Rebeller, Opfer, Siedler – Die Vertreibung der Salzburger Protestanten

Rebeller, Opfer, Siedler - Die Vertreibung der Salzburger Protestanten

Titelbild, Quelle: Verlag Anton Pustet Salzburg

Mit dem Emigrationserlass vom 31. Oktober 1731 begann der leidvolle Exodus von rund 20.000 Salzburgern, die zum evangelischen Glauben konvertiert waren. Mit unglaublicher Argumentation (sie planen den Sturz des Fürsterzbischofs und schmieden Waffen in den Wäldern) und unvorstellbarer Brutalität (Folterung, Vertreibung vom Feld weg im Hemd wie sie dort angetroffen wurden und das Anfang Winter, Trennung von Ehepartnern und Kindern u. a.) griff Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian gegen die „Teufeln“, die Andersglaubenden, durch. Katholische Pfarrer entlang des Weges bespuckten die Auswanderer, bayerische Orte verweigerten den Durchreisenden Wasser und Essen, verlangte überhöhte Nächtigungssteuern u. a.

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Nachfahren vertriebener protestantischer Salzburger Emigranten besuchten Hallein

Verleihung des "Großen Verdienstzeichens des Landes Salzburgs" an Jürgen Schroeter, Präsident des Salzburger Vereins e. V. Bielefeld

Salzburger Landtagsabgeordnete und zweite Landtagspräsidentin Gudrun Mosler-Törnström (li) bei der Verleihung des „Großen Verdienstzeichens des Landes Salzburgs“ an Jürgen Schroeter, Präsident des Salzburger Vereins e. V. Bielefeld (im Bild mit Gattin)

Verleihung des „Großen Verdienstzeichens des Landes Salzburgs“ an Präsident Jürgen Schroeter

„Wir haben heute wieder ein gutes Verhältnis zur Katholischen Kirche“ betonte Jürgen Schroeter, Präsident des protestantischen Salzburger Vereins e.V. anlässlich seines Besuches dieser Tage in Hallein. Dieser Verein wurde am 22. Februar 1911 beim Salzburgerfest in Gumbinnen (Provinz Preußen, heute Russland) gegründet. Heute hat die Vereinigung der Nachkommen Salzburger Emigranten seinen Sitz in Bielefeld, Deutschland und ihre Mitglieder unternehmen alle zwei Jahre einen Ausflug zu ihren Wurzeln ins Salzburger Land.

Neben diesem Salzburger Verein e. V. gibt es noch das „Wohnstift Salzburg e. V.“, das ein Seniorenheim in der Tradition des ehemaligen Salzburger Hospitals Gumbinnen in Bielefeld weiterführt und die „Stiftung Salzburger Anstalt Gumbinnen“ in ehemals Gumbinnen, heute Gussew, in der russischen Oblast Kaliningrad, die neben der Salzburger Kirche das Diakoniezentrum „Haus Salzburg“ betreibt. Weiterlesen