Salzburger Fisch-Visionär produziert den teuersten Vodka der Welt

Walter Grüll (links) schenkt Walter Trausner ein Stamperl Caviar Vodka ein: „Zum Wohl“!
© Mike Vogl, Bildquelle www.vogl-perspektive.at

Salzburg | Grödig | Mauterndorf | 22. November 2019 | Dass Kaviar schon lange nicht nur mehr aus Russland kommt und Vodka nicht nur in Polen und Russland destilliert wird, mag ja bekannt sein. Dass es nun aber österreichischen Kaviar in österreichischem Vodka gibt dürfte wohl eine Weltneuheit sein. Gelungen ist dieses kulinarische Experiment dem Salzburger Fisch-Visionär Walter Grüll in Zusammenarbeit mit dem „Genusswerkstätten“-Tüftler Walter Trausner aus Mauterndorf.

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Fisch-Visionär – Kaviar-Pulvermacher Walter Grüll und seine beiden Weltneuheiten

Walter Grüll, Visionär, Philosoph, Pulvermacher

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Grödig | Neumarkt am Wallersee | Salzburg | Gerade eben war eine fangfrische Ladung Meerestiere aus Marano Lagunare in Friaul-Julisch Venetien eingetroffen, die der „Meister der Fischwelt“ mit kritischem Auge prüft, für gut befindet und in Kühlräume verstaut. Dann verschwindet er wieder im Fisch-OP-Raum, um frischen Kaviar abzufüllen. In der Küche klappert Geschirr. Das Tagesgericht im Bistro ist heute gebratenes Lachsfilet mit Cous Cous in Weißweinsauce. Wir sind bei Walter Grüll am Fischnabel Salzburgs in der Flachgauer Gemeinde Grödig.

Walter Grüll beim Abfüllen von frischem Kaviar

Visionen seit seiner Kindheit
Walter Grüll kommt in das stille Hinterzimmer, einen Espresso in der Hand, nimmt am Tisch Platz und lacht. Sein Frohsinn belebt seine Geschäftsräume, strahlt auf seine Mitarbeiter und Kunden aus. Was für ihn Kaviar sei frage ich ihn. Ein Genussmittel, meint Grüll, ein Produkt, das man hin und wieder – in Zweisamkeit – genießen sollte. Es war seine erste Vision, die ihn vor 20 Jahren packte: heimischen echten Kaviar von hier in Österreich gezüchteten Stören seinen Kunden anbieten zu können. Jetzt blickt er entspannt auf sein Endprodukt zurück, den schwarzen und den weißen Kaviar, mit dem er mehr als zufrieden und glücklich ist.

Ideen für und mit seinen Fischen hat er schon seit seiner Kindheit. Manche reifen in seinem Kopf über viele Jahre, manche setzt er schon nach wenigen Wochen um. „Du brauchst einen freien Kopf für solche Sachen. Du brauchst Visionen und ob sie erfolgreich ausgehen, ist sowieso immer fraglich. Aber wenn du gar keine Visionen und Ideen mehr hast, kannst du dich gleich zur Ruhe setzen.“ meint Walter Grüll. Er vollende jedoch stets eine Sache erst annähernd zur Perfektion, bevor er sich ins nächste Abenteuer stürzt. Weiterlesen