Aosta, Piemont und Lago Maggiore, „die drei im Westen Italiens“

Piemont Aosta Tal Italien

Titelbild oben: Bei Entracque in den Westalpen, unten: in den Langhe (Foto: Sabine Brecht // Verlag Michael Müller)

Auf einer Reise von Österreich nach Südfrankreich fährt man wahrscheinlich durch diesen westlichsten Teil Italiens. Vielleicht besucht man auch einmal die Hochburg der Kulinarik und Weine im Herzen des Piemonts. Aber Urlaub machen, dort zwischen dem Gardasee und der Côte d’Azur? Nun, wer einmal etwas abseits der Autobahnen und besagtem Gourmet-Zentrum angehalten hat, weiß, dass dieser scheinbar kleine Teil Italiens allerhand zu bieten hat.

600 Seiten in zwei praktischen Reiseführern

Auch als Reiseleiter wusste ich nicht immer alles auswendig und schleppte oft an tatsächlicher Information dürftige Reiseführer mit mir herum. Seit etlichen Jahren begeistern mich nun die Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag. Aus einem einfachen Grund: Sie haben geschichtliche und geografische Daten soweit komprimiert, dass alles Notwendige vermittelt wird und geben mit Öffnungszeiten, Eintritts- und Essenspreise u. a. einen relativ aktuellen Überblick über praktische Fakten. Das heißt nicht, dass es nicht auch andere gute Reiseführer gibt. Weiterlesen

Carneval-Treiben in Italien – eine kleine Übersicht 2013

Die Orangenschlacht im Carneval von Ivrea, Piemont, Italien

Die Orangenschlacht im Carneval von Ivrea, Piemont, Italien (Foto: M. Gjivovich, Presse-Download Homepage der Veranstaltung)

Italien | Carnevale | Fasching | So bunt und vielfältig wie Italien selbst, ist auch der Karneval in den verschiedenen italienischen Regionen. Am berühmtesten ist ohne Zweifel der „Carnevale di Venezia“. Doch auch in anderen Regionen wird die fünfte Jahreszeit ausgiebig gefeiert. Weiterlesen

UNESCO-Weltkulturerbe Reggia di Venaria Reale, königlich-savoyisches Schloss

La Venaria Reale - Reggia di Venaria, umgeben von einem weitläufigen Park; im Hintergrund die Stadt Turin (Blick nach Osten)

La Venaria Reale - Reggia di Venaria, das Schloss, umgeben von einem weitläufigen Park; im Hintergrund die Stadt Turin (Blick nach Osten)

Sie waren zunächst „nur“ Könige des Königreichs Sardinien-Piemonts. Durch die Einigung Italiens 1861 zum Königreich Italien wurden die savoyischen Herrscher aus dem westlichsten Teil Italiens auch zum König Italiens. Doch ihr Stammland blieb das Piemont, in dem sich auch 15 königliche Schlösser befinden.  Und allesamt wurden in den 1990er Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Reggia di Venaria Reale
Eines von ihnen befindet sich leicht nordöstlich von Turin, eigentlich ist der Ort Venaria schon in die Hauptstadt des Piemonts eingemeindet. Reggia di Venaria Reale zählt zu den großen Schlössern der Savoyer, deren Baubeginn 1659 war.  Die Arbeiten wurden vom Architekten und Michelangelo Amedeo Castellamonte Garove geplant und dauerten mindestens bis 1675.  Herzstück des mit Gärten rund einen Quadratkilometer großen Komplexes ist der Palast der Diana.  1693 zerstörten einige Teile der Anlage, die dann später wieder aufgebaut wurden. Weiterlesen

Die G’schicht‘ mit dem Restaurant im Piemont

Ich wohnte mit einer Gruppe in einem Hotel in der Nähe von Asti. Es war ein Abendessen "in der Nähe" vom Hotel bei meinem örtlichen Reisepartner bestellt. Wir kamen also nach einem langen Besichtigungstag gegen 19 Uhr ins Hotel zurück, machten uns ein wenig frisch und wurden von einer Dame der örtlichen Reiseagentur abgeholt – sie sollte uns zum Restaurant führen.

"Ist es weit weg vom Hotel" meine Frage, "no, no, nur ein paar Kilometer, etwa 10 Minuten," meinte sie. Bene, gut und fuhr vorne weg, mit einem Alfa Romeo und wir hinten nach, mit einem Setra-Reisebus. Sie: bald nicht mehr zu sehen; wir: 16 Tonnen, die in jeder Kurve sanft gefahren sein wollen.

Nach Stopp’s und Go’s für den Alfa kamen wir dann glücklich gegen 21 Uhr, nach etwa einer Stunde Fahrzeit, beim Restaurant an. Es war "nur" 40 km vom Hotel entfernt und es ging "nur" kurvig hügelauf und hügelab.

Hungrig und mittlerweile auch schon etwas müde nach einem doch sehr langen Tag fanden wir uns in einem wirklich tollen Lokal wieder. Das Essen war eine Wucht! Leider kam die Hauptspeise halt‘ erst gegen Mitternacht. Und als ich dann so gegen ein Uhr früh bettelte, doch endlich das Dessert zu servieren: wir hätten ja noch eine Stunde Fahrt bis zum Hotel und eigentlich muss der Fahrer in der Früh um 8 Uhr wieder fahren und eigentlich braucht er 11 Stunden Ruhezeit und eigentlich… – da schüttelten die
freundlichen Lokalbesitzer den Kopf: ja, weshalb denn diese Hektik?

Es war gut gemeint und top-italienisch, nur für uns österreichischen Bazi einfach viel zu spät, das Essen…