, gut illustriert – ein Buch für Bier-Geschichtsfreunde
Proteste gegen Umgeldpauschalierung und Bierzwang der Hofbrauereien, von der Zunftordnung und Pfuscher, über Mozarts Besuche in Bräuhäusern, den ruinösen Verdrängungswettbewerb der Brauereien Anfang des 20. Jahrhunderts, über Bierseligkeit und längst verschwundene Brauereien wie der Guggenthaler Brauerei, dem Noppinger Bräu oder Höllbräu – die Geschichte des Bieres auf Salzburger Boden wird im ersten Teil des Buches auf rund 80 Seiten anschaulich beschrieben. Weiterlesen