Salzburger Fisch-Visionär produziert den teuersten Vodka der Welt

Walter Grüll (links) schenkt Walter Trausner ein Stamperl Caviar Vodka ein: „Zum Wohl“!
© Mike Vogl, Bildquelle www.vogl-perspektive.at

Salzburg | Grödig | Mauterndorf | 22. November 2019 | Dass Kaviar schon lange nicht nur mehr aus Russland kommt und Vodka nicht nur in Polen und Russland destilliert wird, mag ja bekannt sein. Dass es nun aber österreichischen Kaviar in österreichischem Vodka gibt dürfte wohl eine Weltneuheit sein. Gelungen ist dieses kulinarische Experiment dem Salzburger Fisch-Visionär Walter Grüll in Zusammenarbeit mit dem „Genusswerkstätten“-Tüftler Walter Trausner aus Mauterndorf.

Kaviarpralinen, Kaviarpulver, Laxfurter und mehr

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Kaviarpralinen, Kaviarpulver, Laxfurter und Tuna Chips: Walter Grüll, der mit den fischigen Ideen

Walter Grüll vor seinem Fischspezialitäten-Geschäft in Grödig bei Salzburg

Walter Grüll vor seinem Fischspezialitäten-Geschäft in Grödig bei Salzburg im Sommer 2016

Österreich | Salzburg | Grödig | Genussregion | In der Fischgemeinde Grödig, wenige Kilometer südlich vor den Toren der Mozartstadt Salzburg ist ein besonderer Meister seit Jahren von einem besonderen Virus infiziert. Walter Grüll wurde von dem unheilbaren Fischliebhaber-Virus infiziert und spielt seit Jahren auf einer besonderen Fischklaviatur.

Angefangen hatte das Leiden, die Leidenschaft, bei Walter Grüll im Alter von zwölf Jahren. Da zog er bereits die ersten Forellen vom Ei weg auf – im Keller seines Elternhauses in Salzburg-Parsch. Im Erwachsenenalter war er dann nicht mehr von Fischen wegzubringen: 1981 begann er mit seiner Fischzucht, 1993 eröffnete er sein heutiges Fischspezialitätengeschäft in Grödig und 2002 konnte er erstmals echten schwarzen Kaviar aus eigener Störzucht anbieten – der erste österreichische Kaviarproduzent. Weiterlesen

Der Fisch-Mann, der den Kaviar österreichisch machte: Walter Grüll

Die Fisch-Familie-Grüll (von links): Walter, Alexandra, Uschi und Patrick (Sommer 2012)

Die Fisch-Familie-Grüll (von links): Walter, Alexandra, Uschi und Patrick (Sommer 2012)

„Komm, ich zeig dir meine neuen amerikanischen Hummer“, Walter Grüll greift vorsichtig ins Wasserbecken und holt fast liebevoll einen riesigen Hummer heraus. Nur kurz, gerade eine Fotolänge, dann lässt er das Tier wieder behutsam ins Wasser. Der Umgang mit den Lebewesen im Wasser erfolgt mit Respekt.

Vom Schreibtischhengst zum Kaviarproduzenten

Schon als kleiner Bub züchtete Walter Grüll Fische im Keller seines Elternhauses in Salzburg-Parsch. Nach der Matura begann er dann im Herbst 1981 so richtig mit der Fischzucht neben seinem Job beim Land Salzburg. Damals verkaufte nur ab Fischbecken und an die Gastronomie. 1992 hing er endgültig seinen Bürojob an den Nagel und eröffnete mit einem Kompagnon sein Fischgeschäft in Grödig südlich der Stadt Salzburg. „Zum Fischer“ („Al Pescatore“) nannte er es damals und es wurde schnell über die Grenze der kleinen Marktgemeinde im südlichen Flachgau hinaus bekannt.

1993-2013: 20 Jahre Walter Grüll Fischspezialitäten in Grödig bei Salzburg

1993-2013: 20 Jahre Walter Grüll Fischspezialitäten in Grödig bei Salzburg, da freut sich der Meister still, aber doch! Hier in seinem neuen Bistro

Still und leise begann Walter Grüll an zwei Projekten zu arbeiten, die bald für Schlagzeilen in ganz Österreich und darüber hinaus sorgten. Grüll gelang die Zucht von Stören und seit 2002 bietet er  echten Stör-Kaviar an, den einzigen Österreichs! Grüll zählt seither zu den nur zwölf Züchtern von Stören weltweit. Er züchtet zehn verschiedene herkömmliche Arten. Das war die Sensation Nummer eins. Doch sein wirklich großer Wurf ist die Züchtung von zwei weißen Störarten, von Albino-Stören, von denen weltweit nur acht Kilo Kaviar geerntet werden können! Wie viel davon aus Grülls Zucht stammt, darüber hüllt sich der Züchter schmunzelnd in Schweigen.

[zu meinem Beitrag im den österreichischen Bezirksblätten online mit allen Bildern]:

„Reproduktiven Zuchthilfe“ am anderen Ende der Welt
Die Fisch-Familie Grüll
Uschis Rhabarber-Weincreme-Torte
Das „gewisse Extra“ – Patrick’s Fischzubereitungstipps