Rösser, Reiter und herrliche Landschaft – Georgiritt in Sommerholz

Andreas Hauser aus Lochen am See

Andreas Hauser aus Lochen am See (neun Jahre jung) denkt nach, worüber, das habe ich nicht erfahren

Salzburg | Flachgau | Neumarkt am Wallersee | Wenn sich 136 Pferde versammeln – exakt so viele waren es am vergangenen Sonntag, den 14. April 2013, und wenn sich „oben“ in Sommerholz weit mehr als 500 Menschen bei dem kleinen Kirchlein „zum hl. Georg“ einfinden, dann muss da etwas Besonderes stattfinden.

Das „da“ liegt im Gemeindegebiet der jungen Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee auf gut 770 Meter über dem Meeresspiegel, nur wenige hundert Meter von der oberösterreichischen Landesgrenze entfernt. Und das Besondere an diesem Sonntag war der 22. Georgiritt mit Pferdesegnung, der in Sommerholz alle zwei Jahre stattfindet. Altbürgermeister Hans-Georg Enzinger, jahrelang selbst Mitorganisator der Veranstaltung, war schon beim ersten Sommerholzer Georgiritt im Jahr 1967 dabei gewesen.

Alle Bilder der Veranstaltung auf meiner Bilder-Plattform unter diesem Link.

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Das Zitronenfest von Menton an der Riviera Côte d’Azur feiert 2013 seinen 80. Geburtstag!

80 Jahre „Fête du Citron“ ® , das Plakat 2013 „Fest der Zitrone“ in Menton

80 Jahre „Fête du Citron“ ® , das Plakat 2013 „Fest der Zitrone“ in Menton

Frankreich | Südfrankreich | Menton | Im Jahr 1929 war Menton im Südosten Frankreichs an der Riviera Côte d’Azur nächst der Grenze zu Italien noch der größte Produzent von Zitrone auf dem europäischen Kontinent. Ein Wirt hatte die Idee, eine Ausstellung von Blumen und Zitrusfrüchten in den Gärten des Hotels Riviera zu organisieren. Diese Ausstellung war so erfolgreich, dass im folgenden Jahr die Ausstellung sich auch auf die Straße verlagerte. Karren mit Sträuchern bepflanzt, von  Orangen und Zitronen umrahmt, rollten auf der Promenade.

Die Gemeinde, die den Fremdenverkehr in den Wintermonaten zu beleben versucht, suchte nun einen unverwechselbaren farbigen Namen für diese Veranstaltung und 1933 fand diese dann erstmals als „Fête du Citron“  ® – „Fest der Zitrone“, statt.  1936 wurde die erste Ausstellung von Zitrusfrüchten und Blumen in den Gärten Biovès veranstaltet. François Ferrié war verantwortlich für die Gestaltung der Darstellungen und Muster in den Gärten aus 10 000 Zitronen und 12 000 Orangen verantwortlich. Weiterlesen

Stürmische Zeiten und „Mahlzeit“ – Fritz Kremslehner muss es wissen

Kremslehner's Vinothek, Salzburg-Nonntal, Österreich

Fritz Kremslehner mit „stürmischen“ Rebensaft 2012

Der Wein ist ja noch nicht getauft, daher sagt man ‚Mahlzeit‚“, erklärt Fritz Kremslehner, zumindest in Niederösterreich, und das, wenn man sich mit einem Glas frischem Sturm zuprostet, ehm zumahlzeitet (ja, wie klingt jetzt das wieder?).  Für Nicht-Österreicher: Sturm ist Neuer Wein, Federweißer oder Federroter anders wo genannt.

Wein-Lesen aus dem Sturm
Fritz Kremslehner jun. ist Diplom-Weinsommelier. Den väterlichen Betrieb, der in einem ehemaligen alten landwirtschaftlichen Gebäude der Erzabtei Sankt Peter im Salzburger Stadtteil Nonntal zu Hause ist, hat er vor Jahren von seinem Vater, ebenfalls Fritz mit Vornamen, übernommen. Weiterlesen

Sissitot, Pardon, Sassetot-le-Mauconduit – der Kaiserin Urlaubsort 1875

die Gruppe „Au Temps du Quadrille“, Sassetot-le-Mauconduit, Frankreich, Haute Normandie

Frankreich | Normandie | Sassetot-le-Mauconduit | Wo „Sisi“, Elisabeth von Österreich, vom Pferd gestürzt war und fast ertrunken wäre

Wenn man in Frankreich von Paris die Seine flussabwärts fährt, gelangt im Bereich der Mündung der Seine in den Atlantik in die französische Region Normandie. Südlich der Seine – „Basse Normandie“ – die „niedere Normandie“, nördlich der Seine – „Haute Normandie“ – die „obere Normandie“. Dorthin führte mich meine Reise.

Anno 1875
Ihre Majestät Marie Elisabeth Eugenie, Kaiserin von Österreich, die incognito unter dem Namen Gräfin Hohenembs reist, ist diesen Morgen um 08:50 Uhr in Fécamp mit dem kaiserlichen Zug angekommen“. Man schrieb den 31. Juli 1875 in der Haute Normandie an der Alabasterküste. Die Kaiserin begann einen zweimonatigen Urlaub in dem kleinen normannischen Ort Sassetot-le-Mauconduit, der nur wenige Kilometer vom Bahnhof von Fécamp entfernt ist. Begleitet wurde sie von ihrer kränklichen siebenjährigen Tochter, der Erzherzogin Marie Valerie und einer Belegschaft von 70 Personen. Am 25. September 1875 verließ Sisi wieder die Normandie und kehrte nie mehr wieder dorthin zurück. [weiterlesen]